Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Skeptiker » So 4. Mai 2025, 12:32

Lagrange hat geschrieben:Das verstößt gegen das RP. Die SRT besagt: "Die Zeitdilatation fällt also – wie vom Relativitätsprinzip gefordert – in allen Inertialsystemen symmetrisch aus: Jeder misst, dass die Uhr des jeweils anderen langsamer läuft als seine eigene."

In deinem Beispiel werden zwei synchrone Uhren verwendet, damit man nicht zurückkehren muss, um Uhren zu vergleichen. Wenn Uhr C als ruhend betrachtet wird, bewegen sich Uhr A und Uhr B. Sie müssen also langsamer gehen als Uhr C.


Richtig erkannt: In jedem Inertialsystem misst man, dass eine fremde Uhr langsamer läuft als die eigene. Das Relativitätsprinzip verlangt diese vollkommene Symmetrie.

Fehlende Relativität der Simultanität: Wenn du Uhr C in ihrem Ruhesystem als „ruhend“ ansiehst, dann sind A und B bewegte Uhren – aber sie sind in C‘s Inertialsystem nicht synchron. Der Versuch, zwei Uhren A und B aus C‘s Sicht einfach als „gleichzeitig laufend“ anzunehmen, verstößt gegen die SRT: Gleichzeitigkeit ist nicht absolut.

Folge: Beim Treffen von C erst mit B und dann mit A wird C in beiden Betrachtungsrahmen tatsächlich weniger eigene Zeit anzeigen – aber in C‘s Rahmen liegt zwischen den Begegnungen von C–B und C–A keine äquidistante Zeitspanne, weil B und A nicht gleichzeitig läuten.

Nach der Speziellen Relativitätstheorie erfährt jede bewegte Uhr eine Zeitdilatation: In jedem Inertialsystem misst man, dass die fremde Uhr langsamer läuft als die eigene. Bewegt sich nun eine Uhr C an zwei im Ruhesystem synchronisierten Uhren A und B vorbei, so zeigt C bei den beiden Begegnungen jeweils weniger Eigenzeit an. Würde man C als ruhend wählen, wären A und B die bewegten Uhren – doch in Cs Bezugssystem sind A und B nicht mehr simultan synchronisiert. Dadurch bleibt das Relativitätsprinzip gewahrt, und es entsteht kein Widerspruch.

Wie immer versteht Lagrange nichtmal die Hälfte.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Skeptiker » So 4. Mai 2025, 12:44

Kurt hat geschrieben:Hier wird gesagt, dass die bewegte Uhr im Zug umso langsamer taktet je schneller sie unterwegs ist.
.

Das die bewegte Uhr langsamer taktet schreibt er nicht. Geht ja auch nicht. Eine Uhr taktet immer exakt so wie sie vom Erbauer erdacht ist. Eine Uhr die einfach taktet wie sie wollte wäre ja auch nutzlos.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » So 4. Mai 2025, 13:13

Frau Holle hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
In deinem Beispiel werden zwei synchrone Uhren verwendet, damit man nicht zurückkehren muss, um Uhren zu vergleichen.

Dabei ist es gemäß SRT immer so, dass die dritte Uhr zu den beiden anderen asynchron ist und nachgeht. Sie ist eindeutig bewegt von der einen zur anderen. ...

Sie ist nicht eindeutig bewegt, weil die Bewegung relativ ist.

Lagrange hat geschrieben:
Wenn Uhr C als ruhend betrachtet wird, bewegen sich Uhr A und Uhr B. Sie müssen also langsamer gehen als Uhr C.

Um das zu zeigen muss man entsprechend vergleichen: A geht nach ggü. zwei synchronen Uhren C und D. Denn A ist eindeutig bewegt von C nach D. ...

Uhr D wird nicht benötigt, da Uhren A und B synchron sind. Wir wissen dann, dass sie gleichzeitig gleiche Zeit anzeigen.

Bei Kurts Zugfahrerei z.B. kann man die Bahnhofsuhr A nacheinander mit zwei synchronen Zug-Uhren C und D vergleichen. Die Bahnhofsuhr ist asynchron zu den Zug-Uhren und geht nach ggü. diesen.

Was man feststellt hängt eben davon ab, welche Uhren man wo vergleicht. Das Ergebnis ist dann immer eindeutig.

Grund ist die Relativität der Gleichzeitigkeit (RdG): Was in einem Inertialsystem gleichzeitig ist – alle Uhren zeigen die gleiche Uhrzeit – ist im relativ dazu bewegten Inertialsystem nicht gleichzeitig. Die Uhren im eigenen Ruhesystem laufen synchron und die im anderen System nicht. Das ist symmetrisch, solange eine gleichförmige Relativbewegung vorliegt.

...

Gleichzeitigkeit ist nicht relativ, sondern absolut. Wenn zwei Uhren in einem BS synchron sind, dann sind sie in alle anderen Bezugssystemen synchron. Zwei Uhren können nicht "desynchronisieren", nur weil sich jemand relativ bewegt.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » So 4. Mai 2025, 13:33

Skeptiker hat geschrieben:...
Fehlende Relativität der Simultanität: Wenn du Uhr C in ihrem Ruhesystem als „ruhend“ ansiehst, dann sind A und B bewegte Uhren – aber sie sind in C‘s Inertialsystem nicht synchron. Der Versuch, zwei Uhren A und B aus C‘s Sicht einfach als „gleichzeitig laufend“ anzunehmen, verstößt gegen die SRT: Gleichzeitigkeit ist nicht absolut.
...

