Lieber Ernst,
Zitat:
„Das ist ja alles eine entsetzliche Vorstellung. Selbst bei Galilei liegen nach der Transformation nicht alle Punkte auf einem festen ct'? Da mußt Du schon sehr schielen. Natürlich tun sie das.“
Sage ich ja, Du liest im falschen Buch.
Extra für Dich mit der Hoffnung, dass Du endlich das richtige Buch nimmst.

Nun, wo siehst Du gleiche ct’? Und wenn ich die Zeichnung aus Sicht von S’ nach der LT mache, dann wird der rote Kreis in v-Richtung (X-Achse) *Gamma gedehnt. Die blauen Kreise (das meint Einstein) bleiben erhalten und nach wie vor befindet sich jeder Punkt auf einem anderen Radius ct´. Die blauen Kreise gehören zu einer einzigen sich ausbreitenden Lichtsphäre. Bei Galilei sind es natürlich zwei Lichtsphären – eine in rot und eine in blau.
Zitat:
„Hier werden geschlossene Lösungen vorgestellt, d.h alle Punkte der Sphäre S werden nach S' transformiert. Und diese geschlossenen Lösung zeigt bei S' wieder eine Kugelsphäre.“
Abgesehen davon, dass so was nicht die gesuchte Lösung ist, ergibt die richtige Transformation unweigerlich einen Ellipsoid in v-Richtung gedehnt.
Zitat:
„Den von mir angezeigten und von galactic ausgeführten Rechenweg dazu werde ich kein zigstes mal reinkopieren.“
Du liest weiterhin im falschen Buch? Wer fragt danach? Diese transformierte Gleichung steht doch bei Einstein und wie ich mich erinnern kann, hat KEINER sie zu KEINER ZEIT beanstandet. Und diese transformierte Gleichung entspricht genau diesen, für Dich noch unverständlichen, blauen Kreisen, Radien – das sind die c*t´ über die Einstein redet. Lies doch endlich was er schreibt!
Nochmals, da Du eine Blockade hast: An einem Ort befinden sich zur Zeit 0 beide IS. Zu dieser Zeit = 0 und am diesen Ort wird ein Blitz ausgelöst. Beide IS behaupten, sie seien unbewegt, die LG rel. zu ihren Ursprüngen = c. Das bedeutet, jeder muss die sich ausbreitende Lichtsphäre als symmetrisch um seinen Ursprung „sehen“. Diese Lichtsphäre kann man nicht sehen – sehen, aber auch messen kann man nur Reflektionen. Als Vorgabe befinden sich mehrere Punkte, die symmetrisch auf Abstand ct (Radius im S) um S verteilt und im S unbewegt sind. Nach z.B. 1s = t erreicht diese Lichtsphäre gleichzeitig in S diese Punkte, reflektiert zurück und nach 2s wird von Ursprung S empfangen. S rechnet: hin und zurück = 2s. D.h. die Reflektionen fanden bei 1s statt und auf Abstand = c*t = c*1s. Sie sind sphärisch um mich verteilt, meine Lichtsphäre ist in Ordnung.
S´, das auch der Meinung ist, dass die Lichtwelle sich symmetrisch um ihm ausbreitet, sich aber vom Zentrum der sphärisch angeordneten Reflektionspunkte nach t ->LT-> t´*v bereits entfernt hat, wird die Reflektionen der einzelnen Punkten natürlich zu verschiedenen Zeiten empfangen – Rechnung: jede Reflektion (Ort des Punktes bei der Reflektion) fand statt bei t´1, t´2, t´3 usw. und entsprechend auf Abstand t´1*c, t´2*c usw. Ergebnis – die Reflektionspunkte befinden sich versetzt von S´ und bilden einen Ellipsoid.
Einstein: Zu überprüfen ist, ob die Koordinaten x,y,z jedes, einzeln für sich, dieser Punkte, die in S auf festem Radius c*t sich befinden und von der Lichtsphäre in S erfasst wurden, nach der Transformation einer sich mit c um den Ursprung von S´ ausbreitende Lichtsphäre entsprechen. Das bedeutet z.B. für Punkt 1: x1²+y1²+z1²-ct² = 0 dann muss x´1²+y´1²+z´1-ct´1² auch = 0 sein. Das und nichts anderes sagt er aus! Die rechnerische, eingebildete, sich um S´ ausbreitende Lichtsphäre, breitet sich tatsächlich nach der Maßstäbe des S´ mit c aus.
Zu keiner Zeit wird irgendeine komplette Sphäre transformiert. Und wenn Du unbedingt eine komplette Sphäre transformieren willst, dann ergibt sich in S´ nur einen Elipsoid – in v-Richtung gedehnt und von S´ versetzt – alles anderes ist falsch.
Zitat:
„Die Punkte x',y',z' in S' werden zu unterschiedlichen Zeiten t gesehen. Denn jedem t in S ist ja ein x-abhängiges anderes t' in S' zugeordnet. Dabei erscheint ein Ellipsoid.“
Richtig! Die unterschiedlichen Zeiten SPIELEN KEINE ROLLE, da Punktereignisse UNBEWEGT zu jedem IS sind und weil die Punkte unterschiedlich weit vom S´-Ursprung entfernt sind.
Zitat:
„In der Zeitskala von S' mit t' werden sie natürlich wieder gleichzeitig gesehen. Und es ist eine Kugel.“
Unsinn hoch drei! In dem Moment als Du irgendwelche Gleichzeitigkeit in S´ bastelst, wirst Du die Koordinaten der Vorgabe verändern oder in dem Moment als Du Kugel bekommst, hast Du die LT eliminiert und bist bei GT gelangt. So viel Schmarrn an einer Stelle findet man selten.
Zitat:
„Sie sind richtig im Sinne der Einsteinschen SRT“
Wie kannst Du das beurteilen, wenn Du hier gezeigt hast, dass die SRT Dir nicht ganz geläufig ist? Das hier behandelte Problem wird nach LT berechnet und die LT ist nur eine. Wo steht bei Einstein, oder sonst wo, das eine Kugel in einem unbewegten IS von dem anderen bewegten IS auch als Kugel gesehen wird? Da verwechselst Du etwas gewaltig. Wie oft muss ich Dir erklären, wann und wie das Relativitätspostulat gilt? Du versuchst mit Rücktransformation und RP – so geht das aber nicht, dann ist S -> S´ und S´-> S.
Mit der Hoffnung, dass Du endlich das richtige Buch findest
Liebe Grüße
Ljudmil