Realität-mal-so-mal-so

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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Mi 11. Sep 2024, 13:19

Rudi Knoth hat geschrieben:... Übrigens wird auf den Seiten 520 und folgende im §(3) dieses Dokumentes nachgewiesen, daß man keine Bewegung im Äther messen kann.

Gruß
Rudi Knoth

Blödsinn, z.B. GPS beweist, dass die Satelliten relativ zum Äther bewegt werden (da wird c+-v gemessen).

Sagnac hat 1913 den Äther nachgewiesen.

Übrigens Einstein selber behauptet, dass seine Theorie Schwachsinn ist.

Brief an Solovine: "...da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, dass er standhalten wird".
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Mi 11. Sep 2024, 13:22

Rudi Knoth hat geschrieben:@bumbumpeng » Mi 11. Sep 2024, 08:44

Und warum gibt es dann die "stellare Aberration"?

Gruß
Rudi Knoth

Wegen Trägheit der elektromagnetischen Wellen. Nichts einfacher als das.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon bumbumpeng » Mi 11. Sep 2024, 13:23

Rudi Knoth hat geschrieben:Und warum gibt es dann die "stellare Aberration"?
@Rudi Knoth, Ich kann nicht deuten, was du damit sagen willst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aberration_(Astronomie)
Z.B. ist das Folgende schon mal falsch.
Der Unterschied der Ausbreitungsrichtung von Licht in unterschiedlichen Inertialsystemen wird am einfachsten mit der Teilchentheorie des Lichts erklärt.
Licht hat mit Teilchen nichts zu tun.
Welcher Unterschied der Ausbreitungsrichtung soll das sein? Welche unterschiedlichen Inertialsysteme sollen denn gemeint sein?
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Mi 11. Sep 2024, 13:23

Lagrange hat geschrieben:Sagnac hat 1913 den Äther nachgewiesen.

Bitte das Paper verlinken das den Äther nachweist, ansonsten die vorherigen Seiten lesen und verstehen.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Mi 11. Sep 2024, 13:27

Skeptiker hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Sagnac hat 1913 den Äther nachgewiesen.

Bitte das Paper verlinken das den Äther nachweist, ansonsten die vorherigen Seiten lesen und verstehen.

Sagnac lesen.

https://fr.wikisource.org/wiki/L%E2%80% ... ontr%C3%A9

https://fr.wikisource.org/wiki/Sur_la_p ... r_lumineux
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Mi 11. Sep 2024, 13:36

Lagrange hat geschrieben:Sagnac lesen.


Georges Sagnac führte im Jahr 1913 ein Experiment durch, das als **Sagnac-Interferometer** bekannt wurde. In diesem Experiment wurde ein Lichtstrahl in zwei Strahlen aufgeteilt, die in entgegengesetzte Richtungen entlang eines rotierenden Ringsystems liefen. Anschließend wurden die beiden Lichtstrahlen wieder vereint, und das resultierende Interferenzmuster wurde analysiert. Sagnac stellte fest, dass sich das Interferenzmuster verschob, wenn sich das Ringsystem drehte, was als **Sagnac-Effekt** bekannt ist.

Sagnac interpretierte seine Ergebnisse als einen Beweis für die Existenz eines stationären **Äthers**, durch den sich das Licht bewegt. Er dachte, dass die Lichtgeschwindigkeit relativ zum Äther konstant sei, und dass die Rotation des Ringsystems eine Bewegung relativ zum Äther verursachte, was zu der beobachteten Verschiebung des Interferenzmusters führte.

### Sagnac-Effekt: Was wurde wirklich bewiesen?

Der Sagnac-Effekt zeigt tatsächlich, dass es bei einer Rotation eine **Zeitverzögerung** zwischen den beiden Lichtstrahlen gibt, die in entgegengesetzte Richtungen um das rotierende System laufen. Diese Verzögerung entsteht aufgrund der relativen Bewegung der Lichtquelle und des Detektors, die durch die Rotation verursacht wird. Dies kann leicht mit der **Relativbewegung von Licht und einem rotierenden Bezugssystem** erklärt werden.

