Warum ist es auf dem Berg kalt?

Sonstige Ansätze und Vorschläge

Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Skeptiker » Fr 11. Jul 2025, 15:38

hmpf hat geschrieben:Sie haben behauptet meine Feststellung, dass die Erde nur durch Strahlung die von der Sonne
per Strahlung empfangene Wärme wieder abgeben könne, sei eine Binsenweisheit.
Also beweisen Sie, dass es andere Möglichkeiten für die Erde gäbe, empfangene Wärme wieder abzugeben.

Okay, vielleicht hapert es einfach an der deutschen Sprache:
„Binsenweisheit“ bezeichnet eine Aussage, die so offensichtlich oder allgemein bekannt ist, dass sie keinen echten Erkenntniswert mehr bietet – also eine banale Selbstverständlichkeit.
Skeptiker
 
Beiträge: 3729
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 11:01

Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Skeptiker » Fr 11. Jul 2025, 16:03

hmpf hat geschrieben:Ok, das Wort „Binsenweisheit“ kannte ich nur aus meiner Kindheit und da bedeutete es Unfug.

Auch damals meinte man mit „Binsenweisheit“ eine offensichtliche Erkenntnis, die keinen neuen Erkenntniswert bietet.
hmpf hat geschrieben:Aber davon abgesehen, was ist an meinen Erläuterungen nicht zu verstehen?

Wie soll diese Erläuterung das Thema hier voran bringen?
Skeptiker
 
Beiträge: 3729
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 11:01

Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Skeptiker » Fr 11. Jul 2025, 16:39

hmpf hat geschrieben:Nun meine Erläuterungen sind eine kristallklare Antwort auf die Frage des Themas:

Musste das noch geklärt werden? Mir sah es so aus als ob der Thread eh tot gewesen wäre.
Warum die Temperatur bis zur Troposphäre im allgemeinen mit der Höhe abnimmt ist ja allgemein bekannt.
Skeptiker
 
Beiträge: 3729
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 11:01

Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Skeptiker » Fr 11. Jul 2025, 17:30

hmpf hat geschrieben:So, dann zitieren Sie doch mal eine Quelle aus dem Internet, die diesbezüglich nicht das Blaue von Himmel herunterlügt.

Die Prozesse die hierbei eine Rolle spielen sind ja schon mehrfach genannt worden aber ich kopiere sie gerne noch mal.

1. Wärmequelle: Die Erdoberfläche
Die Hauptquelle der Erwärmung der Atmosphäre ist die Erdoberfläche, nicht die Sonne direkt. Die Sonne erwärmt zwar die Erde, aber der Boden nimmt diese Strahlung auf und gibt sie dann als Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) wieder an die Atmosphäre ab. Das bedeutet: Die Luft wird von unten her erwärmt.

2. Abnehmender Luftdruck mit der Höhe
Mit zunehmender Höhe nimmt der Luftdruck ab – es ist weniger Luft über einem, die Gewicht auf die untere Luftschicht ausübt. Wenn ein Luftpaket aufsteigt, dehnt es sich aus, weil der Druck abnimmt. Dabei verbraucht es Energie für die Ausdehnung, wodurch es sich abkühlt (das nennt man adiabatische Abkühlung).

3. Geringere Wärmespeicherung in großer Höhe
In höheren Luftschichten ist die Luftdichte geringer, und weniger Luft bedeutet auch weniger Moleküle, die Wärme speichern und transportieren können. Die Wärmestrahlung vom Boden verliert also mit der Höhe an Wirkung.

4. Strahlungsverluste
Luftmoleküle geben auch ständig Wärmestrahlung in alle Richtungen ab – auch nach oben ins Weltall, wo keine Gegenstrahlung zurückkommt. In größerer Höhe überwiegen diese Verluste, weil die Atmosphäre dünner ist.

