Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon bumbumpeng » Fr 23. Mai 2025, 09:47

Lagrange hat geschrieben:
bumbumpeng hat geschrieben:Bewegst du dich der Quelle entgegen, dann verringert sich die Laufzeit.

Dadurch änder sich die Geschwindigkeit relativ zum Beobachter. Die Strecke änder sich nicht: Strecke = Entfernung zum Sendezeitpunkt.

L - v t = c t ==> t = L/(c+v)

Relativ ändert sich schonmal gar nichts. Entweder es ändert sich etwas absolut oder gar nicht.
Relativ sind drei Haare in der Suppe und drei Haare auf dem Kopf. Das ist relativ.

Dadurch ändert sich die Lg NICHT. Wie soll das gehen. c ist c und bleibt c, ob sich Jemand bewegt oder nicht. Dem Licht ist es wurscht, ob du Handstand machst oder nicht.
Die Lg ist abhängig von der Trägheit des el. und des magn. Feldes. Da ändert sich aber nichts.

Was sich ändert, ist die Frequenz des Signals, bei Annäherung gibt es Blauverschiebung !!!!! Doppler blau, aufgrund der sich permanent verkürzenden Strecke, also Laufzeitverkürzung.

Beim Martinshorn. Wo ändert sich da die Schallgeschwindigkeit. Die ändert sich nicht.
Es ändert sich die Frequenz des empfangenen Signales aufgrund von permanenter Laufzeitänderung.
Bei Annäherung ist es Doppler blau, Beim Entfernen Doppler rot.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon bumbumpeng » Fr 23. Mai 2025, 09:56

Lagrange hat geschrieben:Die Uhren können anders gar nicht synchronisiert werden, oder man müsste c+v und c-v durch Versuche erraten.
Konkret so ist es erfolgt und die Präzision wurde Stück für Stück verbessert. GPS lief anfangs nicht so exakt wie heute, vor allem, was den militärischen Bereich betrifft.
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Re: Wie versteht man gegeneinander langsamer gehende Uhren

Beitragvon bumbumpeng » Fr 23. Mai 2025, 10:15

Rudi Knoth hat geschrieben:... weil man für jeden Himmelskörper einen "eigenen Äther" annehmen muß und die Frage, was zwischen diesen sich als Äther befindet, kann man doch diese Annahme ignorieren.
Sgr A* hat sein gravitatives Feld, sein el. Feld und sein magn. Feld, was sich über die gesamte Milchstraße erstreckt.
Felder sind immer an Masse gebunden. Masse erzeugt Felder.

In die Felder des Sgr A* sind die Felder der Sterne eingebunden.

In die Felder der Sterne sind die Felder der Planeten eingebunden.

In die Felder der Planenten sind die Felder der Monde eingebunden.

An den Schnittstellen, Schnittlinien, Schnittsphären sind beide angrenzenden Feldstärken gleich groß.
Beispiel: der L1, die gravitative Feldstärke der Sonne ist gleich der der Erde.

Sonderfall: Z.B. ISS. Die Schnittsphäre befindet sich nahe dem gravitativen Zentrum im Innern der ISS. Nach außen hin hat die ISS keine Felder, da deren Feldstärken viel zu gering sind, aber dennoch im Zentrum vorhanden.

Der L1 hat sich im Laufe der Zeit verändert.
Als die Erde vor ca. 10 Mrd. Jahren dort war, wo heute die Venus ist, war der L1 viel näher an der Erde, vllt. so bei ca. 1 Mio. km? Wenn die Erde in ca. 10 Mrd. Jahren dort sein wird, wo heute der Mars ist, dann wird der L1 vllt. so bei ca. 3 Mio. km sein?
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Kurt » Fr 23. Mai 2025, 10:40

Rudi Knoth hat geschrieben:Aber dies widerspricht nicht der SRT

Frage: wo im Universum gilt die RT überhaupt?
Nenne uns konkret einen Ort wo die gültig ist.

Kurt

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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 23. Mai 2025, 11:07

Kurt hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Aber dies widerspricht nicht der SRT

Frage: wo im Universum gilt die RT überhaupt?
Nenne uns konkret einen Ort wo die gültig ist.
.


Nun die ART ist überall gültig außer dem Inneren von Schwarzen Löchern. Die SRT ist wie gesagt ein Sonderfall. Allerdings kann man sie auch für beschleunigte Bezugssysteme erweitern. Nur daß die "einfache Lorentztransformation" entsprechend angepasst werden muß

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Fr 23. Mai 2025, 11:49

Rudi Knoth hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Frage: wo im Universum gilt die RT überhaupt?
Nenne uns konkret einen Ort wo die gültig ist.

Nun die ART ist überall gültig außer dem Inneren von Schwarzen Löchern. Die SRT ist wie gesagt ein Sonderfall. Allerdings kann man sie auch für beschleunigte Bezugssysteme erweitern. Nur daß die "einfache Lorentztransformation" entsprechend angepasst werden muß.

Das stimmt. Die RT ist mathematisch wasserdicht und es gibt bis heute keine experimentellen Daten, die sie widerlegen. Ein Vorteil der RT ist gerade, dass sie widerlegbar ist, weil sich daraus viele bestimmte Vorhersagen ergeben, die man experimentell überprüfen kann. Bis jetzt haben eben alle gestimmt.

