Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Kurt » Do 26. Mai 2011, 18:36

Veritatibus hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Hallo Roland, bitte mit -du-.

Danke für das freundlich Angebot, ich würde aber gerne beim Sie bleiben. Wir können ja trotzdem Kurt und Roland schreiben.


Kurt hat geschrieben:
Nun noch ein Beispiel mit: Messfahrzeug bewegt sich mit 100 KM hinter dem Raser her der mit 150 Km abzuhauen versucht. Kommt da bei gleicher Formel ebenfalls 50 raus?

Ja, das hatte ich doch so genau vorgerechnet.


Bei Schall?
Auch bei Licht?

Gruss Kurt
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Kurt » Do 26. Mai 2011, 18:54

Chief hat geschrieben:
Veritatibus hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:
Relativ zum "ruhenden" Messgerät aus dem obigen Beispiel.


Die Rechnung bleibt genau dieselbe...


Dann stimmt die Rechnung nicht.

Gruß


In Flensburg werden dann zu viele Punkte verwaltet, denn es kommt eine höhere Geschwindigkeit raus als sie tatsächlich ist.

Gruss Kurt
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 26. Mai 2011, 19:19

Mirko hat geschrieben:

Eine Messung der Lichtgeschwindigkeit ist etwas grundlegend anderes als eine Messung mit Licht.

Nein, eine Messung der Lichtgeschwindigkeit ist nicht etwas grundlegend anderes als eine Messung mit Licht.

Das Prinzip ist genau das gleiche:
Bei einer Messung der Lichtgeschwindigkeit wird ein Lichtstrahl emittiert, er prallt auf irgendeinen materiellen Punkt eines Spiegels auf, wird reflektiert und prallt auf irgendeinen Punkt eines Lichtdetektors zurück, der mit einer Uhr verbunden ist und die Laufzeit des Hin-und-Rücklaufes des Lichts festhält. Genau dasselbe Prinzip wie bei einer Laserpistole, wo auch jedes Lichtsignal emittiert wird, auf irgendeinen materiellen Punkt des Zielobjekts aufprallt, reflektiert wird, und auf irgendeinen materiellen Punkt des Lichtdetektors zurückprallt, der mit einer Uhr verbunden ist, die die Laufzeit des Hin-und-Rücklaufes des Signals festhält. Genauso.
Der einzige Unterschied bei einer Messung der Lichtgeschwindigkeit ist, dass man die Entfernung kennt: Man misst ja vorher die Meßstrecke und man kann gleich die LG berechnen, man hat Weg und Zeitdauer.

Ich erinnere, dass die Messungen der LG immer durch einen ruhenden Beobachter durchgeführt wurden (v=0), einschließlich die von 1983: Immer waren die Instrumente auf der Erdoberfläche fest montiert. Seit 1983 kann man keine Messung der Lichtgeschwindigkeit mehr vornehmen, weil das Ergebnis dieser Messung als Maßstabgeschwindigkeit festgesetzt wurde. Andere Messungen, die zum Beispiel mit besseren Instrumenten einen anderen Wert der LG als den von 1983 ergeben würden, können natürlich nicht anerkannt werden.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am Do 26. Mai 2011, 19:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Kurt » Do 26. Mai 2011, 19:25

Jocelyne Lopez hat geschrieben: Andere Messungen, die zum Beispiel mit besseren Instsrumenten einen anderen Wert der LG als den von 1983 ergeben würden, können natürlich nicht anerkannt werden.


Aberaber, sie würden sicherlich anerkannt werden, oder?
Es kommen aber keine anderen raus.
Denn die Strecke wird mit Licht vermessen und dann die Lichtgeschwindigkeit auf dieser Strecke gemessen.

Gruss Kurt
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 26. Mai 2011, 19:37

Veritatibus hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Ich habe nicht den Eindruck, dass Sie hier das Vorangeschriebene nachgelesen bzw. das Prinzip einer Messung der Lichtgeschwindigkeit oder mit der Lichtgeschwindigkeit verstanden hatten, als Sie vehement beteuert haben, dass Sie eine korrekte Mathematik hier angewandt haben. :(

Ihr Eindruck spielt bei einem Sachverhalt doch keine Rolle. Ich habe hier auch so den einen oder anderen Eindruck aber ich behalte den für mich.

hmm... für sich haben Sie den gerade nicht behalten ... ;)

Zitat Veritatibus an Hannes:

Bisher ging ich davon aus, dass alle bis auf Frau Lopez es richtig verstanden haben.

Aber lassen wir es in der Tat, ich habe keine Lust mich ewig zu wiederholen, das ist nerventötend und ich weiß aus Erfahrung, dass wir uns nur wiederholen können, ich passe...

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Kurt » Do 26. Mai 2011, 19:42

Diese Geschwindigkeit trifft aber bei bewegtem Sender/Empfänger nicht mehr zu!!

(v_Schall * Zeitdauer) / 2 = (343m/s * 1s) / 2 = 171,5m


Gruss Kurt
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 26. Mai 2011, 19:55

Kurt hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben: Andere Messungen, die zum Beispiel mit besseren Instsrumenten einen anderen Wert der LG als den von 1983 ergeben würden, können natürlich nicht anerkannt werden.


