Kurt hat geschrieben:Rudi Knoth hat geschrieben:Wobei dies eher ein Fall sein sollte, in dem man die SRT nicht braucht. Denn die Ladungsträger bewegen sich wirklich "im Schneckentempo" durch den Leiter. Man kann für den Fall der parallelen Leiter dieses Thema auch ohne Benutzung der SRT behandeln. Denn dann erzeugen die bewegten Atomrümpfe die Magnetfelder und bewegen sich in diesen.
Die "Atomrümpfe" sind doch nichtgesättigte Atome bei denen Elekton(en) fehlen, es überwiegen die Protonen.
Nicht ganz. Wenn einem Atom wirklich ein Elektron fehlt, dann spricht man von einem "Loch", und zwar im sog. Valenzband. "Atomrümpfe" sind einfach normal besetzte Atome und nur eine Krücke um den Strom in technischer Stromrichtung von + nach - zu beschreiben.
Kurt hat geschrieben:Es ist ja noch nicht mal klar ob die Atome Elektronen verlieren oder ob es sich um freie Elektronen handelt die hier rumgeschoben werden.
Stimmt, man müsste klarstellen worüber man redet. Nur Elektronen, oder Elektronen und Löcher, oder nur Löcher. In normalen Metallen sind es hauptsächlich freie Elektronen, die den Strom ausmachen. Diese sind im sog. Leitungsband und fehlen nirgends. Sie bewegen sich lediglich frei im Atomgitter des Leiters.
Kurt hat geschrieben:Die Atome bewegen sich nicht gegen den (als ruhend angenommenen) Leiter, also ist nach einer anderen Ursache für das "magnetische" zu suchen.
Die Ursache für das Magnetfeld ist die Bewegung der Elektronen im (als ruhend angenommenen) Leiter. Um eine bewegte elektr. Ladung wird im Ruhesystem ein Magnetfeld festgestellt.
Kurt hat geschrieben:Dazu ist es halt unumgänglich erstmal den Beweungszustand des Drahtes zu kennen.
Der Draht ist in Ruhe wenn die Strom-Elektronen in Bewegung sind, und in Bewegung wenn die Strom-Elektronen in Ruhe sind. Je nachdem von welchem Standpunkt man es beschreibt.
