Kurt hat geschrieben:
Wir haben die beiden unterschiedlich langen Strecken die die D, bei jeweils gleicher Fahrdauer, gegen das Gleis gefahren ist.
Das heisst sich dann wohl: s = v*t bzw. v = s/t
Da die Fahrdauer gleich ist, die Strecke unterschiedlich, heisst das wohl nicht mehr und nicht weniger als das die D mit unterschiedlicher Geschwindigkeit gegen das Gleis, somit das BS, somit dem Bezug, unterwegs war.
Ja klar. Das ist ja eine Tatsache, die du höchstselbst als gegeben eingeführt hast: Dass die Uhr D (ruhend im Zug) zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten ggü. dem Gleis haben soll, jede für die Dauer von 1 Zeiteinheit, also von 0 auf 1
gezählt am Gleis (will ich doch hoffen).
Auf diese unterschiedlichen Geschwindigkeiten muss man nicht erst logisch schließen aus den unterschiedlich langen Strecken. Wir wissen doch bereits, dass es zwei Geschwindigkeiten sind bzw. waren, weil wir selber bestimmt haben, dass es so sein soll. Alles gut.
Kurt hat geschrieben:
Unterschiedliche Geschwindigkeit der D bedeutet unterschiedliches Taktverhalten, also unterschiedliche Anzeige ihrer Uhrzeit.
Wieso
das denn? Das ist überhaupt nicht logisch. Die Uhr D fährt doch immer genau eine Zeiteinheit lang (gezählt am Gleis). Das ist so vorgegeben und somit wahr. Warum sollte die Uhr D also nicht genau eine Zeiteinheit anzeigen? So lang dauert nun mal jede Fahrt bis zur nächsten Ablesung. Newton hätte gesagt: "Die Vorstellung, dass sie etwas anderes anzeigt ist absurd. Auch die Uhr D muss jeweils eine Zeiteinheit anzeigen."
Erst Einstein hat es gewagt dem zu widersprechen. Mit seinen Überlegungen im Zusammenhang mit der Lichtgeschwindigkeit kam er zu dem logischen Schluss, dass die Uhr D je nach Relativgeschwindigkeit zum Gleis weniger als eine Zeiteinheit anzeigen müsste, obwohl am Gleis immer genau eine Zeiteinheit gezählt wird.
Und tatsächlich: Als man das später in Experimenten überprüft hat, hat es immer gestimmt, bis heute. Klingt komisch, ist aber so. Jedenfalls glaube ich den Experimentalphysikern, die es überprüft haben. In den knapp 120 Jahren, die inzwischen vergangen sind, wäre zweifellos ans Licht gekommen, wenn es nicht wahr wäre. Es müsste schon eine extrem gute Verschwörung sein, die eine Lüge so lange aufrecht erhalten kann. Lügen haben kurze Beine, bekanntlich.
Außerdem sind die logischen Überlegungen Einsteins nicht wirklich schwer zu verstehen, die ihn auf die Idee gebracht haben. Nicht viel schwerer als das, was wir bis jetzt hier logisch entwickelt haben...
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Nur zur Erinnerung: Nach deiner Vorgabe ruht die Uhr D im Zug, folglich hat der ganze Zug diese zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ggü. dem Gleis:
Die D, also die bewegbare Uhr im Zug, ruhe zum Zug. [... ] Nun macht der Zug eine Testfahrt [...]
Uhr A und Uhr D sind auf gleicher Höhe im Zug, beide in Zugmitte. [...] Sobald die Zugmitte mit den beiden Uhren A und D bei F ankommt [...]
Weil D im Zug ruht, brauchen wir den Zug hier gar nicht. Faktisch bewegt sich einfach die Uhr D ggü. dem Gleis mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.