Das Prinzip des Seins

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 Betreff des Beitrags: Re: Konstanz der LG
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 16:27 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 19:19
Beiträge: 1136
Wohnort: Hamburg
Jocelyne Lopez hat geschrieben:

Zitat:
Zitat Albert Einstein:
2. Jeder Lichtstrahl bewegt sich im „ruhenden“ Koordinatensystem mit der bestimmten Geschwindigkeit V, unabhängig davon, ob dieser Lichtstrahl von einem ruhenden oder bewegten Körper emittiert ist.



Wobei das "ruhende" Koordinatensystem austauschbar ist mit dem "bewegten" Koordinatensystem. Dies ergibt sich daraus, dass kein Bezug für das Ruhesystem angegeben wurde und dass ein Koordinatensystem von dem agierenden Subjekt als ruhend ausgewählt wurde, ohne dass eine Auswahlvorschrift genannt wurde. Aus dem, was Albert Einstein 1905 geschrieben hat, kann nur gefolgert werden, dass ein Lichtstrahl vorhanden ist, der sich in derselben Richtung an zwei Bezugssystemen vorbei bewegt. Welches dieser Bezugssysteme als "ruhend" und welches als "bewegt" bezeichnet wird, ist egal - auf jeden Fall besteht zwischen ihnen eine Geschwindigkeitsdifferenz von "v", während die Lichtwellenfront des Lichtstrahls eine Geschwindigkeit von "V" (V=c) besitzt. Diese Geschwindigkeit von "V" wird im Ruhesystem festgestellt und dann für das bewegte System errechnet - wobei Ruhesystem und bewegtes System auch einfach getauscht werden können und dann das gleiche gilt. Letzten Endes bleibt nur die Deutung, dass die Lichtgeschwindigkeit für alle Bezugssysteme konstant ist. Und so sehen es seit vielen Jahrzehnten auch die Anhänger der RT:
http://www.fachschaften.ksluzern.ch/fachschaften/physik/Lehrer/mup/SpezRel/Posten1_Postulate.pdf
Insbesondere haben die Interpreten Albert Einsteins bisher darauf bestanden, dass er einen "Äther" nicht benötigt habe.

mfg


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 17:31 
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Beiträge: 11188
Lieber Ljudmil,

Kannst du für Deine vom Standard abweichenden Darstellungen eventuell Quellen angeben? Nur so, um auszuräumen, daß hier tatsächlich Scharophysik beschrieben wird?

Zitat:
Aber bitte schön, er heißt Coriolis. ... Weil bei dieser Scheinkraft wohl was anderes als Trägheitskraft gemeint ist.
....
Zitat:
„Bleiben wir also beim Begriff Trägheitskraft.“

Nein, wir reden über Corioliskraft!


Scharophysik:
Scheinkraft ist etwas anderes als Trägheitskraft.
Corioliskraft ist keine Trägheitskraft.

Standardphysik:
Scheinkraft und Trägheitskraft sind Synonyme für die selbe Sache.
Corioliskraft ist eine Trägheitskraft.

Zitat:
Nein, wir reden über Corioliskraft! Dass es sich eigentlich um einen Effekt, der aus realen Trägheits- und Zentripetalkräften resultiert, .

Scharophysik:
Corioliskraft resultiert aus realen Trägheits-/und Zentrifugalkräften.
Trägheitskräfte sind real.
Corioliskraft ist ein Effekt

Standardphysik:
Zenrtifugalkraft ist eine reale Trägheitskraft
Corioliskraft ist eine reale Trägheitskraft
Corioliskraft resultiert nicht aus anderen Trägheits-/Zentrifugalkräften
Zentrifugalkraft und Corioliskraft resultieren aus zeitlicher Änderung des Vektors der Umfangsgeschwindigkeit
Zentrifugalkraft resultiert aus der Beschleunigung infolge zeitlicher Richtungs-Änderung des Vektors der Umfangsgeschwindigkeit
Corioliskraft resultiert aus der Beschleunigung infolge zeitlicher Betrags-Änderung des Vektors der Umfangsgeschwindigkeit

Zitat:
Was ist jetzt nun, hast Du heute durchs Fenster geschaut, ob das Haus Deines Nachbars sich versetzt hat? Es hat sich nicht entfernt, oder näher gerückt? Ja, dann hast Du Pech mit Deinen und Trigeminas Behauptungen.

Pech hatte ich schon. Das Haus meines Nachbarn liegt 100m südlich. Mit meinem Raketenauto wollte ich schnell mal zu ihm rüberfahren. Stell Dir vor, kurz vor dem Ziel ist es umgekippt (wieder Richtung west). Hab blaue Flecken an Arm und Bein. Da kam ein Wanderer des Wegs und meinte: scheinbar(e) Corioliskraft mißachtet. Da kam ein Arzt des Wegs und diagnostizierte: Die blauen Flecke sind nur scheinbar. Aber weh tun sie! :roll:

Liebe Grüße
Ernst


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 18:53 
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Hallo Herr Kemme,

Zitat:
Was überzeugt und das viele Sagen ersetzen kann, das wäre eine detaillierte Diskussion des Higgsäthers, ob die Übertragung elektromagnetischer Wellen und weitere Phänomene durch ihn überzeugend erklärt werden.


der Higgs-Äther ist m.W. dazu nicht in der Lage. Aus diesem Grund würde sich auch eine Diskussion darüber erübrigen, ob dieser "Äther" überzeugend die Übertragung elektromagnetischer Wellen erklären kann. Meines Erachtens kann diese Äther aber alle Phänome der SRT und ART erklären. Darüber würde sich dann eine Diskussion lohnen.