### Moderne Interpretation:
Die Ergebnisse von Sagnac werden heute nicht als Bestätigung eines Äthers, sondern als Konsistent mit der **Relativitätstheorie** verstanden. In einem rotierenden Bezugssystem gibt es eine zusätzliche Bewegungskomponente, die eine **Phasenverschiebung** zwischen den beiden Lichtstrahlen verursacht. Dies ist ein rein kinematischer Effekt, der in der speziellen Relativitätstheorie und sogar in der klassischen Physik ohne die Annahme eines Äthers beschrieben werden kann.

- **Spezielle Relativitätstheorie (SRT)**: Die spezielle Relativitätstheorie kann den Sagnac-Effekt erklären, indem sie berücksichtigt, dass sich das Bezugssystem (die rotierende Plattform) relativ zum Lichtstrahl bewegt. Die Theorie besagt, dass sich Lichtstrahlen unabhängig von der Bewegung der Quelle oder des Beobachters mit konstanter Geschwindigkeit bewegen. Die beobachtete Zeitverzögerung ist das Ergebnis der Relativbewegung zwischen der Plattform und den Lichtstrahlen und nicht ein Hinweis auf einen Äther.

- **Allgemeine Relativitätstheorie (ART)**: Auch in der allgemeinen Relativitätstheorie kann der Effekt durch die Eigenschaften von Raum und Zeit in rotierenden Bezugssystemen erklärt werden, ohne die Existenz eines Äthers anzunehmen.

### Anwendung des Sagnac-Effekts:
Der Sagnac-Effekt hat praktische Anwendungen, insbesondere in der modernen Navigationstechnologie. **Ringlaser-Gyroskope**, die auf dem Sagnac-Effekt basieren, werden in **Flugzeugen**, **Raumfahrzeugen** und **Navigationssystemen** verwendet, um Rotationen präzise zu messen. Diese Geräte funktionieren nach den Prinzipien der Relativitätstheorie, nicht der Äthertheorie.

### Fazit:
Das Sagnac-Experiment bewies keinen stationären Äther, wie Georges Sagnac vermutete. Der beobachtete Effekt lässt sich vollständig durch die spezielle Relativitätstheorie erklären. Während Sagnac seine Ergebnisse als Beweis für einen Äther interpretierte, widerlegt die moderne Physik die Notwendigkeit eines solchen Mediums zur Ausbreitung von Licht und erklärt den Effekt durch die Relativbewegung zwischen Lichtstrahlen und einem rotierenden Bezugssystem.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon bumbumpeng » Mi 11. Sep 2024, 13:56

Rudi Knoth hat geschrieben:Und warum gibt es dann die "stellare Aberration"?
@Rudi Knoth,,
Folgendes:
Entscheidend ist die Orbitalgeschwindigkeit der Erde um die Sonne von ungefähr 30 km/s,
womit in 6 Monaten eine
maximale Geschwindigkeitsdifferenz von ungefähr 60 km/s gegeben ist. Dadurch ist der Fixsternhimmel aus Sicht der Erde als Ganzes in Bewegung.
Meine Vermutung ist die, dass es hiermit zusammen hängen könnte?
Zum Frühlingsanfang bewegt sich die Erde in die eine Richtung und zum Herbstanfang in die entgegengesetzte.

Worauf führst du es zurück?

Wir haben aber auch noch die Geschwindigkeit des Sonnensystems insgesamt mit ca. 220 km/s.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Mi 11. Sep 2024, 14:13

bumbumpeng hat geschrieben:Meine Vermutung ist die, dass es hiermit zusammen hängen könnte?
Zum Frühlingsanfang bewegt sich die Erde in die eine Richtung und zum Herbstanfang in die entgegengesetzte.

Die **stellare Aberration** ist ein Phänomen, das 1727 von dem britischen Astronomen **James Bradley** entdeckt wurde und das sich auf die scheinbare Verschiebung der Position von Sternen bezieht, die durch die Bewegung der Erde um die Sonne verursacht wird. Es ist ein direkter Beweis für die Bewegung der Erde und liefert wichtige Informationen über die Natur des Lichts und die Lichtgeschwindigkeit.