Aberaber, sie würden sicherlich anerkannt werden, oder?
Es kommen aber keine anderen raus.
Denn die Strecke wird mit Licht vermessen und dann die Lichtgeschwindigkeit auf dieser Strecke gemessen.

Ja, sicherlich, das kommt auch dazu, dass es zirkelschlüssig wäre.

Aber auch wenn man die Strecke konventionnell messen würde, also nicht mit dem Licht, und wenn dabei eine andere Geschwindigkeit wegen besseren Instrumenten rauskommen würde, könnte sie nicht anerkannt werden. Das würde bedeuten, dass man die Maßeinheit ändern müsste, alle Maßstäbe ändern müsste und alle vorherigen Messungen umrechnen müsste. Der Aufwand wäre nicht vertretbar.

Die Länge des Meters wurde auch bei der neuen Definition 1983 geändert, er ist kürzer geworden als den vorherigen Meter (wegen Abrundung des Meßergebnisses der Messung der LG 1983, die mit 299 792 458,6 m/s ausfiel). Ein Gymnasialphysiklehrer hat mir auch vor ein paar Jahren in einem Forum gesagt, dass die Wissenschaftler über diese Verkürzung nicht erfreut waren, weil man sie umrechnen musste beim Vergleichen mit Hochgenauigkeitsmessungen, die vor 1983 durchgeführt wurden. Ich weiß nicht ob es stimmt, dass man diese Verkürzung berücksichtigen muss, sie ist sowieso physisch nicht realisierbar.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Harald » Do 26. Mai 2011, 20:07

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Habe ich schon verstanden: Es handelt sich beide Male um Messungen durch einen auf der Erdoberfläche ruhenden Beobachter (der ruhende Polizist in unserem Beispiel). Der Fall ist klar, er braucht nicht untersucht zu werden. Ist schon lange abgehackt.


Eben nicht Frau Lopez, der ruhende Beobachter ist in keiner Weise abgehakt.

Sie zielen mit der Radarpistole vom Straßenrand aus auf ein fahrendes Auto. Sie können dessen Entfernung NUR bestimmen, wenn c konstant und bekannt ist.
So wie sie es verstehen, wird durch die Reflektion am fahrenden Auto c verändert: das Auto "sendet" den reflektierten Impuls und verändert durch die eigene Geschwindigkeit für das Licht.

Warum gegen Sie darauf nicht ein? Erst danach lohnt es sich doch, über den bewegten Beobachter zu reden.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 26. Mai 2011, 20:16

galactic32 hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:c ist "erstmal naturgegeben" relativ zu was?

Zum Messgerät. Wann kapierst du das endlich?
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
galactic32 hat geschrieben:Meinst Du so :? :roll:
So die Verhältnisse im Medium mit Schall u.Ä. etc. wären eben nicht zum Echo-Lotgerät, hm ?
Allg. Mediumleitgeschwindigkeit: c , oder ?
Bitte noch einmal in verständlichem Deutsch, danke.
Foppen wolltest Du mich aber nich ?

Die Schallgeschwindigkeit von Luft bei Normaldruck etc beträgt 330 m/s , oder ?
c_Schall_NN=330 m/s.

Wie ist "die" Schallgeschwindigkeit für Dich relativ zum Meßgerät?

Gruß

Licht ist kein Schall. Und nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Kurt » Do 26. Mai 2011, 20:39

Veritatibus hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Diese Geschwindigkeit trifft aber bei bewegtem Sender/Empfänger nicht mehr zu!

Veritatibus hat geschrieben:
(v_Schall * Zeitdauer) / 2 = (343m/s * 1s) / 2 = 171,5m


Also sagen Sie doch bitte, wo die Geschwindigkeit nicht mehr zutrifft, meinen Sie die Schallgeschwindigkeit in der Rechnung? Die Schallgeschwindigkeit ist unabhängig von der Geschwindigkeit der Quelle. Habe ich eine Schallquelle, kommt der Schall mit 343m/s auf mich zu, bewegt sich nun die Schallquelle mit 100m/s auf mich zu, kommt der Schall der Quelle weiter mit 343m/s auf mich zu.


Die Geschwindigkeit trifft ab da nicht mehr zu wo sich die Schallquelle/Senke bewegt.
Denn die Quelle/Senke geh davon aus dass aus ihrer Sicht der schall mit den 343 m/s gelaufen ist.
Das stimmt aber nicht mehr.
Denn es ergeben sich für Hin und Rücklauf unterschiedliche Zeiten, somit unterschiedliche/relevante Geschwindigkeiten des Schalls.
Darum stimmt die Rechnung nicht mehr weil ein zu grosser Laufzeitwert verwendet wird.

Habe ich eine Schallquelle, kommt der Schall mit 343m/s auf mich zu, bewegt sich nun die Schallquelle mit 100m/s auf mich zu, kommt der Schall der Quelle weiter mit 343m/s auf mich zu


Selbstverständlich, ist hier aber unintereressant.
Es geht um die Laufdauer des Signals, denn die ist die Basis der Berechnung.
Da diese für Hin und Rücklauf unterschiedlich ist taugt sie nicht, bzw. ist das Ergebnis der Berechnung falsch.

Gruss Kurt
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