Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Do 15. Mai 2025, 19:08

Kurt hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Differenzgeschwindigkeiten zwischen was?
.

Wenn Lich ein bewegtes Objekt "einholen" soll,

Danach habe ich dich nicht gefragt.
Sondern nach den Differenzgeschwindigkeiten zwischen was?

Zwischen der Geschwindigkeit des Lichtsignals und der des Objekts natürlich.

Beide sind im ECI bewegt, das Signal mit c und das Objekt mit v.
Die Differenzgeschwindigkeit ist
- c+v, wenn das Objekt dem Signal entgegen kommt => Die Laufstrecke ist kürzer
- c-v, wenn das Objekt dem Signal davon läuft => Die Laufstrecke ist länger

Die Lichtgeschwindigkeit ist aber immer c.
So ist es auch beim Ringinterferometer.
Ihr werdet diesen einfachen Zusammenhang wohl nie verstehen.
Das ist offensichtlich, so oft wie es schon erklärt wurde. :roll:
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Kurt » Do 15. Mai 2025, 19:09

Kurt hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Nein diese "unterschiedlichen LG" sind Differenzgeschwindigkeiten und keine Relativgeschwindigkeiten.

Kurt hat geschrieben:Differenzgeschwindigkeiten zwischen was?
.


Wenn Lich ein bewegtes Objekt "einholen" soll,

Kurt hat geschrieben:Danach habe ich dich nicht gefragt.
Sondern nach den Differenzgeschwindigkeiten zwischen was?



Zur Erinnerung: es geht um die Rotationsgeschwindigkeit der Erde im ECI und darum mit welcher geschwindigkeit die SAT-Signale aus Sicht des Empfängers bei ihm eintreffen.
Im ECI laufen Signale, bezogen auf das ECI, mit c
Die Erde rotiert in dem ECI.
Dadurch entsteht eine Rotatonsgeschwindigkeit zwischen der Oberfläche am Äquator und dem ECI von 460 m/s.
Du behautest nun das es sich da um Differenzgeschwindigkeiten handelt kannst aber keine angeben.
Die Differenzgeschwindigkeiten sind ganz klar, sie betragen:
Empfänger ruhend am Äquator:
- Licht kommt aus Osten. Die Differenzgeschwindigkeit zwischen ECI und Empfänger beträgt c + 460 m/s

- Licht kommt aus Westen. Die Differenzgeschwindigkeit zwischen ECI und empfänger beträgt c - 460 m/s

Das sind hier die relevanten Differenzgeschwindigkeiten.
Und das widerspricht dem RT-Postulat.

Kurt

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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Kurt » Do 15. Mai 2025, 19:11

Frau Holle hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Danach habe ich dich nicht gefragt.
Sondern nach den Differenzgeschwindigkeiten zwischen was?

Zwischen dem Lichtsignal und dem Objekt natürlich.

Beide sind im ECI bewegt, das Licht mit c und das Objekt mit v.
Die Differenzgeschwindigkeit ist
- c-v, wenn das Objekt dem Signal entgegen kommt => Die Laufstrecke ist kürzer
- c+v, wenn das Objekt dem Signal davon läuft => Die Laufstrecke ist länger

Die Lichtgeschwindigkeit ist aber immer c.
 

Bezogen auf was?

Kurt

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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Do 15. Mai 2025, 20:04

Kurt hat geschrieben:Bezogen auf was?

Das bezieht sich alles auf die Physik.
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Kurt » Do 15. Mai 2025, 20:22

Frau Holle hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Bezogen auf was?

Das bezieht sich alles auf die Physik.
 


