Stimmt_das?

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Re: Anmerkungen zum Gedankenexperiment von Purcell

Beitragvon Kurt » So 7. Jun 2026, 19:28

Rudi Knoth hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Dieses Thema treibt mich und wohl einige Leute hier um. Dazu eine kleine Betrachtung zu dem Gedankenexperiment von Purcell in der Version von Herrn Gaßner. Ausgangspunkt nenne ich hier das bekannt Experiment der beiden parallelen Leiter, durch die ein Strom gleicher Stärke und Richtung fließt. In diesem Fall ist schon seit längerer Zeit bekannt, daß sich diese beiden Leiter gegenseitig anziehen.

Das ist wohl der Generalsfehler, es gibt nämlich keine Anziehung.
Also liegt eine ganz andere Ursache vor, angedeutet habe ich sie ja schon.
.


Und warum nicht.

Weil es ohne "Stricke" nicht geht.

Rudi Knoth hat geschrieben: Im Übrigen ist dies doch vor vielen Jahren schon experimentell festgestellt worden.

Hineininterpretiert ist wohl der richtige Ausdruck.

Kurt

.
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Re: Anmerkungen zum Gedankenexperiment von Purcell

Beitragvon Frau Holle » Mo 8. Jun 2026, 02:03

Rudi Knoth hat geschrieben:2. Ruhesystem der Leitungselektronen und der Probeladung. In diesem Fall bewegt sich das Kristallgitter in Stromrichtung und erzeugt dasselbe Magnetfeld wie im Fall 1. Allerdings gibt es folgenden Unterschied, der einen Unterschied zum Fall 1 zu einer anderen Wirkung des Magnetfeldes führt. Da die Probeladung in diesem Bezugssystem ruht, wirkt auf diese keine Kraft. Und damit gibt es hier einen wichtigen Unterschied zu dem tatsächlichen Experiment.. Denn man hat keine Anziehung zwischen dem Leiter und der Probeladung. Der Grund ist wohl klar. in diesem Fall gibt es zwar einen Strom im Leiter aber da die Probeladung ruht, gibt es keinen Strom wie in dem Fall, daß nicht nur die die Leitungselektronen strömen sonder auch das Kristallgitter des zweiten Leiters einen Strom darstellt.

Das verstehe ich nicht. Es stellt doch bereits das Kristallgitter des ersten Leiters einen Strom dar. Wozu braucht man noch einen zweiten Leiter und den parallelen Strom von dessen Kristallgitter?

Noch etwas: Da beide Leiter ein ringförmiges Magnetfeld gleicher Orientierung haben, hebt sich das in der Mitte zwischen den Leitern auf und es entsteht ein Magnetfeld mit ovalen Feldlinien um beide Leiter.
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 8. Jun 2026, 06:23

@Frau Holle » Mo 8. Jun 2026, 03:03

Das verstehe ich nicht. Es stellt doch bereits das Kristallgitter des ersten Leiters einen Strom dar. Wozu braucht man noch einen zweiten Leiter und den parallelen Strom von dessen Kristallgitter?


Dies steht doch im ersten Absatz meines Kommentars von Gestern:

Dieses Thema treibt mich und wohl einige Leute hier um. Dazu eine kleine Betrachtung zu dem Gedankenexperiment von Purcell in der Version von Herrn Gaßner. Ausgangspunkt nenne ich hier das bekannt Experiment der beiden parallelen Leiter, durch die ein Strom gleicher Stärke und Richtung fließt.
Denn im Gedankenexperiment soll ja die Probeladung sich mit derselben Geschwindigkeit wie die Elektronen im Leiter bewegen. Im Artikel von D' Abramo wie auch in den Feynman lectures wurden auch de beiden parallelen stromdurchflossenen Leiter genannt.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Anmerkungen zum Gedankenexperiment von Purcell

Beitragvon bumbumpeng » Mo 8. Jun 2026, 07:49

Rudi Knoth hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Dieses Thema treibt mich und wohl einige Leute hier um. Dazu eine kleine Betrachtung zu dem Gedankenexperiment von Purcell in der Version von Herrn Gaßner. Ausgangspunkt nenne ich hier das bekannt Experiment der beiden parallelen Leiter, durch die ein Strom gleicher Stärke und Richtung fließt. In diesem Fall ist schon seit längerer Zeit bekannt, daß sich diese beiden Leiter gegenseitig anziehen.

Das ist wohl der Generalsfehler, es gibt nämlich keine Anziehung.
Also liegt eine ganz andere Ursache vor, angedeutet habe ich sie ja schon.

Und warum nicht.

Kurt hat geschrieben:Weil es ohne "Stricke" nicht geht.

