Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Do 15. Mai 2025, 22:49

Kurt hat geschrieben:
bumbumpeng hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Du hast eine Strecke die 100 Meter lang ist, du schickst zwei Läufer los.
Es ergeben sich unterschiedliche Laufzeiten, du behauptest die Laufgeschwindigkeit beider sei gleich, wie geht das zusammen?

Weil deine Milchmädchenrechnung nicht aufgeht !!!!!

Was ist denn nun? Kannst du die Frage nicht beantworten?

Du hast bumbum etwas unterstellt, was er genau nicht behauptet.
Die Strecke ist nicht konstant 100m lang für beide, wenn die Laufzeiten unterschiedlich sind. Die Zeiten sind nur deshalb unterschiedlich, weil die Strecken nicht gleich lang sind.

Bei GPS hat jeder Satellit einen anderen Abstand zum Empfänger, und die Signale laufen alle mit konstant c auf diesen unterschiedlich langen Strecken. So ergeben sich zwangsläufig Laufzeitunterschiede, mit denen der Empfänger die einzelnen Abstände berechnen kann, die er für die Bestimmung der eigenen Position im ECI braucht, wenn er die Position der Satelliten im ECI kennt.
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Do 15. Mai 2025, 23:41

Frau Holle hat geschrieben:...
Die Differenzgeschwindigkeit ist
- c-v, wenn das Objekt dem Signal entgegen kommt => Die Laufstrecke ist kürzer
- c+v, wenn das Objekt dem Signal davon läuft => Die Laufstrecke ist länger

...
 

Die Geschwindigkeiten (relativ zum bewegten Objekt) sind genau umgekehrt.

Die Laufstrecken im BS Objekt sind gleich.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Fr 16. Mai 2025, 06:13

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Die Differenzgeschwindigkeit ist
- c-v, wenn das Objekt dem Signal entgegen kommt => Die Laufstrecke ist kürzer
- c+v, wenn das Objekt dem Signal davon läuft => Die Laufstrecke ist länger

Die Geschwindigkeiten (relativ zum bewegten Objekt) sind genau umgekehrt.

Dann eben umgekehrt. Jedenfalls sind die Strecken nicht gleich und die Laufzeiten deshalb auch nicht.
Die Differenzgeschwindigkeiten braucht man, weil der Abstand zum Sender während der Laufzeit kürzer bzw. länger wird. Die Signalgeschwindigkeit auf der Strecke ist konstant c.

Ihr verwechselt die die Differenzgeschwindigkeit c+-v mit der Lichtgeschwindigkeit c.
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 16. Mai 2025, 06:54

Zum Thema c+.v noch etwas "Formelschubserei".

Angenommen das Licht soll ein in der Entfernung L sich mit v in derselben Richtung sich bewegendes Objekt erreichen dann gilt es folgernde Gleichung zu lösen:



Die Lösung ist durch Auflösen nach T

.

Wenn sich Licht und Objekt aufeinander hin bewegen, ändert sich einfach das Vorzeichen.

Dies ist unabhängig von einer Koordinatentransformation, denn diese Berechnung wird in einem Koordinatensystem durchgeführt. Bei der Galilei-Transformation ist dieses c-v in der Tat die Geschwindigkeit des Lichtes im Ruhesystem des Objektes. Denn wir haben absolute Zeit. Dies muß aber nicht für alle Koordinatentransformationen speziell der Lorentz-Transformation gelten. Deshalb spreche ich in diesem Zusammenhang von Differenzgeschwindigkeit.

Gruß
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Zuletzt geändert von Rudi Knoth am Fr 16. Mai 2025, 08:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon bumbumpeng » Fr 16. Mai 2025, 08:41

Kurt hat geschrieben:
bumbumpeng hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Du hast eine Strecke die 100 Meter lang ist, du schickst zwei Läufer los.
Es ergeben sich unterschiedliche Laufzeiten, du behauptest die Laufgeschwindigkeit beider sei gleich, wie geht das zusammen?

Weil deine Milchmädchenrechnung nicht aufgeht !!!!!

Was ist denn nun? Kannst du die Frage nicht beantworten?
Kurt, du behauptest, dass sich dann, wenn sich die Erde dreht, die Lichtgeschwindigkeit ändern würde. Das ist grundfalsch.
Ein c + v ist lediglich ein Rechenwert, der besagt, dass sich die Laufzeit ändert.

Beispiel: Meier wohnt 1 km von dir entfernt und läuft mit 5 km/h zu dir. Er braucht 12 min. Laufzeit zu dir.
Du läufst Meier mit 5 km/h entgegen. Er braucht 6 min. Laufzeit zu dir bei gleichzeitigem Start.
Du läufst Meier mit 5 km/h davon bei gleichzeitigem Start. Ihr seid immer 1 km auseinander. Er holt dich nie ein. Die Laufzeit für ein Treffen wäre ewig.

Die Geschwindigkeit von Meier bleibt bei 5 km/h. Die Laufzeiten für ein Treffen ändern sich.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Fr 16. Mai 2025, 09:29

Frau Holle hat geschrieben:...
Ihr verwechselt die die Differenzgeschwindigkeit c+-v mit der Lichtgeschwindigkeit c.
 

Du verstehst Bezugssysteme nicht.

Im BS ECI ist die LG gleich c und im BS des relativ zum ECI bewegten Objekts ist die LG c+-v.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Fr 16. Mai 2025, 09:36

bumbumpeng hat geschrieben:...

Beispiel: Meier wohnt 1 km von dir entfernt und läuft mit 5 km/h zu dir. Er braucht 12 min. Laufzeit zu dir.
Du läufst Meier mit 5 km/h entgegen. Er braucht 6 min. Laufzeit zu dir bei gleichzeitigem Start.
Du läufst Meier mit 5 km/h davon bei gleichzeitigem Start. Ihr seid immer 1 km auseinander. Er holt dich nie ein. Die Laufzeit für ein Treffen wäre ewig.

Die Geschwindigkeit von Meier bleibt bei 5 km/h. Die Laufzeiten für ein Treffen ändern sich.

Die Strecke im bewegten System ist die Entfernung beim Start - also 1km. Diese Strecke ist unveränderlich, da sie mit dem bewegten Beobachter mitbewegt wird (gedachtes Koordinatensystem).
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 16. Mai 2025, 09:47

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Ihr verwechselt die die Differenzgeschwindigkeit c+-v mit der Lichtgeschwindigkeit c.
 

Du verstehst Bezugssysteme nicht.

Im BS ECI ist die LG gleich c und im BS des relativ zum ECI bewegten Objekts ist die LG c+-v.



Nochmal zum Mitschreiben: In meinem Beitrag von Heute früh habe ich erklärt, wie das c+-v im ECI zustande kommt. Es ist eine reine rechnerische Differenzgeschwindigkeit, die unabhängig von der Transformationsgleichung zwischen zwei Bezugssystemen gilt. Aber im Falle der Galilei-Transformation oder anderen Transformationen ohne RdG bekommt man eine "veränderliche Einweglichtgeschwindigkeit".

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Fr 16. Mai 2025, 09:56

Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Ihr verwechselt die die Differenzgeschwindigkeit c+-v mit der Lichtgeschwindigkeit c.
 

Du verstehst Bezugssysteme nicht.

Im BS ECI ist die LG gleich c und im BS des relativ zum ECI bewegten Objekts ist die LG c+-v.



Nochmal zum Mitschreiben: In meinem Beitrag von Heute früh habe ich erklärt, wie das c+-v im ECI zustande kommt. ...

Richtig. Du hast die Zeit berechnet, die ein Lichtstrahl braucht um im bewegten System die Strecke L durchzulaufen. Im ruhenden System ist die Strecke natürlich länger.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Skeptiker » Fr 16. Mai 2025, 12:33

Kurt hat geschrieben:Selbstverständlich! Aus Sicht des Empfängers der am Äquator steht ergeben sich unterschiedliche Geschwindigkeiten mit der das jeweilige Signal auf ihn zukommt.

Naja , für solche Behauptungen musst du natürlich alle bis heute gemachten Experimente zur Abweichung der LG mißachten.
Z.B. dieses hier:
Rotating optical cavity experiment testing Lorentz invariance at the 10^{-17} level
In Zahlen: Eine Abweichung von weniger als 0,00000000000000001 × c, also kleiner als 0,003 mm/s!
https://arxiv.org/abs/1002.1284
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