Lieber Ernst,
lassen wir die dämliche Komplimente zur Seite. Die Entscheidung, wer was wie verstanden hat, hat Dir Harald jetzt geliefert.
„Ein einziger Punkt repräsentiert keine Kugelgleichung, sondern eine Strecke zum Ursprung des KSs. Auf diese Weise kann man zwar zeigen, daß für den einen Punkt c=konst gilt, mehr nicht. Eine Schwalbe macht keinen Sommer und ein Punkt macht keine Kugel. Zum Nachweis einer Kugel gehören viele Punkte. Die geschlossene Rechnung beinhaltet alle Punkte.“
Richtig, was Du aber übersiehst ist, dass ich geschrieben habe
„Dafür nimmt er die Koordinaten eines einzigen materiellen Punktes – und das reicht.“, weil die Betrachtung der restlichen Punkte, wie das im Kindergarten gemacht wird, das bestätigen würde. Wenn man kurz nachdenkt, oder auch nachrechnet – alle Punkte der S-Sphäre bilden den Ellipsoid – jeder dieser Punkte wird aber auf eine Sphäre um S´, die sich mit c ausbreitet, liegen und werden nacheinander ergriffen.
„Du wirst Dich, wie in anderen Fällen, von Deiner einmal gefaßten Meinung kein Stück lösen können.“
Und wieso sollte ich, wenn ich, wie Du endlich sehen kannst, richtig liege?
Es ging ja darum, was Einstein meint – offensichtlich genau das, was ich auch gemeint habe.
„Das funktioniert sowohl mittels Transformation der Ortskoordinaten der bewegten Spärenpunkte als auch mittels Transformation der Geschwindigkeit der Spärenpunkte.“
Mit der Transformation der Ortskoordinaten habe ich es gezeigt

, was die „Transformation der Geschwindigkeiten“ betrifft, zeige ich Dir jetzt ein Spielchen:
Wir haben die gleiche Konstellation:
S ist unbewegt, S´ist mit v im Sinne der positiven X-Achse mit v bewegt. Aus S werden Punkte in (-) und (+) – x-Richtung geschossen, oder wenn Dir lieber ist, Wellen mit der Geschwindigkeit w.
w = 0,99c, v steigert sich, wir betrachten nur die herausgeschossene Punkte, Welle in positive x-Richtung aus S´-Sicht (v ist dann negativ). In die negative x-Richtung ist klar – u´ wächst schnell bis annähernd –1c und wird gekappt.
Die Formel lautet: u´ = (w + v)/(1 + w*v/c²)
v = -0,4c; u´ = 0,977c
v = -0,6c; u´ = 0,961c
v = -0,8c; u´ = 0,913c
v = -0,98c; u´ = 0,336c
v = -0,99c; u´ = 0c
Wie man sieht, mit Erhöhung von v wird die rel, Geschw. immer kleiner und bei v = w wird 0 - genauso wie nach Galilei.
Jetzt erhöhen wir w mit nur 0,01c auf 1c:
v = -0,99c; u´ = 1,0c !!! Mit Erhöhung von nur 0,01c springt u´ von 0c auf 1c !!
Wie kommt dieser Sprung zustande? Wohl v vernichtet, oder?
Was passiert, wenn wir nicht w, sondern v mit nur 0,01c erhöhen:
w = 0,99c; v = -1,0c; u´ = - 1,0c !!!
Von 0 springt auf Minus 1,0c !!! Wohl ist w jetzt gekillt, oder?
Und so was nennen einige Leute Physik.
Irgendwo habe ich gelesen, dass die G-Addition nur dann einen Sinn ergibt, wenn beide zu summierenden Geschwindigkeiten kleiner als c sind, hast Du so was auch gelesen? Die „Erklärung“ mit der G-Addition kannst Du also getrost vergessen.
Liebe Grüße
Ljudmil