Dass dabei die Lichtgeschwindigkeit in allen Inertialsystemen als konstant und isotrop vorausgesetzt wird ist eine Festlegung (die sog. Einstein-Konvention), die zwar Allgemeingültigkeit garantiert, sich aber aus der Theorie selber nicht ergibt. Man könnte das auch anders festlegen, z.B. mit zwei verschiedenen Einweg-Lichtgeschwindigkeiten im Verhältnis 2:3 oder sowas. Damit ist aber nichts gewonnen, denn es kommt auf das Gleiche raus, weil sich der Unterschied immer rauskürzt, egal wie schlau man es auch anstellt.

Prof. Josef Gaßner et das in mehreren Videos detailliert erklärt und vorgerechnet.
Es hilft nichts: Gödel hat ja mit seinen Unvollständigkeitsätzen gezeigt, dass jedes mächtige Aussagesystem mindestens eine Aussage enthält, die es selbst nicht beweisen kann. Macht ja nichts. Solange es funktioniert ist alles gut.
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 23. Mai 2025, 12:34

@Frau Holle » Fr 23. Mai 2025, 12:49

Im Wesentlichen bin ich einverstanden. Im Grunde ist die Diskussion schon weit vom Ausgangspunkt dieses Themas "weggelaufen". Zum Thema Synchronisation, das jetzt anliegt von mir nur Folgendes:

Einstein hat mit der Grundannahme der konstanten und isotropen Lichtgeschwindigkeit für die "Inertialsysteme" für jedes der BS einzeln dieselbe Vorschrift vorgegeben. Dies ist schlüssig, wenn man von nicht beschleunigten BS ausgeht. Nun sind aber die Empfänger auf der Erde und bewegen sich auf dieser. Dies gilt auch für Wasserfahrzeugen und zur Ortsbestimmung für Luftfahrzeuge. Leider dreht sich die Erde um ihre eigene Achse und ist daher streng genommen kein "Inertialsystem". Daher wurde das ECI eingeführt, das für die Navigation ausreicht. Man kann auch aus den GPS-Signalen bei hinreichend genauer Position sich mit den Satelliten synchronisieren. Dazu braucht man die Sagnac-Korrektur. Leider gibt es dann den Effekt, daß mit solchen Uhren man für Signale in Ost- und Westrichtung unterschiedliche Laufzeiten hat. Das ergibt dann unterschiedliche Lichtgeschwindigkeiten. Diese Thematik der externen Synchronisation ist aber schon lange bekannt. Aber andererseits halte ich es nicht nötig, die Lorentz-Transformation deswegen aufzugeben. Denn etwa bei Experimenten von schnellen Teilchen auf der Erde hat man die von Einstein geforderte Bedingung für das Relativitätsprinzip, auf das sich mein Eingangstext bezieht.

Gruß
Rudi Kntoh
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Fr 23. Mai 2025, 13:31

Frau Holle hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Frage: wo im Universum gilt die RT überhaupt?
Nenne uns konkret einen Ort wo die gültig ist.

Nun die ART ist überall gültig außer dem Inneren von Schwarzen Löchern. Die SRT ist wie gesagt ein Sonderfall. Allerdings kann man sie auch für beschleunigte Bezugssysteme erweitern. Nur daß die "einfache Lorentztransformation" entsprechend angepasst werden muß.

Das stimmt. Die RT ist mathematisch wasserdicht und es gibt bis heute keine experimentellen Daten, die sie widerlegen...

RT wurde widerlegt durch: ZP, Sagnac-Effekt, Existenz von ECI (bevorzugtes BS) usw.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Fr 23. Mai 2025, 13:58

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Nun die ART ist überall gültig außer dem Inneren von Schwarzen Löchern. Die SRT ist wie gesagt ein Sonderfall. Allerdings kann man sie auch für beschleunigte Bezugssysteme erweitern. Nur daß die "einfache Lorentztransformation" entsprechend angepasst werden muß.

Das stimmt. Die RT ist mathematisch wasserdicht und es gibt bis heute keine experimentellen Daten, die sie widerlegen...

RT wurde widerlegt durch: ZP, Sagnac-Effekt, Existenz von ECI (bevorzugtes BS) usw.


Das stimmt nun wirklich nicht, wenn man die die SRT richtig versteht.

Das Zwillingsparadoxon ist erstens experimentell in einem Laborexperiment vom NIST bestätigt. Es kann auch mit der Lorentz-Transformation gut erklärt werden. Ebenso mit Austausch von Zeitsignalen zwischen den Zwillingen.

Der Sagnac-Effekt kann auch mit der SRT berechnet werden. Vor allem, was den Fiber-Kreisel angeht.

Das ECI ist eher als ein "wirkliches Inertialsystem" anzusehen. Anders als das rotierende ECEF.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Fr 23. Mai 2025, 14:18

Rudi Knoth hat geschrieben:...
Das Zwillingsparadoxon ist erstens experimentell in einem Laborexperiment vom NIST bestätigt. Es kann auch mit der Lorentz-Transformation gut erklärt werden. Ebenso mit Austausch von Zeitsignalen zwischen den Zwillingen.

Das ist unmöglich, weil laut SRT die Uhren wechselseitig langsamer gehen. Völlig absurd.

Der Sagnac-Effekt kann auch mit der SRT berechnet werden. Vor allem, was den Fiber-Kreisel angeht.

Das geht nicht wegen der relativistischen Addition der Geschwindigkeiten.

Das ECI ist eher als ein "wirkliches Inertialsystem" anzusehen. Anders als das rotierende ECEF.

Gruß
Rudi Knoth

Stimmt auch nicht, weil ECI um die Sonne kreist.
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