Das ist Unsinn. Gleichzeitigkeit ist in der SRT relativ, in Wahrheit ist sie absolut, wie wir von GPS wissen.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Skeptiker » So 4. Mai 2025, 14:29

Lagrange hat geschrieben:Das ist Unsinn. Gleichzeitigkeit ist in der SRT relativ, in Wahrheit ist sie absolut, wie wir von GPS wissen.

Natürlich ist Gleichzeitig relativ, nur du unterschlägst es halt immer und kommst daher zu unlogischen schlüssen.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » So 4. Mai 2025, 14:48

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
In deinem Beispiel werden zwei synchrone Uhren verwendet, damit man nicht zurückkehren muss, um Uhren zu vergleichen.

Dabei ist es gemäß SRT immer so, dass die dritte Uhr zu den beiden anderen asynchron ist und nachgeht. Sie ist eindeutig bewegt von der einen zur anderen.

Sie ist nicht eindeutig bewegt, weil die Bewegung relativ ist.

Was für ein Blödsinn! Wenn du nach Rom willst, musst dich eindeutig dort hin bewegen. Kannst gerne auch warten bis Rom zu dir kommt, weil Bewegung ja relativ ist. Rate mal wie lange du etwa warten musst. Ewig und drei Tage dürfte ungefähr stimmen, so pi mal Daumen gerechnet. 8-)

Um das zu erkennen braucht niemand eine Theorie über Bewegungen. Ein winziges bisschen gesunder Menschenverstand reicht aus. Was das über deinen aussagt liegt wohl auf der Hand.
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » So 4. Mai 2025, 15:28

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
Wenn Uhr C als ruhend betrachtet wird, bewegen sich Uhr A und Uhr B. Sie müssen also langsamer gehen als Uhr C.

Um das zu zeigen muss man entsprechend vergleichen: A geht nach ggü. zwei synchronen Uhren C und D. Denn A ist eindeutig bewegt von C nach D. ...

Uhr D wird nicht benötigt, da Uhren A und B synchron sind. Wir wissen dann, dass sie gleichzeitig gleiche Zeit anzeigen.

Wenn C als ruhend betrachtet wird, zeigen A und B nicht die gleiche Zeit. Im Ruhesystem von C ruhen andere Uhren, die immer die gleiche Zeit wie C anzeigen. A und B gehören nicht dazu.

Lagrange hat geschrieben:Gleichzeitigkeit ist nicht relativ, sondern absolut. Wenn zwei Uhren in einem BS synchron sind, dann sind sie in alle anderen Bezugssystemen synchron.

In der SRT ist das einfach falsch. Das ist es eben, was die RT unterscheidet von den früheren Vorstellungen etwa von Galilei und Newton. Dass es falsch ist, ergibt sich zwingend aus den beiden grundlegen Voraussetzungen 1. Relativitätsprinzip und 2. absolute Lichtgeschwindigkeit, was Einstein und andere eindeutig bewiesen haben.

Wieder wird deutlich, dass du die SRT einfach nicht kapierst.

Du kannst die Voraussetzungen anzweifeln soviel du willst. Tatsache ist: Wenn sie stimmen, dann stimmt auch die SRT. Und weil die SRT eindeutige Aussagen macht, kann man sie im Experiment überprüfen. Bis jetzt hat sie alle Prüfungen bestanden.
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » So 4. Mai 2025, 16:11

Frau Holle hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Uhr D wird nicht benötigt, da Uhren A und B synchron sind. Wir wissen dann, dass sie gleichzeitig gleiche Zeit anzeigen.

Wenn C als ruhend betrachtet wird, zeigen A und B nicht die gleiche Zeit. Im Ruhesystem von C ruhen andere Uhren, die immer die gleiche Zeit wie C anzeigen. A und B gehören nicht dazu.
...

Das ist ein Witz. Die Uhren sollen ihre Synchronisation verlieren, nur weil man sie als bewegt betrachtet. :lol: Durch welche Wirkung soll das geschehen?
Lagrange
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » So 4. Mai 2025, 16:16

Lagrange hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:...
Fehlende Relativität der Simultanität: Wenn du Uhr C in ihrem Ruhesystem als „ruhend“ ansiehst, dann sind A und B bewegte Uhren – aber sie sind in C‘s Inertialsystem nicht synchron. Der Versuch, zwei Uhren A und B aus C‘s Sicht einfach als „gleichzeitig laufend“ anzunehmen, verstößt gegen die SRT: Gleichzeitigkeit ist nicht absolut.
...

Das ist Unsinn. Gleichzeitigkeit ist in der SRT relativ, in Wahrheit ist sie absolut, wie wir von GPS wissen.


Inwiefern soll die Gleichzeitigkeit beim GPS absolut sein?

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » So 4. Mai 2025, 16:22

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Uhr D wird nicht benötigt, da Uhren A und B synchron sind. Wir wissen dann, dass sie gleichzeitig gleiche Zeit anzeigen.

Wenn C als ruhend betrachtet wird, zeigen A und B nicht die gleiche Zeit. Im Ruhesystem von C ruhen andere Uhren, die immer die gleiche Zeit wie C anzeigen. A und B gehören nicht dazu.
...

Das ist ein Witz. Die Uhren sollen ihre Synchronisation verlieren, nur weil man sie als bewegt betrachtet. :lol: Durch welche Wirkung soll das geschehen?


Zum Beispiel durch die Tatsache, daß der Zeitimpuls T0 vom der Uhr am Ende der Strecke von der bewegten Uhr recht früh empfangen wird und daher der Beobachter in deren Ruhesystem diese als nicht synchron mit der Uhr am Anfang der Strecke misst.

Gruß
Rudi Knoth
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