Erst mal geht es mir darum, wie eine EM-Welle und ein Photon bei beschleunigter Ladung überhaupt entsteht, siehe Eingangstext. Da nützt mir doch ein Spektrometer nichts, wo bereits massenhaft fertige EM-Wellen und Photonen ihr Unwesen treiben. Ihre Entstehung wird damit überhaupt nicht erklärt.
Also wie EM-Wellen "klassisch" entstehen habe ich gestern Nachmittag schon geschrieben. Eine so erzeugte EM-Welle besteht aus sehr vielen Photonen. Im Falle der hier genannten UKW-Antenne als Strahlungsquelle ist die Strahlungsleistung auf so viele Photonen mit derselben Energie verteilt, daß dort der Nachweis einzelner Photonen bisher meines Wissens nach nicht erbracht wurde. Die Strahlung von beschleunigten Ladungen gibt es in Form von Synchrotronstrahlung auch. Allerdings besteht diese auch aus einer größeren Zahl von Photonen unterschiedlicher Energie. Also die Photonen sind nach dieser Sicht Teile der gesamten Strahlungsenergie sowie des Lichtdrucks (Impuls).
Im Falle von Emissionslinien im Spektrum von Gasentladungslampen ist der Vorgang noch ein Anderer, weil dann Elektronen zwischen unterschiedlichen Energiezuständen wechseln. Dann entstehen entsprechend Photonen oder sie werden im umgekehrten Fall absorbiert (Fraunhoferlinien). Dann ist die Energie eines solchen Photons gleich der Differenz zwischen den Energiezuständen.
Im Falle von Atomkernen gibt es im Kern auch solche Energiezustände und die erzeugten Photonen heissen dann Gammaquanten. Diese sind schon gut mit etwa einem Geigerzähler zählbar. Allerdings gibt es auch bei diesen Photonen Welleneigenschaften, Was in meinem Diplomarbeitsexperiment an Kristallgittern festgestellt werden konnte. Wobei da die Energie der Photonen und damit die entsprechende Wellenlänge eher im Bereich der Röntgenstrahlung. Röntgenstrahlung hat auch Linien, die durch Energiezustände von entsprechend stark gebundenen Elektronen im Atom herrühren.
Soweit der Exkurs zum Thema EM-Wellen und Photonen von meiner Seite.
Gruß
Rudi Knoth


