Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon sanchez » Mi 22. Okt 2025, 13:04

@Kurt


Sitze ich im Zug und es sind 1,41s vergangen, trifft bei mir die Uhrablesung der ruhenden Uhr am Gleis ein, mit der Uhrzeit 1s.

Und merkst was?
Hier ist der Zug das Ruhesystem, und die Uhr draußen geht langsamer.
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Kurt » Mi 22. Okt 2025, 13:09

sanchez hat geschrieben:@Kurt
Sitze ich im Zug und es sind 1,41s vergangen, trifft bei mir die Uhrablesung der ruhenden Uhr am Gleis ein, mit der Uhrzeit 1s.

Warum soll der der im Zug fährt hier was anderes sehen?

Was ist mit der Beantwortung meiner Frage?

Kurt

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Zuletzt geändert von Kurt am Mi 22. Okt 2025, 13:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon sanchez » Mi 22. Okt 2025, 13:09

@Kurt

Welche Frage?

Kurt hat geschrieben:Nein, der im Zug sieht Gleiches wie der der nicht im Zug sitzt.

Echt jetzt?, ich habe es doch anders aufgezeigt.
sanchez
 
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Kurt » Mi 22. Okt 2025, 13:12

sanchez hat geschrieben:@Kurt

Welche Frage?

Kurt hat geschrieben:Nein, der im Zug sieht Gleiches wie der der nicht im Zug sitzt.

Echt jetzt?, ich habe es doch anders aufgezeigt.


Erkläre warum der im Zug sitende was anderes sehen sollte als der der neben der fallenden Uhr steht?

Kurt

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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon sanchez » Mi 22. Okt 2025, 13:15

Kurt hat geschrieben:Erkläre warum der im Zug sitende was anderes sehen sollte als der der neben der fallenden Uhr steht?

Kurt


Linien_vergleich.gif
Linien_vergleich.gif (2.15 KiB) 338-mal betrachtet

Der am Gleis sagt, die Uhr fällt senkrecht runter (blaue Linie).

Der im Zug sieht die Uhr schräg nach rechts unten fallen (braune Linie)

Ist doch einfach, oder?
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Frau Holle » Mi 22. Okt 2025, 13:46

sanchez hat geschrieben:
Geschwindigkeit ist relativ, aber hat für die zwei Beobachter den gleichen Betrag.
Bild
Du siehst, ruhend blaue Linie, bewegt braune Linie.
Die blaue Linie ist kürzer als die braune Linie.
Bei gleicher Geschwindigkeit auf den Linien braucht es mehr Zeit die braune Linie abzufahren, als man Zeit benötigt für die blaue Linie.

sanchez, dein Beispiel ist verwirrend. Du bringst da etwas durcheinander. Weiter oben hast du geschrieben, dass sich beide darüber einig sind, was die fallende Uhr in jeder Höhe anzeigt 1s...2s...3s...4s:

sanchez hat geschrieben:egal ob ruhender am Gleis und bewegter im Zug, beide sind sich darüber einig, welche Zeit die Uhr anzeigt in einer bestimmten Höhe. So ist es, ich hab da mal was vorbereitet.
Bild
Vertikal blau ist die Zeit aufgetragen, horizontal rot der Abstand (Strecke Uhr ich -Zug Du)
Festlegung zur Vereinfachung, die Orange fällt mit 10m/s konstant [...] das gilt für alle Beobachter.

Wenn für alle Beobachter diese Zeiten gleich sind, dann kann die Geschwindigkeit nicht für alle gleich 10m/s sein. Denn der schräge Weg ist ja länger als der vertikale mit 10m. Der Beobachter im Zug registriert also eine größere Geschwindigkeit als 10m/s, wenn er keine eigene Uhr hat und einfach die 4 s der fallenden Uhr heranzieht, über die sich alle einig sind.