Tja, altbekannt ist aber:
Übersicht mit KI
Zwei parallel zueinander angeordnete, stromdurchflossene Leiter üben aufgrund ihrer erzeugten Magnetfelder eine Kraft aufeinander aus. Fließt der Strom in gleicher Richtung (parallel), ziehen sich die Leiter an. Fließt der Strom in entgegengesetzter Richtung (antiparallel), stoßen sie sich ab.

Wer hält den Mond an der Erde in einer Umlaufbahn fest???
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Re: Anmerkungen zum Gedankenexperiment von Purcell

Beitragvon Kurt » Mo 8. Jun 2026, 09:14

bumbumpeng hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Weil es ohne "Stricke" nicht geht.

Tja, altbekannt ist aber:
Übersicht mit KI
Zwei parallel zueinander angeordnete, stromdurchflossene Leiter üben aufgrund ihrer erzeugten Magnetfelder eine Kraft aufeinander aus. Fließt der Strom in gleicher Richtung (parallel), ziehen sich die Leiter an. Fließt der Strom in entgegengesetzter Richtung (antiparallel), stoßen sie sich ab.

Wer hält den Mond an der Erde in einer Umlaufbahn fest???


Na was denn schon.
Auf der Erde sind viele einzelne, genau nach Bedarf eingerichtete, Hakenbefestigungsmöglichkeiten vorhanden. diese sind dazu da um die Stricke, die mit dem Mond verbunden sind, dort anzubringen.
Natürlich müssen diese ständig umgehängt werden weil sich die Erde ja selber dreht.
Damit das am Mond nicht notwenig ist, damit dort feste Befestigungspunkte verwendet werden können, ist die Mondrotation derart gestaltet worden das die Haltepunkte immer Richtung Erde zeigen.
Somit ist nur eine Umhängerei notwendig.
Wusstest du das denn nicht?
Durch den Knotenverschleiss werden die Seile immer kürzer und der Mond wird immer näher an die Erde herangezogen.

Kurt

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Anziehung

Beitragvon rmw » Mo 8. Jun 2026, 09:23

hmpf hat geschrieben:Die Elektronen in den jeweiligen Drähten bewegen sich jeweils im ringförmigen Magnetfeld des jeweiligen
anderen Drahtes.
Der rechte der beiden Drähte bekommt das Magnetfeld des linken von oben und seine Elektronen biegen nach links ab.
Der linke der beiden Drähte bekommt das Magnetfeld des rechten von unten und seine Elektronen biegen nach rechts ab.
Also ziehen sich zwei parallele Drähte, die in gleicher Richtung von Elektronen durchflossen werden, an.

Das ist eine denkbare Erklärung, sehr im Gegensatz zu diesem relativistischen Hokus Pokus.
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Re: Anziehung

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 8. Jun 2026, 12:00

rmw hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:Die Elektronen in den jeweiligen Drähten bewegen sich jeweils im ringförmigen Magnetfeld des jeweiligen
anderen Drahtes.
Der rechte der beiden Drähte bekommt das Magnetfeld des linken von oben und seine Elektronen biegen nach links ab.
Der linke der beiden Drähte bekommt das Magnetfeld des rechten von unten und seine Elektronen biegen nach rechts ab.
Also ziehen sich zwei parallele Drähte, die in gleicher Richtung von Elektronen durchflossen werden, an.

Das ist eine denkbare Erklärung, sehr im Gegensatz zu diesem relativistischen Hokus Pokus.


In diesem Punkt muß ich dir mal zustimmen. Die Anziehung von parallelen Leitern, in denen die Stromrichtung gleich ist, ist lange vor der SRT bekannt gewesen. Damit werden schon einige Prinzipien, mit denen auch Elektromotoren laufen, erklärt. Zu dem hier beschriebenen Gedankenexperiment ist folgendes zu sagen:

Dieses ist im Ergebnis für beide Ruhesysteme davon abhängig, welche Polarität die Testladung hat. Wenn sie positiv ist, wird sie im Ruhesystem der Atomrümpfe nicht angezogen, aber dafür im Ruhesystem der Leitungselektronen. Da aber in beiden Fällen derselbe Strom fliesst, passt dies nicht zum bekannten Ergebnis.

Dazu noch der Fall, daß der Strom durch einen Elektrolyten mit positiven und negativen Ionen fliesst. Wie soll denn dann die Probeladung beschaffen sein und sich bewegen?

