Lieber Harald,
Zitat:
„Die Lorentztransformation ist eine Koordinatentransformation. ......
........ was an der Form der Kugelwelle selbst nichts ändern kann.“
Richtig!
Zitat:
„Einsteins Beweis gilt also nur für den Moment, in welchem sich beide Beobachter im Mittelpunkt der Kugelwelle befinden und ist so gesehen lediglich ein Bluff.“
Nein & Jain! Jetzt schreibe ich nicht explizit für Dich, das alles kennst Du ja:
Es ist immer dieselbe Lichtsphäre, dieselbe „Photonen“, die sich im Äther, zu dem S unbewegt ist, ausbreitet. Um über LET, SRT und LT zu sprechen, bedeutet immer, dass eine Lichtsphäre, oder einzelner Lichtstrahl sich ausbreitet bis sie, er einen vorgegebenen Punkt mit den Koordinaten x und t trifft (Ereignisort) reflektiert (Punktereignis) zurück, wird vom Beobachter empfangen. Der Beobachter rechnet: Lichtsphäre, Lichtstrahl bis Ereignisort und Lichtstrahl zurück haben die Zeit T oder T´ gebraucht, das Punktereignis befand sich also zur Zeit T/2 = t oder T´/2 = t´ und auf Abstand von c*t, bzw. c*t´ entfernt. Jeder der Beobachter meint, LG sei nur zu ihm = c. Nach dieser Annahme sind auch seine Uhren vorher „synchronisiert“. Dazu kommt das Wunder „Ein Geschenk von oben“, dass der Maßstab des im Äther bewegten sich proportional der Relativgeschwindigkeit zum Äther verkürzt.
Jetzt kommen wir zu den gefragten Lichtsphären. Vorgegeben ist der „unbewegte“ Beobachter, sowie vorgegebene Ereignisorte, die samt unbewegt im Äther sind. Es ist klar, dass die bei t = t´=0 ausgestrahlte Lichtsphäre sich kugelförmig um S ausbreitet – nur diese Lichtsphäre existiert, nur diese Lichtsphäre trifft nach der Zeit t die unbewegten in S Ereignisorte und reflektiert zurück. Aus dem getroffenen Punk strahlt wiederum eine Lichtsphäre um den Punkt (Punktereignis). Wenn man einzelne Photonen betrachtet, dann auf dem Weg zum Ereignisort ist es ein und dasselbe Photon, auf dem Rückweg sind es aber nicht mehr identische – ein bestimmtes wird S treffen, ein anderes S´. Die reflektierte Rücksphäre ist aber auch nur eine, die sich mit c in S bzw. Äther ausbreitet.
Was „sieht“ der bewegte im Äther Beobachter? Nachdem seine Uhren so gerichtet sind, dass sie, obwohl er gegenüber der Ausbreitung der Lichtsphäre bewegt ist, trotzdem eine LG = c vorgaukeln, dazu noch das LK-Wunder, wird er die Lichtsphäre als um seinem Ursprung sich mit c ausbreitende MESSEN, genauso wird er auch die vom Ereignisort reflektierte Lichtsphäre als mit c zu ihm und zum Punktereignis kugelförmig sich ausbreitende MESSEN.
Und genau das macht Einstein, indem er das Geschehen zu jedem einzelnen Punktereignis betrachtet und zeigt, dass nach LT die sich ausbreitende Lichtsphäre von beiden Beobachter als kugelförmig um den jeweiligen Ursprung mit c ausbreitend GEMESSEN werden.
Die Ereignisorte, die nur zu S unbewegt sind, sind jedoch für S´ bewegt. D.h. bis die ausgesandte Lichtsphäre sie trifft, sind sie bereits von S´ auf v*t entgegen der S´- Bewegungsrichtung verschoben, die Lichtsphäre, wohl bemerkt, von beiden als kugelförmig sich ausbreitende GEMESSEN, trifft aus Sicht v. S´ diese identischen Ereignisorte natürlich zu verschiedenen t´- Zeiten. Und da ist nichts zu rütteln, diese unterschiedliche in S´- Punktereigniszeiten haben nichts mit der GEMESSENEN kugelförmigen Lichtsphäre um S´ zu tun.
Da auch der Längenmaßstab in S´ sich wundersamerweise REAL verkürzt hat, werden die Koordinaten der Punktereignisse in S´ als in Bewegungsrichtung gedehntes Ellipsoid gemessen.
Die angebliche „Widerlegung“ von Faber, bzw. v. dem Autor, meinte, die fragliche, doppelt als kugelförmig um beide Ursprünge gemessene, sich ausbreitende Lichtsphäre sollte auch die Koordinaten der Punktereignisse im S´ kugelförmig um S´ wiedergeben. Dass das nicht der Fall ist und sein kann, hoffe ist jetzt für jeden verständlich.
Punkt, Ende – alles nach Lorentz & Poincaré und Einstein übereinstimmend.
Weh jetzt einer kommt und bemängelt, bei Einstein gebe es kein Äther und keine reale LK.
Liebe Neujahrs Grüße
Ljudmil