Die Temperaturabnahme gilt also hauptsächlich für die Troposphäre, die unterste Schicht der Atmosphäre, in der das Wetter stattfindet.
Skeptiker
 
Beiträge: 3729
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 11:01

Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Skeptiker » Fr 11. Jul 2025, 17:54

hmpf hat geschrieben:Und ich habe die Punkte 1 bis 3 hier bereits als physikalischen Unfug entlarvt:

Davon sehe ich nichts, dazu müsstest du dediziert jeden Punkt mit Argumenten widerlegen und mit entsprechenden Quellen belegen.
Die von mir genannten Prozesse finden so in der unteren Atmosphäre statt und erklären zusammengenommen warum es bis zur Troposphäre in der Regel immer kälter wird.
Skeptiker
 
Beiträge: 3729
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 11:01

Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Frau Holle » Fr 11. Jul 2025, 20:50

hmpf hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:Und ich habe die Punkte 1 bis 3 hier bereits als physikalischen Unfug entlarvt:

Davon sehe ich nichts, dazu müsstest du dediziert jeden Punkt mit Argumenten widerlegen und mit entsprechenden Quellen belegen.
Die von mir genannten Prozesse finden so in der unteren Atmosphäre statt und erklären zusammengenommen warum es bis zur Troposphäre in der Regel immer kälter wird.

Gott sind Sie schwer von Begriff! Also nochmal für naturwissenschaftliche Analphabeten:
1. Ob die Atmosphäre von oben oder von unten erwärmt wird, spielt keine Rolle.
Nach einigen Jahren gleicht die Wärmeleitung jede Temperaturdifferenz aus.

Unsinn. Unten wird permanent geheizt, oben permanent gekühlt. Da gleicht sich nichts aus. Umgekehrt kommt vom Fußboden permanent Kälte aus dem Keller, unter der Zimmerdecke ist es permanent wärmer. Das gleicht sich nicht aus, du Physiker.
 
Frau Holle
 
Beiträge: 4742
Registriert: Sa 26. Nov 2022, 13:58

Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Frau Holle » Sa 12. Jul 2025, 09:22

hmpf hat geschrieben:Die vom Erdboden ausgehende Wärme ist also nicht die Ursache für die Temperaturabnahme mit der Höhe.

Mann, bist du schwer von Begriff!
Wenn von unten nicht ständig geheizt würde, dann gäbe es gar keinen Temperaturunterschied und folglich auch keine Temperaturabnahme mit der Höhe, du Physiker.

Anscheinend ist dir nicht klar, dass das Ganze kein geschlossenes System ist. Es kommt Energie rein und es geht Energie raus. Es bildet sich ein Gleichgewicht, das sich aber verschiebt, mit zunehmend mehr Energie in der Atmosphäre und in den Ozeanen. Da gibt's keine Energieerhaltung über die Zeit. Die blaue Murmel wird zunehmend aufgeheizt. Das ist doch beweisen.

Die Treibhausgase tun ihr bestes, oben Energie in den Weltraum abzugeben, sind sie aber selber schuld daran, dass es zunehmend mehr abzugeben gibt, weil sie unten die Energie länger festhalten. Wenn mehr Wasser pro Sekunde in die Wanne rein fließt als raus, was passiert dann deiner Meinung nach?
 
Frau Holle
 
Beiträge: 4742
Registriert: Sa 26. Nov 2022, 13:58

Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Frau Holle » Sa 12. Jul 2025, 10:18

hmpf hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Anscheinend ist dir nicht klar, dass das Ganze kein geschlossenes System ist. Es kommt Energie rein und es geht Energie raus. ...

Sorry, aber bei Ihnen klemmt es gewaltig im Hirn!

Du solltest nicht von dir auf andere schließen.

Natürlich ist die Erwärmung von unten die Ursache, sonst gäbe es gar keine Abkühlung oben. Was nicht warm ist wird auch nicht gekühlt, du Physiker.

Und man müsste auch nicht ständig große Eisblöcke ins Meer werfen:
https://www.youtube.com/watch?v=Mv4-hnkw3jc :lol:
 
Frau Holle
 
Beiträge: 4742
Registriert: Sa 26. Nov 2022, 13:58

Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Skeptiker » Sa 12. Jul 2025, 10:57

hmpf hat geschrieben:Gott sind Sie schwer von Begriff! Also nochmal für naturwissenschaftliche Analphabeten:

Diese Antwort enthält mehrere fundamentale Missverständnisse der Atmosphärenphysik. Nachfolgend eine systematische Bewertung der vier Punkte aus wissenschaftlicher Sicht.
1. In der Atmosphäre spielt es eine sehr große Rolle, von welcher Seite sie erwärmt wird.
Die Erde wird von unten erwärmt (Sonnenstrahlung wird am Boden absorbiert), der Weltraum ist kalt – von oben kommt kaum Wärme zurück.
Dieser Temperaturunterschied von warm unten / kalt oben erzeugt eine instabile Schichtung → Konvektion tritt auf → Vertikalbewegung der Luft → adiabatische Prozesse.
Wärmeleitung in Luft ist extrem ineffizient – die dafür erforderlichen Zeiträume („nach einigen Jahren“) sind klimatisch irrelevant und physikalisch unrealistisch.
In der realen Atmosphäre dominiert der turbulente Konvektionswärmetransport – nicht die Wärmeleitung.
Wärmeleitung ist in der Atmosphäre vernachlässigbar, nicht kompensierend, und nicht der treibende Faktor.