Das will ich doch mal hoffen. (fragt sich nur auf welche Physik)
Also, du kannst ja keine Aussage machen, somit mache ich es.
Der Geschwindigkeitswert um den es hier geht ist die Geschwindigkeit der Signale im ECI.
Dabei spielt die Richtung keine Rolle, sie ist in jede Richtung gleich, bezogen auf das ECI.
Nun haben wir den Umstand, dass im ECI eine zweite Geschwindigkeit auftritt, die Geschwindigkeit der Erdrotation (hier am Äquator).
Diese Geschwindigkeit, ihr Wert, bezieht sich ebenfalls auf das ECI, beträgt am Äquator 460 m/s gegen das ECI, an den Polen ist sie Null.
Stellt man einen Empfänger auf den Äquator so ist der mit den 460m/s gegen das ECI bewegt.
Soweit, so gut.
Nun zu den Auswirkungen.
Kommt im ECI ein Signal aus Osten auf den Empfänger zu so ergibt sich diese Differenzgeschwindigkeit:
c im ECI und die 460 m/s des Empfängers in Richtung Osten gegen das ECI.
Ergibt als Differenzgeschwindigkeit c + 460 m/s.
Kommt das Signal aus Westen so ergibt sich eine Differenzgeschwindigkeit von c - 460 m/s.

Nimmt man den Empfänger als Ausgangsbasis für die Geschwindigkeitsangabe des auf ihn zukommenden Signals so ergeben sich diese beiden Differenzgeschwindigkeiten.
Signal aus Osten: c + 460 m/s
Signal aus Westen: c - 460 m/s.

Dieser Umstand wird bei der POS-Bestimmung durch GPS vom GPS-Empfänger berücksichtigt.
GPS beweist dadurch die unterschiedliche LG aus Sicht des Empfängers.

Kurt

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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Do 15. Mai 2025, 20:48

@Kurt » Do 15. Mai 2025, 21:22

Dieser Umstand wird bei der POS-Bestimmung durch GPS vom GPS-Empfänger berücksichtigt.
GPS beweist dadurch die unterschiedliche LG aus Sicht des Empfängers.


Genau das stimmt nicht. Nach der einschlägigen Literatur erden die Positionen der Satelliten in das ECI umgerechnet und dann wird in diesen die Position des Empfängers im ECI mit konstantem c berechnet. Diese Position wird dann in das ECEF also in Breite, Länge und Höhe auf der Erde berechnet.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon bumbumpeng » Do 15. Mai 2025, 20:54

Kurt hat geschrieben:Der Geschwindigkeitswert um den es hier geht ist die Geschwindigkeit der Signale im ECI.
Dabei spielt die Richtung keine Rolle, sie ist in jede Richtung gleich, bezogen auf das ECI.
Nun haben wir den Umstand, dass im ECI eine zweite Geschwindigkeit auftritt, die Geschwindigkeit der Erdrotation (hier am Äquator).
Diese Geschwindigkeit, ihr Wert, bezieht sich ebenfalls auf das ECI, beträgt am Äquator 460 m/s gegen das ECI, an den Polen ist sie Null.
Stellt man einen Empfänger auf den Äquator so ist der mit den 460m/s gegen das ECI bewegt.
Soweit, so gut.
Nun zu den Auswirkungen.
Kommt im ECI ein Signal aus Osten auf den Empfänger zu so ergibt sich diese Differenzgeschwindigkeit:
c im ECI und die 460 m/s des Empfängers in Richtung Osten gegen das ECI.
Ergibt als Differenzgeschwindigkeit c + 460 m/s.
Kommt das Signal aus Westen so ergibt sich eine Differenzgeschwindigkeit von c - 460 m/s.

Nimmt man den Empfänger als Ausgangsbasis für die Geschwindigkeitsangabe des auf ihn zukommenden Signals so ergeben sich diese beiden Differenzgeschwindigkeiten.
Signal aus Osten: c + 460 m/s
Signal aus Westen: c - 460 m/s.

Dieser Umstand wird bei der POS-Bestimmung durch GPS vom GPS-Empfänger berücksichtigt.
GPS beweist dadurch die unterschiedliche LG aus Sicht des Empfängers.
Es gibt keine unterschiedliche Lg !!!!!
Es gibt unterschiedliche Laufzeiten !!!!!
Diese unterschiedlichen Laufzeiten müssen beim GPS ständig ausgeglichen werden.

Fragt sich, was das ECI sein soll ?

Was ist eine Differenzgeschwindigkeit?