Das Problem ist, dass du sowohl horizontal als auch vertikal räumliche Entfernungen in Meter aufträgst. Das ist kein Raum-Zeit-Diagramm, wo man üblicherweise vertikal nur die zeitliche und horizontal nur räumliche Abstände hat.

Die Sache mit dem "Sehen" ist übrigens auch missverständlich. Wenn optisches Sehen gemeint ist, dann verhält sich die Sache ganz anders. Nahe der Lichtgeschwindigkeit sieht man vorne auch Dinge, die sich in Bewegungsrichtung weiter hinten befinden. Alles was man dann optisch sieht, schrumpft auf einen kleinen Punkt in Bewegungsrichtung vorne zusammen. Das ist alles andere als intuitiv verständlich und einem Anfänger sehr schwer zu vermitteln. Wenn es in Erklärungen zur SRT heißt, dass man bewegte Uhren langsamer gehen "sieht", dann ist damit nicht optisches Sehen durch Lichtstrahlen gemeint.
 

Es ist zwar nett, dass du den Dumpfbacken hier die SRT erklären willst, aber so wie du das angehst ist es leider etwas verwirrend.

Nachtrag:
Im Kanal FoatHeadPhysics erklärt ein begeisterter youtuber die Geometrie Raumzeit recht gut. Ist halt in englisch, aber man kann sich ja die automatische Übersetzung einblenden lassen. Die Zeit als deutsch die Sprache der Wissenschaft war ist halt vorbei. Heute kommt man ohne englisch nicht mehr weit.
 
 
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Kurt » Mi 22. Okt 2025, 14:36

sanchez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Erkläre warum der im Zug sitende was anderes sehen sollte als der der neben der fallenden Uhr steht?

Kurt


Linien_vergleich.gif

Der am Gleis sagt, die Uhr fällt senkrecht runter (blaue Linie).

Der im Zug sieht die Uhr schräg nach rechts unten fallen (braune Linie)

Ist doch einfach, oder?


Natürlich ist das einfach.
Nur was hat das damit zu tun das der im Zug was anderes an der Uhr sehen sollte als der der daneben steht?

Kurt

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Raumzeit

Beitragvon rmw » Mi 22. Okt 2025, 15:12

Frau Holle hat geschrieben:Im Kanal FoatHeadPhysics erklärt ein begeisterter youtuber die Geometrie Raumzeit recht gut.

An die Raumzeit kann man glauban wie an eine Religion wenn man mag.
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon sanchez » Mi 22. Okt 2025, 15:13

@Frau Holle,
grafische Ermittelung der Geschwindigkeit

a) Du sitzt im Zug und malst mit einen Edding die Bewegung der fallenden Uhr auf deinem Zugfenster nach.
Du erhälst die blaue schräge Linie.

b) Du weißt, der ruhende am Gleis, sieht die Uhr senkrecht runter fallen.
Also malst auf die Scheibe das Lot vom Startpunkt.
Zugdreieck_3.gif
Zugdreieck_3.gif (4.57 KiB) 285-mal betrachtet

Man sieht den schwarzen Kreis.
Der Schnittpunkt in der senkrechten ist in Ruhe,
Der Schnittpnkt mit der schrägen sieht man wo 1 Sekunde im Zug.
Verfolgt man die schräge Linie weiter, bis zum Schittpunkt von roter und blauer Linie,
dann ist die 1s der Gleisuhr bei der Zuguhr, die schon auf 1,41s gezählt hat, angekommen.

Ich mach das noch ausführlicher, über Pythargoras.
Einwände?
Zuletzt geändert von sanchez am Mi 22. Okt 2025, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon sanchez » Mi 22. Okt 2025, 15:17

Kurt hat geschrieben:Natürlich ist das einfach.
Nur was hat das damit zu tun das der im Zug was anderes an der Uhr sehen sollte als der der daneben steht?

Kurt


Nö, nicht sollte, sondern er tut es, er sieht was anderes.

Bild
Zuletzt geändert von sanchez am Mi 22. Okt 2025, 15:39, insgesamt 1-mal geändert.
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