Kurt hat geschrieben:Aja, das ist ja logisch.
Genau.
Kurt hat geschrieben:Und die Photonen die durch den Doppelspalt fliegen (hm, fliegen die durch den linken oder den rechten) setzen dann ein Elektron in einer CCD-Zelle frei.
Wieso wissen diese Photonen, die ja nun durch den Doppelspalt geflogen sind, welche Zelle nun dran ist?
Sie wissen es nicht, und vor allem sind sie gar nicht durch den Doppelspalt geflogen. Dafür gibt es nicht den geringsten Beweis.
Zum Beweis hätten sie jeweils am Spalt detektiert werden müssen, was aber nicht geschehen ist. Sie hatten nur die
Möglichkeit am Spalt detektiert zu werden, wenn dort ein Detektor gewesen wäre, was aber nicht der Fall war.
Nach der Entstehung an der Quelle hat ein Photon einfach keine Ortseigenschaft mehr. Denn einen Ort haben nur Teilchen, und als Teilchen ist das Photon nicht irgendwo unterwegs wie eine Billiardkugel, die jederzeit an einem bestimmten Ort sein muss.
Einen Ort hat das Photon erst wieder bei seiner Detektion (=Vernichtung) auf Schirm bzw. in der CCD-Zelle, wo es schließlich wieder als Teilchen erscheint. In der Zwischenzeit ist es eine Welle ohne bestimmten Ort. Die Zelle, die es schließlich detektiert, wird vom Zufall bestimmt. Es gibt keine vorherbestimmte Bahn wie bei einer massiven Kugel. Die Wellenfunktion, welche das Verhalten korrekt beschreibt ist eine Wahrscheinlichkeitsfunktion, reine Stochastik. Vom einzelnen Photon kann man nicht sagen, welche Zelle es registrieren wird.
Klingt komisch, ist aber so. Das zeigt eben den Welle-Teilchen-Dualismus. Alle Experimente zeigen genau dieses seltsame Verhalten. Bis zum Abwinken belegt.
Und weil das so seltsam ist, hatte selbst Einstein bis zum Lebensende große Mühe damit, obwohl er die Quantentheorie maßgeblich mitbegründet hat:
Albert Einstein hat geschrieben:
Fünfzig Jahre intensiven Nachdenkens haben mich der Antwort auf die Frage: „Was sind Lichtquanten?“ nicht näher gebracht. Natürlich bildet sich heute jeder Wicht ein, er wisse die Antwort. Doch da täuscht er sich.