Nochmal::: Die Erde führt ihre Felder mit. Daher gibt es keine Differenzbewegung zwischen dem M&M und den Feldern, also Null-Resultat.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Kurt » Do 15. Mai 2025, 21:00

Rudi Knoth hat geschrieben:@Kurt » Do 15. Mai 2025, 21:22

Dieser Umstand wird bei der POS-Bestimmung durch GPS vom GPS-Empfänger berücksichtigt.
GPS beweist dadurch die unterschiedliche LG aus Sicht des Empfängers.


Genau das stimmt nicht.

Selbstverständlich stimmt das.
Ohne die "Sagnac-Korrektur" ergibt sich beim GPS-Empfänger eine falsche Positionserrechnung.

Rudi Knoth hat geschrieben:Nach der einschlägigen Literatur erden die Positionen der Satelliten in das ECI umgerechnet


Na und, spielt keinerlei Rolle.
Fakt ist das die unterschiedliche LG aus Sicht des Empfängers berücksichtigt wird damit die errechnete POS stimmt.
GPS rechnet mit c +- v

Rudi Knoth hat geschrieben: und dann wird in diesen die Position des Empfängers im ECI mit konstantem c berechnet. Diese Position wird dann in das ECEF also in Breite, Länge und Höhe auf der Erde berechnet.


Na und, spielt keinerlei Rolle.
Fakt ist das die unterschiedliche LG aus Sicht des Empfängers berücksichtigt wird damit die errechnete POS stimmt.
GPS rechnet mit c +- v

Du kannst die Sagnac-korrektur nicht wegzaubern, sie ist Teil der Pos-Berechnung wenns um genaue Positionsbestimmung geht.
GPS widerlegt das RT-Postulat.


Was ist nun, kommt noch eine Aussage zu dem was ich dich gefragt habe??


Kurt

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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Do 15. Mai 2025, 21:15

Kurt hat geschrieben:Der Geschwindigkeitswert um den es hier geht ist die Geschwindigkeit der Signale im ECI.
Dabei spielt die Richtung keine Rolle, sie ist in jede Richtung gleich, bezogen auf das ECI.
[...]
Kommt im ECI ein Signal aus Osten auf den Empfänger zu so ergibt sich diese Differenzgeschwindigkeit:
c im ECI und die 460 m/s des Empfängers in Richtung Osten gegen das ECI.
Ergibt als Differenzgeschwindigkeit c + 460 m/s.
Kommt das Signal aus Westen so ergibt sich eine Differenzgeschwindigkeit von c - 460 m/s.

Na also, geht doch. c+v und c-v sind Differenzgeschwindigkeiten im ECI und nicht die Lichtgeschwindigkeit. c ist c und nicht c plusminus irgendwas.

Kurt hat geschrieben:Nimmt man den Empfänger als Ausgangsbasis [...]

Quatsch. Die Geschwindigkeiten beziehen sich auf das ECI und sind einfach die genannten Differenzgeschwindigkeiten.

Kurt hat geschrieben:GPS beweist dadurch die unterschiedliche LG aus Sicht des Empfängers.

Unsinn. Dass du Differenzgeschwindigkeiten in Lichtgeschwindigkeiten umbenennst beweist höchstens, dass du nicht weißt wovon du redest.

Natürlich sind diese Geschwindigkeiten aus Sicht des Empfängers die gleichen. Das solltest du auch mal bei deinem Zug berücksichtigen, der mit deiner Rechnung aus seiner Sicht doppelt so schnell unterwegs ist wie aus Sicht des Bahnhofs.
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am Do 15. Mai 2025, 21:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Kurt » Do 15. Mai 2025, 21:17

bumbumpeng hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Dieser Umstand wird bei der POS-Bestimmung durch GPS vom GPS-Empfänger berücksichtigt.
GPS beweist dadurch die unterschiedliche LG aus Sicht des Empfängers.

Es gibt keine unterschiedliche Lg !!!!!
Es gibt unterschiedliche Laufzeiten !!!!!


Du hast eine Strecke die 100 Meter lang ist, du schickst zwei Läufer los.
Es ergeben sich unterschiedliche Laufzeiten, du behauptest die Laufgeschwindigkeit beider sei gleich, wie geht das zusammen?

Kurt

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