Kurt hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:
Sie liefert die Darstellung eines gemäß den Regeln der SRT [...]
Diese Transformation liefert also die Ergebnisse, nein Darstellung die laut SRT-Vorstellungen sich so ergeben.
Die Situation ist folgende: Die Ruhegeometrie eines Körpers ist durch die Koordinaten einiger Eckpunkte des Körpers im Raum gegeben. Wird der Körper nun bewegt, d.h. beschleunigt, dann kann man gemäß der galileischen Bewegungslehre einfach zu allen gegebenen Ruhekoordinaten denselben zeitabhängigen Offset hinzuaddieren, um die Koordinaten des bewegten Körpers zu irgendeinem Zeitpunkt zu erhalten, denn der Körper bleibt trotz Bewegung starr. Im Fall der einsteinischen Bewegungslehre (SRT) bleibt der Körper nicht starr. Die Geometrie des Körpers in Bewegung ist nicht kongruent zur Ruhegeometrie. Das Stichwort hierzu lautet Lorentzkontraktion.
Kurt hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:
[...] den Regeln der SRT bewegten Körpers in einem Inertialsystem
Es geht also nicht um einen unbewegten Körper.
Dieser Körper bewegt sich in einem IS, in einem -Umfeld- dass frei von irgendwelchen Kräften ist und als Bezuggrundlage dient.
Spielt die beschleunigte Bewegung da eine Rolle oder ist die nicht vorgesehen/aussen vorgelassen?
Die typischen Standardfälle, von denen in vielerlei Betrachtungen und Gedankenexperimenten im Zusammenhang mit der SRT die Rede ist, betreffen ruhende oder gleichförmig geradlinig bewegte Körper. Hier geht es um beliebige stetige, glatte Bewegungen im Raum, bzw. im Zusammenhang mit den 2D-Animationen in der Ebene. Da es jeweils um den Zusammenhang zwischen der Ruhegeometrie eines Körpers und der Geometrie desselben Körpers in Bewegung geht, sind besonders Bewegungsabläufe von Interesse, bei denen der Körper zunächst ruht und später dann beschleunigt wird.
Kurt hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:
Eines Körpers, dessen Ruhegeometrie sich bei Beschleunigung verformt
Diesere Satz beantwortet eigentlich schon meine Frage, es geht auch um beschleunigte Bewegung.
Aber da taucht eine neue auf.
Ist die Darstellung des unbeschleunigten, sich bewegenden Körpers, unverformt?
Der Begriff `unverformt' ist hier exakt definiert. Er bedeutet, dass die Geometrie des Körpers mit der Ruhegeometrie des Körpers übereinstimmt. Die Ruhegeometrie des Körpers ist durch die Koordinaten des Körpers in einem Inertialsystem gegeben, in dem der Körper ruht. Ein solches Inertialsystem wird auch als ein Ruhesystem des Körpers bezeichnet. Ein Körper besitzt eine ganze Klasse von Ruhesystemen, die gegeneinander verschoben oder verdreht sind, nicht aber gegeneinander bewegt sind. Darauf gehe ich jetzt aber nicht weiter ein.
Zur neu auftauchenden Frage: Die Darstellung des unbeschleunigt bewegten Körpers ist unverformt, wenn sie auf ein Ruhesystem des Körpers bezogen ist, ansonsten ist sie verformt. Wegen der unbeschleunigten Bewegung ist die Verformung aber zeitunabhängig.
Kurt hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:
Ein Beobachter, der in demselben Inertialsystem ruht, sieht je nach Blickwinkel irgendeine Projektion derselben Beschreibung
OK, das dürfte verstanden sein.
Deine Animationen zeigen die "ideale" Sicht des Beobachters.
Keine im-winkel-Seherei, alles infinestimal.
Ich denke, Sie haben das verstanden. Im Zusammenhang mit der SRT ist oft die Rede von Beobachtern, die angeblich dies oder jenes sehen. Das ist fast immer irreführend. Zum einen sehen Beobachter, die in ein und demselben Bezugssystem ruhen i.a. Unterschiedliches, zum anderen impliziert Sehen Licht und damit zeitliche Verzögerungen. Zwischen der Darstellung einer Szene, die sich in der Wirklichkeit abspielt, in bezug auf ein Inertialsystem und dem, was ein Beobachter sieht, der in demselben Inertialsystem ruht, bestehen Zusammenhänge, die noch komplizierter sind, als die Zusammenhänge zwischen zwei Darstellungen derselben Szene in zwei gegeneinander bewegten Inertialsystemen. Zu den Lichtlaufzeiten kommen Projektionen hinzu.
Kurt hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:
sofern die SRT die Wirklichkeit korrekt beschreibt
Und darum geht das Gespräch.
Es geht ersteinmal genauer darum, die Vorhersagen der SRT zu kinematischen Vorgängen korrekt darzustellen. Hoffentlich sind dann allerlei Schlüsse daraus nicht langweilig.
Gruß
Faber