Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon galactic32 » Mi 18. Mai 2011, 21:17

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Und es kann nun mal nur an dem Umstand liegen, dass die Relativgeschwindigkeit zwischen zwischen Beobachter und Licht nicht beobachterunabhängig , sondern ganz im Gegenteil beobachterabhängig ist, ...
Eigentlich zwingend logisch, so wie es mit verstehendem Lesen nachzuvollziehen ist.

Es gilt c +/- v, der Maßstab "Lichtgeschwindigkeit" ist variable, er ändert sich je nach Geschwindigkeit des Beobachters.
Das klingt eher, wie wenn Relativgeschwindigkeit und Lichtgeschwindigkleit verquirlt und uneindeutig geklärt ist.
Ohne etwas wie Nullgeschwindigkleit verstanden zu haben geht es jetzt allerdings nicht mehr weiter!

Ohne etwas zu benutzen, was in der Raumphysik konstant ist(, was denn ein effectiv fester Punkt ist,) wird's für mich dann unphysikalisch.

Und bei unseren Mathematikern hier, ist die Frage was denn das +-Zeichen wohl bedeutet, wenn man c+v schreiben will?
Was denn 0 ist?
So logisch mehr ungecirkelt?
Warum Geschwindgkeit wie Länge (vektor) zusammengefügt wird, wenn doch Zeit-Mathematik gar nicht definirt ist?

Wie sich Geometrie auflöst (desintegriert) bzw. zusammensetzt, wenn wir eigentlich nur von LICHTgeschwindigkeits-Physik und "Zeit"-Physik ausgehen?

Gruß
galactic32
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 18. Mai 2011, 21:27

galactic32 hat geschrieben:
Mirko 18:20 hat geschrieben:... Das funktioniert aber nur deshalb, weil die Signale immer mit gleicher Geschwindigkeit unterwegs sind, sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg!


Ganz heikel: Es wird wohl vorrausgesetzt, Denken zu müssen, Geschwindigkeit wäre etwas rein relatives?
Nach dem Motto, die eine Geschwindkeit ist relativer als die andere?

So ist es, in der SRT ist die Lichtgeschwindigkeit nicht etwas rein relatives, nein, sie ist eine mystische Ausnahme unter allen Geschwindigkeiten, die alle ganz bieder etwas relatives sind, pfui Teufel. ;)

Nein, nein, die Lichtgeschwindigkeit ist nicht etwas relatives wie alle biederen, anderen Geschwindigkeiten, sie ist absolut. Sie lässt sich von nichts und von keinem beeinflussen, und schon gar nicht von irgendeinem biederen bewegten Beobachter, das wäre noch schöner. Die Tatsache, dass sie sich aber doch in der Alltagsphysik von dem erst besten dahergelaufenen bewegten Beobachter wie eine bewegte Laserpistole beeinflussen lässt, wollen wir ignorieren, oder vielmehr durch mathematischen Hokuspokus nachträglich vertuschen. Ich erinnere, dass einzig Einstein die Lichtgeschwindigkeit als etwas absolutes ansieht und nicht duldet, dass sie durch irgendeine Addition mit anderen Geschwindigkeiten verunreinigt wird. Lorentz dagegen duldet sehr wohl eine Addition der LG mit anderen Geschwindigkeiten, und zwar sogar fast so vollständig wie Galilei, was man allerdings durch das Verhalten der Laserpistolen bestätigt bekommt: Sie zeigen ja die vollständige Addition von Geschwindigkeiten, sogar auf ganz kurzen Distanzen auf einer Straße.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Do 19. Mai 2011, 07:38

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Es geht hier nicht darum, ein bestimmtes Meßverfahren mit dem Licht technisch zu beschreiben, wir sind hier nicht in einer Ingenieurschule, das interessiert hier nicht, sondern es geht nur darum zu verstehen, nach welchem Prinzip bei allen Meßverfahren mit dem Licht eine andere Geschwindigkeit für ein und dasselbe Auto gezeigt wird:


Achso, dann war das wohl nicht ganz ernst gemeint?:

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Man muß ein Meßverfahren genau kennen und untersuchen, um verbindliche Aussage über ein Meßwert zu treffen.


Ich hatte übrigens das Prinzip beschrieben, nicht die Technik.