2. Falsch bzw. irreführend.
Es ist korrekt, dass Luft nicht unendlich aufsteigen kann – wegen Massen- und Impulserhaltung gibt es zirkulierende Bewegungen.
Aber: Auf- und Abwinde verändern den lokalen Energiehaushalt.
Der adiabatische Temperaturgradient (etwa −6,5 K/km) ergibt sich aus dem Gleichgewicht zwischen Konvektion und Stabilität – er ist kein statischer Effekt, sondern Resultat eines dynamischen Gleichgewichts.
Die Aussage verkennt, dass gerade durch diese vertikale Bewegung der stabile Temperaturgradient erst entsteht – er ist keineswegs aufgehoben durch Auf- und Abwinde, sondern durch sie bedingt.

3. Falsch.
Die Absorption von Wärmestrahlung durch Treibhausgase ist ein zentraler Bestandteil des atmosphärischen Energiehaushalts.
Es stimmt, dass ein Großteil der langwelligen Strahlung nahe der Oberfläche absorbiert wird – aber:
Die Atmosphäre strahlt selbst wieder nach oben und unten (Gegenstrahlung).
Diese Prozesse erzeugen vertikale Temperaturprofile, insbesondere weil der Energieverlust nach oben (ins All) mit der Höhe zunimmt.
Der Temperaturgradient wird also nicht direkt durch die Absorption an einem Punkt erzeugt, sondern durch das Zusammenspiel von Strahlungstransfer, Konvektion und adiabatischem Aufstieg.
Deine Argumentation zeigt ein Missverständnis des Strahlungskonvektionsgleichgewichts. Der Hinweis auf „siehe 1“ ist problematisch, da Punkt 1 selbst schon falsch war.

4. Falsch.
Der einzige (!) physikalisch korrekte Grund für den Temperaturgradienten ist:
Aufsteigende Luft dehnt sich aus und kühlt sich adiabatisch ab, weil der Luftdruck mit der Höhe sinkt.
Strahlung alleine erklärt nicht die Temperaturabnahme mit der Höhe – im Gegenteil: ohne Konvektion und adiabatische Prozesse würde eine Atmosphäre, die von unten beheizt wird, thermisch instabil werden.
Genau deshalb brauchen Klimamodelle eine Kombination aus Strahlung und Konvektion – diese Prozesse greifen ineinander.

Deine Aussage ist physikalisch nicht haltbar. Wer behauptet, es gebe nur einen Grund, hat das dynamische Zusammenspiel der Energieflüsse in der Atmosphäre nicht verstanden.
Skeptiker
 
Beiträge: 3729
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 11:01

Re: Warum ist es auf dem Berg kalt?

Beitragvon Frau Holle » Sa 12. Jul 2025, 10:59

hmpf hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Natürlich ist die Erwärmung von unten die Ursache, sonst gäbe es gar keine Abkühlung oben. Was nicht warm ist wird auch nicht gekühlt, du Physiker.
...

Sorry, aber bei Ihnen klemmt es gewaltig im Hirn!
Ihr Argument entspricht etwas dem: Wenn es keine Atmosphäre gibt, gibt es auch keinen Temperaturunterschied darin.

Na du bist ja ein Blitzmerker! :idea:

Das ist genau deine Argumentation: "wenn oben nichts abfließen kann, wird die Atmosphäre nach einiger Zeit überall gleich warm sein."
Bei dir ist es Logik, aber bei mir klemmt's im Hirn, wenn ich so argumentiere. Ja nee, ist klar.

Dich haben sie wohl in der Fachkräftemangel ausgebildet:
Fachkräftemangel.png
Fachkräftemangel.png (155.29 KiB) 828-mal betrachtet
Frau Holle
 
Beiträge: 4742
Registriert: Sa 26. Nov 2022, 13:58

VorherigeNächste

Zurück zu Weitere Alternativtheorien

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste