galactic32 hat geschrieben:Jocelyne hat geschrieben:Ja, obwohl ich mich frage, was sich hier nach Lorentz kontrahieren soll...
Ich frag mich auch warum ganau danach so wenig gefragt wird.
Physikalisch ist genau dadrin was „neues“ zu erkennen.Worin Lorentz Anüberlegungen gründeten.
Der Beobachter hat einen extremen Bewegungszu“stand“ gegenüber den sonst sehr vereinfachten sehr winzigen Geschwindigkeiten im Medium.
Da wäre die gegenüber der Endlichkeit der LG veränderten Sehen's-Möglichkeit.
Und die Änderung der Elemente der Materie aus dem der Beobachter ja auch besteht, zumindest sein Instrument, die im Zustand der Ruhe im Äther völlig symmetrisch also ausgeglichen ablaufen.
Wir "wissen" heutzutage aus der Teilchenphysik, daß diese Elemente des Meßinstruments des Beobachter's selbst stets in Bewegung sind.
Irgendwie müßten aus der Sicht eines solchen Elementarteilchen's wiederum (rekursiv) Überlegungen zu deren Eigenheiten und Wechselwirkungen mitbedacht werden.
Was Embacher ja andeutete mit seiner Bemerkung, daß nach Galilei Photonen, woraus das Beobachter-Instrument ja aufbaut, plötzlich auf Überlichtgeschwindigkeit käme.
Meinetwegen, man könnte das annehmen für den Beobachter (sprich Instrument) in der Lorentztheorie, dass seine zwischenmolekularen Verhältnisse
bei absoluter Bewegung eine vorübergehende Stauchung des ganzen Körpers verursachen. Das hat ein Teilnehmer im Blog
Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie in einer Diskussion mehrfach dargelegt und meiner Meinung nach auch sehr anschaulich beschrieben:
Zitat von Herbert Sommer:
http://wissenschaftliche-physik.com/201 ... omment-280Ohne mathematische Beweissführung, kann man sich mit Hilfe eines anschaulichen Beispiels ein angenähertes Bild darüber vorstellen, wie eine verzögerte Wirkung eine Längenänderung verursacht.
Stellen Sie sich eine Reihe marschierender Soldaten vor, deren gegenseitiger Abstand mehrere Meter beträgt. In einem gegebenen Augenblick gibt der Offizier dem letzten Mann in der Reihe den Befehl “Los, schneller marschieren. Befehl weitergeben”. Der Soldat beschleunigt sofort sein Tempo und gibt anschliessend den Befehl weiter an den nächsten Mann in der Reihe. Die Befehlsweitergabe und -ausführung dauert jedesmal eine Sekunde.
Bis der Befehl den Soldaten am Anfang der Reihe erreicht, sind mehrere Sekunden verstrichen. In dieser Zeit haben alle anderen Soldaten, ausser ihm, ihr Tempo nacheinander beschleunigt, sodass sie alle ein wenig zusammenrücken und die Reihe sich entsprechend verkürzt. Danach marschiert die verkürzte Reihe weiter, etwas schneller als zuvor. Wenn der Befehl sich nun in gleicher Weise wiederholt, verkürzt sich die Reihe noch ein wenig mehr und marschiert noch ein wenig schneller.
Wenn nun der Befehl “langsamer marschieren” heisst, ist die Wirkung umgekehrt. Die Reihe verlängert sich und läuft langsamer. Es wird daraus ersichtlich, dass jede verzögerte Änderung der Geschwindigkeit eine entsprechende Änderung der Reihenlänge verursacht.
Unter Berücksichtigung der zu beachtenden Unterschiede, kann man sich die längenändernde Wirkung der verzögerten Potentiale auf die Länge eines absolut bewegten Körpers anschaulich vorstellen.
Dies ist jedoch für eine Stauchung der Länge des Beobachters (Instrument) gedacht, der
eine absolute Bewegung im Raum erfährt (wie auch Lorentz die materielle Stauchung des Arms des Interferometers bei MM erklärt), jedoch natürlich nicht
für eine Relativbewegung wie bei Einstein: Nicht, weil eine bewegte Soldatenreihe sich vor einer ruhenden Soldatenreihe beim Marschieren staucht, dass die ruhende Soldatenreihe sich auch entsprechend stauchen muss.

Die Lorentzkontraktion ist also bei Lorentz materiell und nur bei einer absoluten Bewegung des Körpers im Raum möglich.
Bei Einstein ist sowieso die Lorentzkontraktion nicht materiell, sondern nur ein Scheineffekt, der von einem bestimmenten Meßverfahren verursacht wird, sie existiert real weder bei absoluter noch bei relativer Bewegung, die Ausrechnung der Stauchung erübrigt also von allein.
Für das Strand-Gedankenexperiment würde es also so aussehen: Mit der Anwendung der Lorentztransformation erzielt man Relativgeschwindigkeiten durch Stauchung des absolut bewegten Körpers, die sich sehr stark an Galilei annähren:
Zitat von Jocelyne Lopez:
viewtopic.php?f=6&t=335&p=22329&hilit=galilei#p22329Wenn man die Berechnung der Relativgeschwindigkeit bei diesem Zahlenbeispiel innerhalb der SRT untersucht, stoßt man auf einen vernichtenden mathematischen Wiederspruch:
Galilei: c + v = 70 km/h + 10 km/h =
80 km/h (messbar)
Lorentz: c + v = 70 km +
fast 10 km/h =
fast 80 km/h (nicht messbar)
Einstein: c =
70 km/h (nicht messbar)
Die Berechnung der Relativgeschwindigkeit innerhalb der Mathematik der SRT ergibt also einen gewaltigen Wertunterschied im Ergebnis:
fast 80 km/h UND genau 70 km/h.
Lorentz erklärt diese „
fast 80 km/h“ im Vergleich zu Galilei durch eine ganz ganz winzige materielle Längenkontraktion des Beobachters in Bewegungsrichtung bzw. durch eine ganz ganz winzige vorübergehende Stauchung seiner Moleküle im der Quantendimension (weshalb sie auch nicht messbar ist).
Einstein negiert, dass eine materielle Kontraktion des bewegten Beoachters stattfindet, sondern setzt voraus, dass die Ruhelänge des Beobachters sich materiell überhaupt nicht verändert, auch nicht provisorisch wie bei Lorentz, sondern das ist bei Einstein lediglich ein virtuelles Meßeffekt - deshalb auch nicht real messbar bzw. man erzielt grundsätzlich bei diesem Meßverfahren einen falschen Meßwert. Das wäre auch ein bisschen gefährlich für den Beobachter, seine materielle Länge so zu stauchen, da man unverändert 70 km/h Relativgeschwindigkeit immer noch erzielt!

Das würde mathematisch bei Einstein so eine gewaltige materielle Längenkontraktion des Körpers bedeuten, dass der Beobachter wohl hier völlig zerquetscht und zerstört wäre, sobald er sich in Bewegung setzen würde… Auch Einstein sollte bitte behutsam mit bewegten starren oder elastischen Körpern in der Physik umgehen, oder?
Viele Grüße
Jocelyne Lopez