Jocelyne Lopez hat geschrieben: wieso die Geschwindigkeitsmessgeräte mit dem Licht für ein und dasselbe Auto eine andere Geschwindigkeit relativ zu einem Beobachter anzeigen, je nachdem, ob der Beobachter ruht oder ob er sich bewegt.


So ein kleiner Tipp am Rande: das könnte daran liegen, weil die Relativgeschwindigkeiten unterschiedlich sind.


Jocelyne Lopez hat geschrieben:Und es kann nun mal nur an dem Umstand liegen, dass die Relativgeschwindigkeit zwischen zwischen Beobachter und Licht nicht beobachterunabhängig , sondern ganz im Gegenteil beobachterabhängig ist, eine andere Erklärung gibt es nicht. Es gilt c +/- v, der Maßstab "Lichtgeschwindigkeit" ist variable, er ändert sich je nach Geschwindigkeit des Beobachters.


Jocelyne, die Lasermessgeräte messen nicht die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter, sondern zwischen Beobachter und Zielobjekt. Das funktioniert genau deshalb, weil sich die Geschwindigkeit des Lichtes nicht ändert, egal, ob sich der Beobachter oder das Ziel oder beide bewegen oder nicht.

Auch die Bestätigung eines galactic ändert nichts daran, dass deine Schlussfolgerung alles andere als schlüssig oder gar zwingend logisch ist. Du bist auf dem Holzweg.


Weitere Erklärungen spare ich mir. War mal wieder amüsant.
Zuletzt geändert von Mirko am Do 19. Mai 2011, 09:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 19. Mai 2011, 08:03

Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Und es kann nun mal nur an dem Umstand liegen, dass die Relativgeschwindigkeit zwischen zwischen Beobachter und Licht nicht beobachterunabhängig , sondern ganz im Gegenteil beobachterabhängig ist, eine andere Erklärung gibt es nicht. Es gilt c +/- v, der Maßstab "Lichtgeschwindigkeit" ist variable, er ändert sich je nach Geschwindigkeit des Beobachters.


Jocelyne, die Lasermessgeräte messen nicht die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter, sondern zwischen Beobachter und Zielobjekt.

Ja, aber diese Messung der Relativgeschwindigkeit zwischen Beobachter und Zielobjekt kommt nur durch einen Vergleich mit dem Massstab zustande, wie alle Messungen. Messen ist Vergleichen.

Der Maßstab ist hier die Lichtgeschwindigkeit. Eine bestimmte Relativgeschwindigkeit zwischen Beobachter und Zielobjekt entspricht also einer bestimmten Relativgeschwindigkeit zwischen Beobachter und Maßstab Licht. Messen ist Vergleichen. Hier vergleicht man zwei Relationen. Wenn die Relation zwischen Beobachter und Maßstab sich ändert, ändert sich auch entsprechend die Relation zwischen Beobachter und Zielobjekt. Messen ist Vergleichen.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: absolute Geschwindigkeit

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 19. Mai 2011, 08:24

galactic32 hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:...Das sind einfache Grundlagen der klassischen Mechanik. Geschwindigkeit ist nicht absolut, sondern relativ zum Bezugssystem....
:?
Seltsame Physik, oder per Defininition ist's so, weil die spezielle mathematische Theorie es sagt?

Nein, das ist eine Erfahrungstatsache und seit Galileo Galilei erkannt und allgemein anerkannt. Und wenn ich mich an Grundlagen halte, dann an die allgemein anerkannten und nicht an die, die du dir zusammenphantasierst.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 19. Mai 2011, 09:06

Mirko hat geschrieben:Jocelyne, die Lasermessgeräte messen nicht die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter, sondern zwischen Beobachter und Zielobjekt.

Messen ist Vergleichen. Es werden bei einer Messung mit dem Maßstab Licht zwei Relationen verglichen bzw. stehen zwei Relationen in strenger physikalischen und mathematischen Abhängigkeit:

1. Die Relativgeschwindigkeit zwischen Beobachter und Licht
2. Die Relativgeschwindigkeit zwischen Beobachter und Zielobjekt

Die Relativgeschwindigkeit zwischen Beobachter und Licht im Fall wo c +/- v eintritt, existiert zwar, sie ist jedoch aufgrund des gewaltigen quantitativen Unterschiedes zwischen dem Wert der Lichtgeschwindigkeit und dem Wert der Geschwindigkeit eines Beobachters nicht direkt feststellbar in unserer Alltagsdimension, deshalb haben wir den Eindruck, dass zwischen Beobachter und Licht immer c gilt, der Unterschied +v oder -v ist nicht (oder kaum) beobachtbar.