### Was ist die stellare Aberration?

Die stellare Aberration tritt auf, weil sich die Erde um die Sonne bewegt, während das Licht von einem entfernten Stern eine konstante Geschwindigkeit hat. Die Geschwindigkeit der Erde in ihrer Umlaufbahn beträgt etwa 30 km/s, während die Lichtgeschwindigkeit etwa 300.000 km/s beträgt. Durch die Kombination dieser beiden Bewegungen ergibt sich eine kleine Winkelabweichung in der scheinbaren Position eines Sterns am Himmel. Dieser Winkel ist als **Aberrationswinkel** bekannt.

### Grundidee:
Stell dir vor, du stehst im Regen und hältst einen Schirm senkrecht über dich. Wenn der Regen gerade von oben fällt und du stillstehst, bleibst du trocken. Wenn du jedoch beginnst, dich zu bewegen, musst du den Schirm leicht nach vorne neigen, um den Regen abzufangen, da sich der Regen nun relativ zu deiner Bewegung in einem anderen Winkel zu dir bewegt. Ähnlich verhält es sich mit dem Licht der Sterne. Die Erde bewegt sich durch den Weltraum, und dadurch wirkt das Licht des Sterns so, als ob es aus einem leicht anderen Winkel kommt.

### Wichtige Punkte zur stellaren Aberration:

1. **Bewegung der Erde**: Da sich die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne bewegt, ändert sich die Richtung, in die das Licht eines Sterns auf die Erde trifft. Dies führt dazu, dass ein Stern während eines Jahres einen kleinen scheinbaren Kreis oder eine Ellipse am Himmel durchläuft. Diese Bewegung wird durch die Aberration verursacht.

2. **Aberrationswinkel**: Der Winkel der Aberration ist proportional zur Geschwindigkeit der Erde im Verhältnis zur Lichtgeschwindigkeit. Der maximale Winkel, der durch die Bewegung der Erde verursacht wird, beträgt etwa 20,5 Bogensekunden. Dies entspricht der maximalen scheinbaren Verschiebung eines Sterns am Himmel aufgrund der Aberration.

\[
\tan(\theta) = \frac{v}{c}
\]

Dabei ist \( v \) die Geschwindigkeit der Erde (etwa 30 km/s) und \( c \) die Lichtgeschwindigkeit (etwa 300.000 km/s). Da \( v \) im Vergleich zu \( c \) sehr klein ist, ist der Winkel \( \theta \) ebenfalls klein, etwa 20,5 Bogensekunden.

3. **Periodische Bewegung**: Da die Bewegung der Erde um die Sonne eine periodische (jährliche) Bewegung ist, führt dies dazu, dass die Position eines Sterns am Himmel im Laufe eines Jahres ein kleines Ellipsoid beschreibt. Diese Bewegung ist unabhängig von der Parallaxe, die durch die Veränderung der Position der Erde in ihrer Umlaufbahn entsteht, sondern wird rein durch die Aberration verursacht.

### Historische Bedeutung:
- **Bestätigung der Bewegung der Erde**: Bradleys Entdeckung der stellaren Aberration war einer der ersten eindeutigen Beweise für die Bewegung der Erde um die Sonne, da dieses Phänomen nur durch die Relativbewegung der Erde und des Sternenlichts erklärt werden konnte.
- **Beweis der Lichtgeschwindigkeit**: Die stellare Aberration lieferte auch einen indirekten Beweis für die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit. Die Tatsache, dass die Aberration von der Geschwindigkeit der Erde abhängt, zeigte, dass das Licht eine endliche Geschwindigkeit hat.

### Zusammenhang mit dem Äther:
Zu Bradleys Zeit wurde die Existenz eines „Äthers“ als Medium zur Ausbreitung des Lichts angenommen. Die stellare Aberration konnte jedoch nicht mit der Annahme eines stationären Äthers erklärt werden. Da die Aberration keine saisonalen Unterschiede in Bezug auf den Äther zeigte, deutete dies darauf hin, dass das Licht keine spezifische Referenz zu einem Äther benötigte. Später, mit der Entwicklung der **spezielle Relativitätstheorie** von Einstein, wurde die Notwendigkeit eines Äthers vollständig abgeschafft, und die Aberration wurde vollständig als Folge der Relativbewegung zwischen der Erde und den Lichtquellen erklärt.

