Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Di 20. Mai 2025, 10:48

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Und komm' mir bloß nicht mit Ätherteilchen, die da drücken oder ziehen. Die müssten erst mal nachgewiesen werden.
 

Die sind nachgewiesen worden - theoretisch als virtuelle Teilchen und experimentell durch Vakuumpolarisation usw.

Schon besser. Die virtuellen Teilchen heißen virtuell, weil sie keine realen Teilchen sind. Es entstehen daraus ggf. reale Teilchenpaare für extrem kurze Zeit um sich sofort wieder zu vernichten. Das Vakuum ist kein materieller Äther mit permanent existierenden Ätherteilchen und einem Bewegungszustand, wie ihn sich Lorentz und andere früher vorgestellt hatten. Deshalb wird das Vakuum mit den Vakuumfluktuationen auch nicht Äther genannt. Völlig zu recht, weil es eben einen gewaltigen Unterschied gibt zur klassischen Äthervorstellung.

Vakuum wird nicht irgendwie mitgeführt. Nur beim sog. Framedragging, was sich aus der ART ergibt, kann man von einer gewissen Bewegung der Raumzeit sprechen. Sie wird z.B. mit der Erddrehung um die eigene Achse etwas mitgezogen, aber der Effekt ist so minimal, dass er mit heutigen Methoden nicht nachweisbar ist. Relevant wird das erst bei extrem massereichen Objekten wie Neutronensternen oder schwarzen Löchern. Das ergibt sich wie gesagt theoretisch in der ART.
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Di 20. Mai 2025, 11:06

Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:... Wenn die Lichtgeschwindigkeit etwa durch den Ätherwind unterschiedlich wäre, würden die Zähler unterschiedliche Werte messen. ...

Warum? Durch Ätherwind entsteht kein Doppler.


Das stimmt schon. Aber die "gegen den Wind" bewegte Uhr "geht langsamer" als die "mit dem Wind" bewegte Uhr. Und den Unterschied sollte man bemerken.
Lagrange hat geschrieben:PS: Sie schreiben am Ende:
First-order tests cannot be used to distinguish between special relativity and
ether theories, as has sometimes been stated. No such "experimentum crucis" is
possible in principle, since the two classes o f theories can be transformed into
one another by a change o f conventions about clock synchronization, as has
been shown in I.

Auch das ist falsch, weil in der Äthertheorie ein bevorzugtes BS existiert.


Da bin ich anderer Meinung als die Autoren Aber des ist schon ein anderes Thema. Nur sehe ich bei diesem Experiment kein Einfluss der Uhrensynchronisation.


Gruß
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Di 20. Mai 2025, 11:35

Frau Holle hat geschrieben:...Die virtuellen Teilchen heißen virtuell, weil sie keine realen Teilchen sind. Es entstehen daraus ggf. reale Teilchenpaare für extrem kurze Zeit um sich sofort wieder zu vernichten. ...

Sie sind real und werden nicht vernichtet, sondern werden unsichtbar. Das einzige was da verschwindet ist das elektromagnetische Feld der Teilchen, weil sich die Felder von zwei Teilchen gerade aufheben (Kompensation). Die Energie, welche dabei frei wird, ist die Feldenergie.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Di 20. Mai 2025, 12:08

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...Die virtuellen Teilchen heißen virtuell, weil sie keine realen Teilchen sind. Es entstehen daraus ggf. reale Teilchenpaare für extrem kurze Zeit um sich sofort wieder zu vernichten. ...

Sie sind real und werden nicht vernichtet, sondern werden unsichtbar.

Unsinn. Mach' dich halt kundig. Virtuelle Teilchen sind immer unsichtbar, d.h. nicht beobachtbar, nicht reel, und sie vernichten sich auch nicht.

Wenn du schon mit den Begriffen der modernen Physik argumentierst, dann bitte auch richtig. Virtuelle Teilchen gibt's in der Quantenfeldtheorie und in keiner Äthertheorie.

wikipedia hat geschrieben:Der wesentliche Unterschied zwischen den (real beobachtbaren) reellen Teilchen und den unbeobachtbaren virtuellen Teilchen ist, dass Energie E und Impuls p im virtuellen Zustand nicht die Energie-Impuls-Beziehung E²-p²c²=m²c⁴ erfüllen, wenn m die wohlbestimmte Masse desselben Teilchens in reellem Zustand ist.


Nur wenn ein Teilchenpaar als Teilchen und Antiteilchen reell und beobachtbar wird, dann wird es wieder vernichtet und es wird Energie frei in Form von Strahlung:

wikipedia hat geschrieben:Bei solchen Prozessen entstehen Teilchen-Antiteilchenpaare aus dem Vakuum und zerfallen nach kurzer Zeit wieder. Solche Prozesse können je nach betrachteter Situation auch zu einer gewissen Vakuumenergie beitragen.

 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Di 20. Mai 2025, 13:55

Frau Holle hat geschrieben:...

Wenn du schon mit den Begriffen der modernen Physik argumentierst, dann bitte auch richtig. Virtuelle Teilchen gibt's in der Quantenfeldtheorie und in keiner Äthertheorie.

...

Quantenfeldtheorie ist eine Äthertheorie. "Virtuelle" Teilchenpaare sind Ätherteilchen. Sie entstehen durch Vereinigung von Elektronen und Positronen und können in diese aufgeteilt werden. Das sind gleichzeitig die "virtuellen" Photonen.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Di 20. Mai 2025, 13:58

Frau Holle hat geschrieben:...
wikipedia hat geschrieben:Bei solchen Prozessen entstehen Teilchen-Antiteilchenpaare aus dem Vakuum und zerfallen nach kurzer Zeit wieder. Solche Prozesse können je nach betrachteter Situation auch zu einer gewissen Vakuumenergie beitragen.

 

Elektronen und Positronen zerfallen nicht, sie vereinigen sich zu einem "virtuellen" Teilchenpaar (Ätherteilchen).
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Di 20. Mai 2025, 14:44

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
wikipedia hat geschrieben:Bei solchen Prozessen entstehen Teilchen-Antiteilchenpaare aus dem Vakuum und zerfallen nach kurzer Zeit wieder. Solche Prozesse können je nach betrachteter Situation auch zu einer gewissen Vakuumenergie beitragen.

 

Elektronen und Positronen zerfallen nicht, sie vereinigen sich zu einem "virtuellen" Teilchenpaar (Ätherteilchen).


Das stimmt nicht. Sie vereinigen sich zu 2 Photonen mit einer jeweiligen kinetischen Energie von 511 KeV. Das sind aber keine virtuellen Ätherteilchen, sondern werden von entsprechenden Detektoren für Gammastrahlung gemessen.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Di 20. Mai 2025, 14:56

Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Elektronen und Positronen zerfallen nicht, sie vereinigen sich zu einem "virtuellen" Teilchenpaar (Ätherteilchen).


Das stimmt nicht. Sie vereinigen sich zu 2 Photonen mit einer jeweiligen kinetischen Energie von 511 KeV. Das sind aber keine virtuellen Ätherteilchen, sondern werden von entsprechenden Detektoren für Gammastrahlung gemessen.

Gruß
Rudi Knoth

Die Photonen entstehen durch die Abstrahlung der Feldenergie. Elektron und Positron haben jeweils eine Feldenergie von 511keV. Nur diese Energie wird abgestrahlt, Teilchen selbst verschwinden nicht.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Di 20. Mai 2025, 15:10

Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Elektronen und Positronen zerfallen nicht, sie vereinigen sich zu einem "virtuellen" Teilchenpaar (Ätherteilchen).


Das stimmt nicht. Sie vereinigen sich zu 2 Photonen mit einer jeweiligen kinetischen Energie von 511 KeV. Das sind aber keine virtuellen Ätherteilchen, sondern werden von entsprechenden Detektoren für Gammastrahlung gemessen.

Gruß
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Die Photonen entstehen durch die Abstrahlung der Feldenergie. Elektron und Positron haben jeweils eine Feldenergie von 511 keV. Nur diese Energie wird abgestrahlt, Teilchen selbst verschwinden nicht.



Genau diese 511 KeV entsprechen der jeweiligen Ruhemasse des Elektron und des Positrons. Allerdings sind dies die Werte, die aus der SRT kommen. Also haben wir es mit dem Energieerhaltungssatz und der bekannten Formel nach Einstein zu tun.

ruß
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Kurt » Di 20. Mai 2025, 18:19

Rudi Knoth hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Es ist ganz einfach, GPS funktioniert nur gut wenn der Empfänger c +- v annimmt und berücksichtigt.


Nein das stimmt nicht Das haben ich schon mit offiziellen Dokumenten belegt und trotzdem behauptest du diesen Unsinn, Die Positionen der Satelliten werden im ECI ermittelt, und dann wird mit konstantem c berechnet. Deine Argumentation ist schon deshalb falsch, weil das v ohne Kenntnis der Position nicht bekann ist.


Doch das stimmt.
Die SAT laufen auf festen Bahnen im ECI, Ihre Signale laufen mit c im ECI.
Auf einen auf der Erde ruhenden Empfänger kommen diese Signale mit c +- seinem v aus seiner Sicht auf diesen zu.
Darum wird die Pos-Berechnung im Empfänger mit c +- seinen v gegen das ECI gemacht.
Schliesslich errechnet er seine Pos anhand der Laufzeit vom Sendepunkt zum Empfangspunkt.

Kurt

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