Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Fr 2. Mai 2025, 23:09

Frau Holle hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Also Bezugssysteme speziell Koordinatensysteme sind für eine Konstellation wie dieser im Prinzip von der Zahl nicht begrenzt. In dem Fall vom ZP sind drei Bezugssysteme interessant.

Zwei mal zwei. Bewegung und Ruhe sind relativ.

Es sind drei. Das Ruhesystem der Erde verdoppelt sich nicht, es bleibt dasselbe.
Das Ruhesystem des Reisenden ist auf der Hinreise ein anderes als auf der Rückreise.
Die Relativgeschwindigkeit ist auf der Hinreise auch anders als auf der Rückreise.
Beschleunigung ist nicht relativ.

Bis 3 zählen kann schon schwer sein, gelle.

Lagrange hat geschrieben:Es sind vier. Im Bezugssystem Rakete bewegt sich die Erde.

Das ändert nichts an der Erde und ihrem Ruhesystem. Die Rakete hat darauf keinen Einfluss.

Lagrange hat geschrieben:Ist es so schwierig, sich die Rakete als ruhend vorzustellen?

Nö, ist ganz einfach. Sie ruht während der Hinreise in einem Ruhesystem und der Rückreise in einem anderen Ruhesystem. Das sind mindestens zwei verschiedene für die Rakete. Je nachdem, wie sie bei der Umkehr bremst und beschleunigt sogar noch einige mehr. Beschleunigung ist nicht relativ.
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 3. Mai 2025, 06:03

Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:...
Nur zwei Bezugssysteme sind zulässig, Bezugssystem von Zwilling A und Bezugssystem von Zwilling B.



Wer hat das denn festgelegt?

Die Natur. ZD der SRT hängt vom Bezugssystem ab.


Wo steht dies denn? Wie ich vorher schrieb, sind Bezugssysteme in der Form von Koordinatensysteme vom Physiker nach Zweckmässigkeitsgründen gewählt. Das kann bei Experimenten das Labor, das Ruhesystem eines Teilchens oder etwa der Schwerpunkt bei eines Teilchenpaars (Target und beschleunigtes Teilchen) sein.
Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Also Bezugssysteme speziell Koordinatensysteme sind für eine Konstellation wie dieser im Prinzip von der Zahl nicht begrenzt. In dem Fall vom ZP sind drei Bezugssysteme interessant.

Gruß
Rudi Knoth

Zwei mal zwei. Bewegung und Ruhe sind relativ.


Diese Zählung ist schon seltsam. Hier meine Sammlung der Bezugssysteme für dieses Problem:

1 Das Ruhesystem, in dem die Strecke (Sonnensystem und ferner Stern) ruht. Darin ruht natürlich auch der "ruhende Zwilling".
2. Ein Koordinatensystem, dessen Ursprung sich vom Ausgangspunkt zum Zielpunkt mit der Reisegeschwindigkeit konstant bewegt. Also ein Inertialsystem wie System 1.
3. Ein Koordinatensystem, dessen Ursprung sich vom Zielpunkt zum Ausgangspunkt mit der Reisegeschwindigkeit konstant bewegt. Also ein Inertialsystem wie System 1 und 2.

In all diesen drei Bezugssystemen ergibt sich dasselbe Verhältnis der Zeiten für die beiden Zwillinge.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 3. Mai 2025, 06:11

@bumbumpeng gestern 18;57

bumbumpeng hat geschrieben:Und die Amikaner hatte einen Zwilling im Orbit für ca. ein knappes Jahr. Dieser Zwilling litt nach der Rückkehr an mehreren Alterswehwehchen. Nix mit langsamer altern !!!
Das Altern richtet sich nicht nach der Geschwindigkeit, mit der man unterwegs ist, sondern nach den Bedingungen für den Organismus und die sind im Weltraum kontraproduktiv.