Bei dem Vergleich und der Übertragung dieser „Maßstab-Relativgeschwindigkeit“ auf zwei Objekten, die einen ähnlichen Geschwindigkeitswert haben, ohne gewaltigen Geschwindigkeitsunterschied, wird jedoch der Fall c +/- v im Gegenteil sehr sichtbar: Wir stellen ja fest, dass Laserpistolen, die mit dem Maßstab Licht arbeiten, eine vollständige Addition der Geschwindigkeiten zwischen Beobachter und Zielobjekt bei c +/-v anzeigen, die also diesmal deutlich beobachtbar ist.

Messen ist vergleichen. Hier vergleicht man zwei Relativgeschwindigkeiten, die in strenger physikalischer und mathematischer Abhängigkeit stehen. Bei der ersten Relativgeschwindigkeit "Beobachter-Licht" ist c +/- v kaum beobachtbar, bei der zweiten Relativgeschwindigkeit "Beobachter-Zielobjekt" ist c +/- v deutlich beobachtbar.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Hannes » Do 19. Mai 2011, 09:13

Hallo Jocelyne !
Messen ist vergleichen. Hier vergleicht man zwei Relativgeschwindigkeiten, die in strenger physikalischer und mathematischer Abhängigkeit stehen. Bei der ersten Relativgeschwindigkeit "Beobachter-Licht" ist c +/- v kaum beobachtbar, bei der zweiten Relativgeschwindigkeit "Beobachter-Zielobjekt" ist c +/- v deutlich beobachtbar.

Es wird spannend. Ich bin gespannt, wie lange das Postulat (Annahme) der absoluten Lichtgeschwindigkeit noch aufrecht erhalten werden kann.
Mit Gruß
Hannes
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Do 19. Mai 2011, 09:18

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:
Jocelyne, die Lasermessgeräte messen nicht die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter, sondern zwischen Beobachter und Zielobjekt.

Ja, aber diese Messung der Relativgeschwindigkeit zwischen Beobachter und Zielobjekt kommt nur durch einen Vergleich mit dem Massstab zustande, wie alle Messungen. Messen ist Vergleichen.


Es werden Zeiten verglichen, nicht Geschwindigkeiten. Die Laufzeiten eben. Um die vergleichen zu können, muss die Geschwindigkeit gleich sein.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Do 19. Mai 2011, 09:23

Hannes hat geschrieben:Hallo Jocelyne !
Messen ist vergleichen. Hier vergleicht man zwei Relativgeschwindigkeiten, die in strenger physikalischer und mathematischer Abhängigkeit stehen. Bei der ersten Relativgeschwindigkeit "Beobachter-Licht" ist c +/- v kaum beobachtbar, bei der zweiten Relativgeschwindigkeit "Beobachter-Zielobjekt" ist c +/- v deutlich beobachtbar.

Es wird spannend. Ich bin gespannt, wie lange das Postulat (Annahme) der absoluten Lichtgeschwindigkeit noch aufrecht erhalten werden kann.
Mit Gruß
Hannes



Wenn niemand ein besseres "Gegenargument" findet als das von Jocelyne hier: ewig und drei Tage. Mindestens.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 19. Mai 2011, 10:02

Mirko hat geschrieben:Es werden Zeiten verglichen, nicht Geschwindigkeiten.

Doch, es werden Geschwindigkeiten verglichen: Die Lichtgeschwindigkeit ist seit 1983 der Maßstab für Geschwindigkeitsmessungen, da sowohl die Länge des Meters und als auch die Dauer der Sekunde mit der Lichtgeschwindigkeit zusammen festgelegt wurden:

Wikipedia:

Die 17. Generalkonferenz für Maß und Gewicht hat im Jahre 1983 den damals besten bekannten Wert der Vakuumlichtgeschwindigkeit zur Festlegung der SI-Einheit der Länge benutzt und definiert:

"Ein Meter ist diejenige Strecke, die Licht im Vakuum binnen des 299 792 458 sten Teils einer Sekunde zurücklegt."


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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