Angebliche Fehler in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Lagrange » Fr 11. Okt 2024, 12:57

Skeptiker hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:Wo hat sich das erledigt? Habe ich da was versäumt?

Offensichtlich, c+/-v ist keine Geschwindigkeit, sondern eben nur die Strecken L1 und L2.
Schneller oder langsamer wird da gar nichts.

Schneller und langsamer gibt es im bewegten System, aber das verstehst du nicht. :lol:
Hat Harald mit der Stoppuhr gemessen, wenn von der Animation die Rede ist.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Skeptiker » Fr 11. Okt 2024, 12:59

Lagrange hat geschrieben:Schneller und langsamer gibt es im bewegten System, aber das verstehst du nicht. :lol:
Hat Harald mit der Stoppuhr gemessen.

Harald hat gar nichts gemessen.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Fr 11. Okt 2024, 13:04

Lagrange hat geschrieben:Offensichtlich, c+/-v ist keine Geschwindigkeit, sondern eben nur die Strecken L1 und L2.
Schneller oder langsamer wird da gar nichts.

Rudi Roth hat sogar bemerkt, dass das was man sieht Galilei ist und nicht Einstein.
Einstein ist
tB-tA=t'A-tB !!
Das sieht man nicht. Hätten sie Beobachter ihre Uhren auf diese Weise überprüft, wären die Uhren synchron vorgefunden worden. Sie waren aber asynchron eben genau wegen c+/-v !
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Frau Holle » Fr 11. Okt 2024, 13:05

Lagrange hat geschrieben:Die Uhren sind mit c+v und c-v synchronisiert. Dabei wird angenommen, dass sie mit c synchronisiert sind, was offensichtlich nicht stimmt.

Die Uhren sind im Ruhesystem der Zeichenebene (deine Animation) korrekt gemäß Einstein synchronisiert. Sie zeigen in diesem Ruhesystem alle gleichzeitig die gleiche Zeit an, wie es sich gehört.

  • Zum Startzeitpunkt tA der Uhr A, wenn der Lichtpuls bei der Uhr A am linken Ende vom Stab startet, zeigt auch die Uhr am rechten Ende vom Stab B dieselbe Zeit tB an: tA = tB.
  • Zum Zeitpunkt tB der Reflektion, wenn der Lichtpuls am rechten Ende vom Stab reflektiert wird, zeigt auch die Uhr A dieselbe Zeit tA an: tB = tA.
So wird die Laufzeit tAB des Lichtpulses entlang der Strecke L1 zwischen Start bei A und Reflektion bei B korrekt festgestellt: tAB = tB – tA, und seine Geschwindigkeit in diesem Ruhesystem ist c = L1/tAB, gemäß der bekannten Formel der klassischen Mechanik: Geschwindigkeit = Weg/Zeit.

Die mit dem Stab ggü. der Zeichenebene bewegten Beobachter bei den Uhren A und B am linken und rechten Ende vom Stab registrieren genau diese Uhrzeiten tA und tB.

So ist es und nicht anders. Siehe meinen zweiten Beitrag auf Seite 1 hier im Faden, wo Einstein es in seinem §2 so darstellt.

Stab Einstein §2.png
Stab Einstein §2.png (15.58 KiB) 541-mal betrachtet

Diese mitbewegten Beobachter bei A und B im Ruhesystem des Stabes registrieren aber, dass sich der Lichtpuls in dieser Zeit tAB = tB – tA nur entlang der Stablänge L0 bewegt hat, vom linken zum rechten Ende. Seine Geschwindigkeit ist also scheinbar cstab =  L0/tAB, was langsamer als die postulierte absolute Geschwindigkeit c = L1/tAB ist: Es wäre dann cstab = c–v.

Die im Ruhesystem des Stabes registrierte LG cstab entspricht also nicht dem Postulat, wonach die LG in jedem Ruhesystem immer mit c registriert wird. Falls das der Fall ist, dann, und nur dann, zeigen alle Uhren im Ruhesystem immer gleichzeitig die gleiche Zeit. Da es im Stabsystem aber scheinbar nicht der Fall ist, zeigen sie im Umkehrschluss eben nicht gleichzeitig die gleiche Zeit, d.h. sie laufen nicht synchron. Damit ist die Relativität der Gleichzeitigkeit bewiesen. 8-)
 
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Lagrange » Fr 11. Okt 2024, 13:06

Poincaré hat geschrieben:Die allerscharfsinnigste Idee ist die der lokalen Zeit. Denken wir uns zwei Beobachter, die ihre Uhren nach optischen Signalen regulieren wollen. Sie tauschen Signale; da sie aber wissen, daß die Übertragung des Lichtes nicht augenblicklich geschieht, müssen sie darauf bedacht sein, sie zu kreuzen. Wenn die Station B das Signal der Station A bemerkt, darf ihre Uhr nicht die gleiche Zeit zeigen wie die der Station A im Augenblick der Aussendung des Signals, sondern eine Zeit, die um einen konstanten, die Dauer der Übertragung bedeutenden Zeitraum später ist. Nehmen wir zum Beispiel an, daß die Station A ihr Signal abgibt, wenn ihre Uhr Null zeigt, und die Station B es bemerkt, wenn [142] ihre Uhr t zeigt. Die Uhren sind gerichtet, wenn die t gleiche Verzögerung die Dauer der Übertragung bedeutet, und um es zu erproben, sendet die Station B ihrerseits ein Signal, wenn ihre Uhr auf Null steht, und die Station A muß es nun bemerken, wenn ihre Uhr t zeigt. Dann sind die Uhren reguliert.