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Anziehung

Beitragvon Rudi Knoth » Di 9. Jun 2026, 11:20

hmpf hat geschrieben:Ihr glaubt auch jeden Schwachsinn. Die Magnetfeldlinien eines Leiters durchdringen den anderen Leiter nicht,
sondern beide Magnetfelder schließen sich zu einem ovalen Magnetfeld zusammen, das beide Leiter
umschließt und nicht durchdringt! Das lässt sich leicht durch Eisenpfeilspäne nachweisen, die auf einem
Papier ausgestreut werden, das von beiden Leitern durchstoßen wird.
Deshalb gibt es nur die Erklärung mit den sich verkürzen wollenden Magnetfeld-Kraftlinien:
[
Was ist denn am Magnetismus so schwer zu kapieren?
Die Magnet-Feldlinien wollen sich verkürzen. Deshalb ziehen sich Stabmagnete an, wenn sie dadurch
zusammen einen längeren Magneten bilden können.
Dasselbe geschieht bei zwei in gleicher Richtung stromdurchflossenen Leitern.
Deren runde Magnetfelder wollen sich zu einem runden Magnetfeld verkürzen.

Das ist bei elektrischen Feldern auch nicht anders. Zwei Kondensatorplatten ziehen sich an, weil sich die
Feldlinien zwischen ihnen verkürzen wollen.
Ebenso ist es bei Gravitationsfeldlinien. Auch die wollen sich verkürzen. Allerdings sind die bi-sexuell
und treiben es mit jeder Materie.


Jede Mikrowelle zeigt, daß Leiter, in denen elektrische Ströme fliessen, auch durch homogene Magnetfelder abgelenkt werden. Dasselbe gilt auch für Elektromotoren. Vom Hall-Effekt ganz abzusehen.

Gru0
Rudi Knoth
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon Rudi Knoth » Di 9. Jun 2026, 17:59

Die Verweise auf Elektronen in Magnetfeldern sollen die Lorentz-Kraft also die Ablenkung von geladenen Teilchen in einem Magnetfeld beschreiben. Denn in dem Gedankenexperiment geht man von einer negativen Probeladung aus, die sich bei Leitung durch Fluss von Elektronen in einem Leiter sich mit deren Geschwindigkeit bewegt. Dies wird in zwei Bezugssystemen betrachtet.

1.. Der Leiter ist in Ruhe. Dann bewegen sich die Leitungselektronen und die Probeladung mit derselben Geschwindigkeit. Dann erzeugen die Elektronen im Leiter ein Magnetfeld, durch das die Probeladung in Richtung Leiter angezogen wird.

2. Die Probeladung ist in Ruhe. Dann erzeugt der positive Anteil des Leiters ein Magnetfeld, das dem Magnetfeld von Fall 1 gleicht.. Da aber die Probeladung in Ruhe ist, erfährt sie in diesem Magnetfeld keine Kraftwirkung.

Hier folgt die Argumentation für die Lösung mit der Längenkontraktion:

Da Fall 1 und 2 im Ergebnis sich deutlich unterscheiden, widerspricht das Ergebnis dem Relativitätsprinzip. Um auch im Fall 2 eine Anziehung der Probeladung zu erhalten, wird durch die Anwendung der Längenkontraktion wie folgt argumentiert:

Im Fall 1 hat man einen neutralen Leiter, was heisst, daß die Dichte der postiven und der negativen Ladung gleich ist. Wechselt man das Bezugssystem verringert sich die Länge des Leiters um den Faktor 1/Gamma. Weil im Fall 1 die Elektronen bewegt waren, wird deren Raum um den Faktor Gamma vergrößert. Entsprechend wird die Dichte der positiven Anteile im Leiter um den Faktor Gamma vergrößert und die der Elektronen um den Faktor 1/Gamma verkleinert. Also ist der Leiter im Fall positiv geladen und zieht dadurch die Probeladung an.

Soweit diese Lösung des oben genannten Paradoxon.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Stimmt_das?

Beitragvon Rudi Knoth » Mi 10. Jun 2026, 14:03

Noch eine Anmerkung zu dem im Video von Herrn Gaßner genannten Gedankenexperiment. Die Testladung soll den Strom der parallelen Leitung im Originalexperiment "ersetzen". Dies ist aber nur im Ruhesystem des stromdurchflossenen Leiters links richtig. Im Ruheystem der bewegte Elektronen gibt es von der Testladung keinen Strom. In einem Ruhesystem, das sich noch schneller nach oben als die Testladung bewegt, würde sie sogar einen entgegen gerichtete Strom "simulieren" und müsste dann sogar vom Leiter abgestossen werden. Dies kann man aber nicht mehr mit einer Längenkontraktion "ausgleichen".

Nur der Strom im linken Leiter ist in allen drei Bezugssystemen derselbe, weil die Summe aus dem Stromfluss der Elektronen und dem Leiteratomen gleich bleibt.

Groß
Rudi Knoth
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