@Kurt » Mi 27. Sep 2023, 10:20
Zitat:
inlaufzeit und Rücklaufzeit des Ping (mit der Mediumsgeschwindigkeit) / 2 ergibt die Streckenlänge.
Dabei ist angenommen, dass die Verhältnisse auf der Strecke konstant sind.
Diese Formel kann aber auch nicht stimmen, wenn Radar und Reflektor sich relativ zueinander bewegen. Für den Fall, daß sie sich mit der Geschwindigkeit v nähern, hat man folgende Formel für die Strecke:
}{2})
Diese Formel gilt gleichermaßen für das Ruhesystem des Radargerätes wie des Reflektors. Im Falle unseres Raumfahrers würde eine um

kürzere Strecke als die im Ruhesystem von Erde-AC bedeuten. Denn die Ereignisse "Signal ausgesendet" und "Signal empfangen" passieren im Ruhesystem des Raumfahrers an derselben Position.
Zum Link von der Uni Ulm:
Das Zitat stammt aus dem Kapitel "Relativität der Gleichzeitigkeit". Vor dem von Frau Holle zitierten Merksatz gibt es noch den folgenden Merksatz:
Zitat:
Relationen zwischen Ereignissen sind nur dann sinnvoll zu beschreiben, wenn gleichzeitig auch das Bezugssystem angegeben wird.
Das könnte man auch auf Messwerte erweitern. In diesem Sinne wäre der Merksatz, den Frau Holle zitierte schon sinnvoll. Aber im Sinne der SRT sind ja Mesungen von Längen und Zeiten relativ auch wenn die Einheiten mit derselben Prozedur "realisiert" werden. Angenommen, daß man mit der SI-Sekunde einen Resonator von etwa einem Meter baut und dessen Resonanz mit den Cäsium-Atomen herstellt, hätte man so etwas wie die öfters genannte Lichtuhr, wenn er senkrecht zur Bewegungsrichtung ausgerichtet ist. Ein relativ dazu bewegter Beobachter wird aber feststellen, daß diese "Lichtuhr" langsamer als "seine Lichtuhr" geht. Trotzdem basieren beide "Lcihtuhren auf der SI-Sekunde.
Gruß
Rudi Knoth