Harald Maurer hat geschrieben:
Das beruht auf der Annahme, dass lichtemittierende Atome auf der Oberfläche eines rotierenden Sterns der Zentripedalkraft ausgesetzt sind, und dies zu einer zum Zentrum gerichteten Beschleunigung abgestrahlter Photonen führt. Da diese Zentripedalbeschleunigung an allen Punkten der Oberfläche eines Sterns radial zum Zentrum gerichtet ist, könnte man annehmen, dass dies zu einer resultierenden Rotverschiebung des abgestrahlten Lichts führt. Dabei ignoriert man allerdings die Zenrifugalkraft, welche der Zentripedalkraft in gleicher Größe entgegen gerichtet ist und zu einer Kompensation beider Kräfte zu Null führt, d.h. ein Atom an der Oberfläche eines Sterns befindet sich im rotierenden Bezugsystem des Sterns in "Ruhe". Die Annahme, emittierte Photonen würden mit einer zu ihrer Richtung entgegengesetzten Beschleunigung abgeschickt, ist m.E. daher unbegründet.
Nein Harald. da liegt ein Mißverständnis vor. Mit Kräften hat das gar nichts zu tun. Die Rotverschiebung ist das Resultat der Bewegung der Oberflächenpunkte des Sterns in Richtung Sichtlinie zur Erde.
Nimm vereinfachend an, die Rotationsachse liegt senkrecht zur Sichtlinie. Ein Punkt, etwa am Äquator des rotierenden Sterns, taucht meinetwegen am rechten Rand des Sterns auf, nähert sich uns zunächst, bis er mittig auf der Sternoberfläche liegt, und wandert dann, sich wieder entfernend, an den linken Sternenrand, um danach wieder zu verschwinden.
Diese Bewegung des Punktes mit dem Sternenradius R in Richtung Erde erfolgt so:
(Winkel ωt=0 für Position des Punktes am rechten Sternenrand; von der Erde sichtbarer Winkel ωt=0 bis ωt=π)
Wegkomponente in Richtung Erde: s = R * sin(ωt)
Geschwindigkeit: v = Rω * cos(ωt)
Beschleunigung: a = -Rω² * sin(ωt)
Beschleunigung: a = -K*sin(ωt)Im gesamten sichtbaren Bereich 0 bis π tritt folglich eine negative Beschleunigung des Sternenpunktes auf. Am größten ist sie in Sternenmitte.
Es wird also stets der Anfangspunkt einer elektromagnetischen Welle mit einer größeren Geschwindigkeit in Richtung Erde abgesendet als der Endpunkt der Welle. Der Effekt ist winzig, saldiert sich aber in den unendlich großen Zeiträumen zu einer Längung der Welle. Rotverschiebung.
Der Effekt wurde von Lothar Pernes beschrieben.
Gruß
Ernst