Natürlich sollten die Bedingungen für beide Zwillinge sonst gleich sein, weshalb es auch ein Szenario des ZP mit konstanter Beschleunigung von 1g für den "reisenden Zwilling" gibt. Die Berechnung ist dann aber komplizierter. Auf der ISS ist ja "Schwerelosigkeit", an die der menschliche Körper nicht ganz angepasst ist.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon bumbumpeng » Sa 3. Mai 2025, 08:22

Rudi Knoth hat geschrieben:Natürlich sollten die Bedingungen für beide Zwillinge sonst gleich sein, weshalb es auch ein Szenario des ZP mit konstanter Beschleunigung von 1g für den "reisenden Zwilling" gibt. Die Berechnung ist dann aber komplizierter. Auf der ISS ist ja "Schwerelosigkeit", an die der menschliche Körper nicht ganz angepasst ist.
Wie willst du das realisieren mit 1 G ? Du müsstest ständig beschleunigen.
Frage: Was brauchst du dafür? - Treibstoff und Oxydator. Woher wills du das nehmen?
Also ist das eine weitere Luftnummer.
Wir sind demzufolge wieder am Ausgangspunkt angekommen: Einsteins Hirngespinste sind fernab jeglicher Realität.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 3. Mai 2025, 08:37

bumbumpeng hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Natürlich sollten die Bedingungen für beide Zwillinge sonst gleich sein, weshalb es auch ein Szenario des ZP mit konstanter Beschleunigung von 1g für den "reisenden Zwilling" gibt. Die Berechnung ist dann aber komplizierter. Auf der ISS ist ja "Schwerelosigkeit", an die der menschliche Körper nicht ganz angepasst ist.
Wie willst du das realisieren mit 1 G ? Du müsstest ständig beschleunigen.
Frage: Was brauchst du dafür? - Treibstoff und Oxydator. Woher wills du das nehmen?
Also ist das eine weitere Luftnummer.
Wir sind demzufolge wieder am Ausgangspunkt angekommen: Einsteins Hirngespinste sind fernab jeglicher Realität.


Also ob dies von Einstein erdacht wurde, kann ich nicht genau sagen. Dies ist nun mal ein Gedankenexperiment, in dem die Theorie an einem Beispiel erläutert wird. Genauso wie es keine so schnellen Züge gibt, sind solche Szenarien eher Veranschaulichungen als wirklich durchführbare Experimente.

Gruß
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Skeptiker » Sa 3. Mai 2025, 08:51

bumbumpeng hat geschrieben:Wie willst du das realisieren mit 1 G ? Du müsstest ständig beschleunigen.

Auf der Erde bist du ständig mit 1g beschleunigt, es geht also schon sehr einfach.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Sa 3. Mai 2025, 08:52

Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Zwei mal zwei. Bewegung und Ruhe sind relativ.


Diese Zählung ist schon seltsam. Hier meine Sammlung der Bezugssysteme für dieses Problem:

1 Das Ruhesystem, in dem die Strecke (Sonnensystem und ferner Stern) ruht. Darin ruht natürlich auch der "ruhende Zwilling".
2. Ein Koordinatensystem, dessen Ursprung sich vom Ausgangspunkt zum Zielpunkt mit der Reisegeschwindigkeit konstant bewegt. Also ein Inertialsystem wie System 1.
3. Ein Koordinatensystem, dessen Ursprung sich vom Zielpunkt zum Ausgangspunkt mit der Reisegeschwindigkeit konstant bewegt. Also ein Inertialsystem wie System 1 und 2.

In all diesen drei Bezugssystemen ergibt sich dasselbe Verhältnis der Zeiten für die beiden Zwillinge.

Gruß
Rudi Knoth

Die Strecke Erde-Stern bewegt sich zwei mal im Bezugssystem Rakete.
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Re: Wie versteht man gegeneinander langsamer gehende Uhren

Beitragvon Harald Maurer » Sa 3. Mai 2025, 09:20

Lagrange hat geschrieben:Die Strecke Erde-Stern bewegt sich zwei mal im Bezugssystem Rakete.

Logisch, das wird jeder Taferlklassler verstehen. Aber die Einstein-Apologeten hier dürfen das nicht begreifen, denn das ZP ist tatsächlich ein schönes Beispiel dafür, wie sich die SRT mit den eigenen Formeln zerstört!
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Skeptiker » Sa 3. Mai 2025, 09:22

Lagrange hat geschrieben:Die Strecke Erde-Stern bewegt sich zwei mal im Bezugssystem Rakete.

Sie bleibt aber immer ruhend im selben Inertialsystem. Soo schwer zu verstehen ist das doch nicht.
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Re: Wie versteht man gegeneinander langsamer gehende Uhren

Beitragvon Skeptiker » Sa 3. Mai 2025, 09:30

Harald Maurer hat geschrieben:Logisch, das wird jeder Taferlklassler verstehen.

Dies von Einsteinkritiketn, die schon bei 3 die Segel streichen. Ein Trauerspiel.
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