Und wirklich zeigen sie die gleiche Zeit im gleichen physischen Augenblick, aber unter einer Bedingung, daß die beiden Stationen feststehend sind. Im entgegengesetzten Fall wird die Dauer der Übertragung in den beiden Richtungen nicht die gleiche sein, da die Station A zum Beispiel der optischen Störung, die von B ausgeht, entgegenkommt, während die Station B vor der von A ausgehenden Störung flieht. Die auf diese Weise gerichteten Uhren zeigen also nicht die wahre Zeit; was sie zeigen, könnte man lokale Zeit nennen; die eine wird gegen die andere nachgehen. Es liegt aber nichts daran, da wir kein Mittel haben, es zu bemerken. Alle Erscheinungen, die zum Beispiel in A entstehen, verspäten sich, aber sie tun es alle gleichmäßig, und der Beobachter wird es nicht bemerken, weil seine Uhr nachgeht; also hat er, wie es das Prinzip der Relativität verlangt, gar kein Mittel zu wissen, ob er in absoluter Ruhe oder in Bewegung ist.

GPS zeigt, dass sich Poincaré und Einstein geirrt haben. Eine richtige Synchronisation ist sehr wohl möglich, so dass wahre Zeit angezeigt wird.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 11. Okt 2024, 13:37

Harald Maurer hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:C+/-V hat sich ja gerade erledigt. Und alles andere ist auch schon klar geworden das es ausschließlich auf Missverständnissen der Kritiker beruht.

Wo hat sich das erledigt? Habe ich da was versäumt?
Das Licht-Signal zur Überprüfung der Uhren hat im Stabsystem lt. Einstein
tB-tA=rAB/V-v und t'A-tB=rAB/V+v
Die Missverständnisse liegen offenbar bei Dir!


Nein. Das Ergebnis dieses Gedankenexperimentes kann auch so interpretiert werden, daß die Uhren im "ruhenden System", also in dem der Stab sich bewegt, nicht im System des Stabes synchron gehen.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Skeptiker » Fr 11. Okt 2024, 13:43

Harald Maurer hat geschrieben:Rudi Roth hat sogar bemerkt, dass das was man sieht Galilei ist und nicht Einstein.

Das was man sieht ist der mit konstanter Geschwindigkeit bewegte rote Punkt. Einstein oder Newton sind da noch gar nicht nötig. Das wäre erst nötig wenn man die Bewegung des Roten Punktes im Ruhesystem des Stabes beschreiben wollen würde.
Das ist dann bei Einstein und Newtonnunterschiedlich aber es zeigt sich in entsprechenden Expperimenten das Einstein Berechnungen zu bessere Ergebnissen führt die auch tatsächlich beobachtet werden.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 11. Okt 2024, 13:47

Harald Maurer hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Offensichtlich, c+/-v ist keine Geschwindigkeit, sondern eben nur die Strecken L1 und L2.
Schneller oder langsamer wird da gar nichts.

Rudi Roth hat sogar bemerkt, dass das was man sieht Galilei ist und nicht Einstein.
Einstein ist
tB-tA=t'A-tB !!
Das sieht man nicht. Hätten sie Beobachter ihre Uhren auf diese Weise überprüft, wären die Uhren synchron vorgefunden worden. Sie waren aber asynchron eben genau wegen c+/-v !


Nun gut mein Nachname ist Knoth. Nun zu Galilei und Einstein:

Dies wurde in diesem Post von mir erwähnt. Mit dem Satz:

Rudi Knoth hat geschrieben:Aber nach Galilei. Und das ergibt natürlich ein anderes Ergebnis als das Postulat von Einstein.


wollte ich zum Ausdruck bringen, daß du mit der "alten Galilei-Transformation" die Relativgeschwindigkeit im Ruhesystem des Stabes rechnest und daher die unterschiedlichen Lichtgeschwindigkeiten berechnest. Bei Einstein ist das aber nach seinem Postulat nicht de Fall.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Lagrange » Fr 11. Okt 2024, 14:15

Rudi Knoth hat geschrieben:...
Rudi Knoth hat geschrieben:Aber nach Galilei. Und das ergibt natürlich ein anderes Ergebnis als das Postulat von Einstein.


wollte ich zum Ausdruck bringen, daß du mit der "alten Galilei-Transformation" die Relativgeschwindigkeit im Ruhesystem des Stabes rechnest und daher die unterschiedlichen Lichtgeschwindigkeiten berechnest. Bei Einstein ist das aber nach seinem Postulat nicht de Fall.

Gruß
Rudi Knoth

Nach Einstein müsste man mit rechnen. Damit erhält man gleich synchrone Uhren in jedem IS.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Lagrange » Fr 11. Okt 2024, 14:26

Frau Holle hat geschrieben:...
Die im Ruhesystem des Stabes registrierte LG cstab entspricht also nicht dem Postulat, wonach die LG in jedem Ruhesystem immer mit c registriert wird. Falls das der Fall ist, dann, und nur dann, zeigen alle Uhren im Ruhesystem immer gleichzeitig die gleiche Zeit. Da es im Stabsystem aber scheinbar nicht der Fall ist, zeigen sie im Umkehrschluss eben nicht gleichzeitig die gleiche Zeit, d.h. sie laufen nicht synchron. Damit ist die Relativität der Gleichzeitigkeit bewiesen. 8-)
 

Nein, bewiesen ist, dass sich die Lichtsignale im bewegten System mit c-v und c+v ausbreiten.
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