### Fazit:
Die **stellare Aberration** ist eine Verschiebung der scheinbaren Position von Sternen, die durch die Bewegung der Erde in ihrer Umlaufbahn um die Sonne verursacht wird. Sie liefert wichtige Hinweise auf die Geschwindigkeit des Lichts und die Bewegung der Erde und war ein entscheidender Beweis für die heliozentrische Theorie. Die Aberration wird heute vollständig durch die Relativitätstheorie und die konstante Lichtgeschwindigkeit erklärt, ohne die Notwendigkeit eines Äthers.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon bumbumpeng » Mi 11. Sep 2024, 14:20

Skeptiker hat geschrieben:
bumbumpeng hat geschrieben:M&M beweist mit dem Null-Resultat, dass die Erde ihre Felder mitführt. Genau wie ein Magnet.

Die Idee, dass der Äther "mitgeführt" wird, um die Ergebnisse des Michelson-Morley-Experiments zu erklären, wurde tatsächlich vorgeschlagen. Es handelt sich um die sogenannte mitgeführte Äthertheorie oder Stokes'sche Äthertheorie. Diese Theorie besagt, dass der Äther nicht stationär ist, sondern durch die Bewegung der Erde teilweise oder vollständig mitgeführt wird. Diese Theorie sollte erklären, warum im Michelson-Morley-Experiment keine Äther-Wind-Effekte gemessen wurden. Allerdings gibt es mehrere Gründe, warum diese Idee nicht funktioniert und letztlich verworfen wurde.

Was ist hier zu sehen???
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... s2.svg.png
Bild
Tja, ich sehe deutlich Feldlinien um die Sonne und Feldlinien um die Erde.
Wenn jetzt die Erde z.B. linksrum nach oben wandert, was passiert mit den Feldern? bleiben die rechts stehen oder wandern die mit?

Diesen angenommenen Ätherwind mit parallelen Feldlinien gibt es definitiv nicht.

Das gesamte Universum kennt nur sphärische Felder um die jeweiligen Himmelskörper.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Mi 11. Sep 2024, 14:35

bumbumpeng hat geschrieben:Was ist hier zu sehen???

Das Bild zeigt die **Lagrange-Punkte** in einem System aus zwei Himmelskörpern (hier vermutlich die Sonne und die Erde). Lagrange-Punkte sind besondere Positionen im Weltraum, an denen die Gravitationskräfte zweier großer Himmelskörper (z. B. Sonne und Erde) und die Zentrifugalkraft eines dritten, kleineren Körpers (z. B. eines Satelliten) im Gleichgewicht sind. Diese Punkte sind benannt nach dem Mathematiker **Joseph-Louis Lagrange**, der ihre Existenz 1772 postulierte.

### Erläuterung der Lagrange-Punkte im Bild:

1. **L1**: Dieser Punkt liegt zwischen den beiden Himmelskörpern (Sonne und Erde). Ein Objekt an diesem Punkt bleibt durch das Gleichgewicht der Gravitationskräfte der beiden Körper stabil. Ein Satellit an L1 kann daher ständig die Sonne beobachten (wie das Sonnensonde SOHO).

2. **L2**: L2 liegt auf der Seite der Erde, die der Sonne abgewandt ist. An diesem Punkt bleibt ein Objekt relativ zur Erde stabil, obwohl es sich weiter von der Sonne entfernt befindet.

3. **L3**: Dieser Punkt liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Sonne, relativ zur Erde. Objekte hier wären immer auf der anderen Seite der Sonne, versteckt vor der Erde.

4. **L4** und **L5**: Diese beiden Punkte bilden die Spitzen eines gleichseitigen Dreiecks mit der Sonne und der Erde. Sie sind besonders stabil und werden oft als Orte betrachtet, an denen sich Objekte langfristig ansammeln können (wie die Trojanischen Asteroiden im Sonnensystem).

Die blauen und roten Pfeile im Bild zeigen die Bewegungsrichtungen und möglicherweise die Gravitations- oder Zentrifugalkräfte an, die auf Objekte in diesen Punkten wirken. L4 und L5 sind aufgrund ihrer Stabilität interessante Punkte für wissenschaftliche Missionen oder mögliche Ansammlungen von Objekten wie Asteroiden.

### Anwendung:
Lagrange-Punkte sind besonders nützlich für Raumfahrtmissionen, da Satelliten in diesen Punkten verhältnismäßig wenig Treibstoff benötigen, um in Position zu bleiben.
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