Zitat:
Für mich wäre momentan fraglich, ob der Higgsäther überhaupt dem Begriff "Äther" genügen würde. Man wird sicherlich eingehender darüber debattieren


Wenn bei Ihnen ein Äther aus Materie bestehen muss, dann handelt es sich beim Higgs-Äther um keinen Äther.

Gruß

Sebastian


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 19:29 
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Beiträge: 1224
Hallo Big Mac,

Zitat:
Gravitation und Elektromagnetismus sind zwei verschiedene Sachen.
Lichtäther hat mit Gravitation und somit mit Higgsäther sehr wenig zu tun.
So gesehen müssen also zwei Äther existieren, wenn das Higgs-Feld als Äther bezeichnet werden darf.


wieso muss es einen Licht-Äther geben? Die Welleneigenschaft des Lichtes ist für mich ein quantemechanisches Phänomen und bedarf keinen Äther.

Gruß

Sebastian


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 19:38 
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Registriert: Do 1. Jan 2009, 13:35
Beiträge: 1224
Hallo Ernst,

Zitat:
Pech hatte ich schon. Das Haus meines Nachbarn liegt 100m südlich. Mit meinem Raketenauto wollte ich schnell mal zu ihm rüberfahren. Stell Dir vor, kurz vor dem Ziel ist es umgekippt (wieder Richtung west). Hab blaue Flecken an Arm und Bein. Da kam ein Wanderer des Wegs und meinte: scheinbar(e) Corioliskraft mißachtet. Da kam ein Arzt des Wegs und diagnostizierte: Die blauen Flecke sind nur scheinbar. Aber weh tun sie! :roll:


mit Eisenbahn wäre das jetzt nicht passiert. ;)

Gruß

Sebastian


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 20:28 
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Beiträge: 11188
Hallo Sebastian,

Sebastian Hauk hat geschrieben:
mit Eisenbahn wäre das jetzt nicht passiert. ;)

Ja, weil die ja bekanntlich stets im Schneckentempo fährt. Aber leider wurde die Strecke vor 4 Jahren stillgelegt. Bild

Gruß
Ernst


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 22:01 
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Registriert: Do 1. Jan 2009, 13:35
Beiträge: 1224
Hallo,

und hier mal wieder eine kleine Denksportaufgabe:

Meines Erachtens ist es schon entscheidend für die Corioliskraft wie schnell die Erde rotiert, aber spielt es auch eine Rolle wie schnell jetzt eine Eisenbahn oder ein Rakenauto z.B. von München nach Hamburg fliegt oder fährt?

Gruß

Sebastian


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 22:32 
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M_Hammer_Kruse hat geschrieben:
zwei-em-mal-v-kreuz-omega

Klar :)

Hallo Sebastian:

anders ausgedrückt:

F_c = 2 * m * ω * v_r

F_c → Corioliskraft
m → Masse der Eisenbahn
ω → Winkelgeschwindigkeit der Erdrotation
v_r → Radiale Geschwindigkeitskomponente des Eisenbahnzuges

Ist aber weniger Denksport, denn Grundlagen-Physik/Mechanik ;)

Gruß
Ernst


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 22:52 
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Registriert: Fr 6. Mär 2009, 15:55
Beiträge: 69
Ernst hat geschrieben:

F_c = 2 * m * ω * v_r

F_c → Corioliskraft
m → Masse der Eisenbahn
ω → Winkelgeschwindigkeit der Erdrotation
v_r → Radiale Geschwindigkeitskomponente des Eisenbahnzuges

Ist aber weniger Denksport, denn Grundlagen-Physik/Mechanik ;)

Gruß
Ernst

ω(Erde) ist doch konstant, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2009, 23:04 
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Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30
Beiträge: 954
Hallo Jocelyne

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Du bist also schon lange vertraut mit dieser Thematik und kannst am besten meine Frage beantworten. Das wäre sehr nett, danke im voraus.


Deine Lorbeeren ehren mich zwar, jedoch fürchte ich meiner Antwort nicht sehr viel mehr hinzufügen zu können betreffend der nicht-materiellen Längenkontraktion.

Gruss


Hallo Chief

Chief hat geschrieben:
Wenn Längenkontraktion doch materiell wäre (Raumkontraktion) und wenn ein starrer Stab tatsächlich kontrahiert und die Zeit dilatiert damit L'/t'=c unverändert bleibt, wie ist es dann mit der Wellenlänge des Lichts (oder Schall)? Kontrahiert auch die Wellenlänge oder bleibt sie konstant? Wenn Wellenlänge auch kontrahiert und die Zeit dilatiert, dann gilt Lambda'/T'=c und der Dopplereffekt ist weg. Das würde bedeuten: Wenn die SRT richtig ist, dann existiert kein Dopplereffekt. Oder umgekehrt: Wenn es Dopllereffekt gibt, dann ist die SRT falsch.
Es wird sich vermutlich herausstellen, dass es keinen Dopplereffekt gibt.

Hervorhebung von mir

Wenn das Wörtlein wenn nicht wär... (siehe obiger Link)


Für den relativistischen Dopplereffekt gelten in beiden Systemen:

λ*f = λ’ * f’ = c

Die Wellenlänge entspricht einem Ortsintervall Δx, die Frequenz einem inversen Zeitintervall 1/ Δt:

Δx / Δt = Δx ’/ Δt’ = c

Die Lorentz-Trafo mit c=1 ergibt:

Δx’ = γ*( Δx-v*t) = γ*Δx*(1-v) = Δx*sqrt((1-v)/(1+v))

und für die Frequenz f die relativistische Dopplerverschiebung:

f = f’ * sqrt((1-v)/(1+v)) [Quelle und Beobachter entfernen sich voneinander]


Gruss


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