Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 27. Mai 2011, 14:25

galactic32 hat geschrieben:
Veritatibus hat geschrieben:
Jocelyne hat geschrieben:
Der am Straßenrand stehende Polizist misst c. Der am Steuer fahrende Polizist misst c - v.

Hier sagen Sie ganz deutlich, es würde einmal c und einmal c – v gemessen. Auch das ist falsch.

Warum sollte das falsch sein?
Lesen Sie doch bitte einmal verstehend mit.

Eine Messung der Lichtgeschwindigkeit erfolgt durch eine Zweiwegmessung der Lichtlaufzeit durch einen ruhenden Beoachter und eine Messung der Strecke.

Vom Prinzip her könnte man also sagen, dass der stehende Polizist den ersten Teil einer echten Messung der Lichtgeschwindigkeit durchführt: Messung der Dauer des Hin- und Rücklaufs eines Lichtssignals nach Reflektion auf ein Objekt (bei einer echten Messung der LG ist es ein Spiegel).

Der einzige Unterschied ist wie gesagt, dass man bei einer echten Messung der Lichtgeschwindigkeit die Strecke kennt, weil man sie misst. Aber die Lichtgeschwindigkeit ist die gleiche in beiden Fällen, ob man die Strecke kennt oder ob man sie nicht kennt: Das Licht lässt sich kein bisschen davon beeinflussen, ob wir die Strecke kennen oder nicht kennen, die es zurücklegt, es läuft auf dieser bekannten/unbekannten Strecke wie es ihm gerade lustig ist.

Man kann also durchaus sagen, dass der stehende Polizist c misst, weil c immer durch einen ruhenden Beobachter gemessen wurde.

Man kann genauso sagen, dass der fahrende Polizist c + v auf dieser unbekannten Strecke misst, weil die Laserpistole es anzeigt, obwohl nie eine Messung der LG mit einem bewegten Beobachter durchgeführt wurde.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am Fr 27. Mai 2011, 14:46, insgesamt 1-mal geändert.
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 27. Mai 2011, 14:45

Veritatibus hat geschrieben:
Wenn Sie so freundlich wären, mal auf meine Fragen einzugehen, und diese zu beantworten, würde das sicher helfen.

Ich meine, dass es sicher helfen würde, wenn Sie die Rechnung für die 2. Rechenaufgabe vorlegen würden, wenn ein Asteroid und ein Raumschiff sich je mit 250.000.000 m/s entgegen fliegen.

Warum wollen Sie diese Rechnung nicht vorlegen? Ist sie umständlicher als die Rechnung für die 1. Rechenaufgabe? Oder liegt es vielleicht daran, weil die Laserpistole nach Ihrem erklärten Meßmethode 500.000.000 m/s anzeigen würde?

Zeigt etwa die Laserpistole bei dieser Rechenaufgabe 500.000.000 m/s oder zeigt sie etwas Anderes? Das würde sicher helfen, wenn Sie die Rechnung vorlegen würden.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 27. Mai 2011, 15:46

Veritatibus hat geschrieben:
So beim Nachlesen war ich ja über diesen Beitrag von ihnen gestoßen. Das ist so nur eine ganze einfach Addition von zwei Geschwindigkeiten, was hat das mit der Messung der Lichtgeschwindigkeit zu tun? Glauben Sie immer noch, das der Computer in einer Laserpistole diese Rechnung so durchführt, wenn ja, woher hat er die Werte für v_bewegtes Zielobjekt – v_bewegtes Polizeiauto?

Nein, ich glaube nicht und ich habe nie geglaubt, dass der Computer den Rechenschritt "Addition" durchführt, das habe ich auch schon gesagt, sogar ein paar Mal... :| Ich habe nur behauptet, dass das Ergebnis der Messung der Relativgeschwindigkeit durch eine bewegte Laserpistole die Transformation von Galilei c +/-v entspricht, also dass c +/- v für einen bewegten Beobachter gilt. Dass in der Laserpistole kein einfacher Rechenschritt "Addition" durchgeführt wird, sondern Messungen und Berechnungen von Laufzeiten und Abständen war schon lange klar bevor Sie in diese Diskussion eingestiegen sind. Die Berechnungen mit diesen Meßdaten basieren aber auf einer additiven Funktion der beiden Geschwindigkeiten, das sieht man ja eindeutig am Ergebnis. Auch sogar bevor Mirko hier die Meßmethode beschrieben hatte wurde schon über die Meßmethode bei Laserpistolen ausführlich bei MAHAG besprochen, siehe zum Beispiel ein Blog-Eintrag von mir aus dem Jahre 2010: Polizei-Radarkontrollen: Auch eine Falle für die Relativitätstheorie?. Also keine Panik, ich habe nie geglaubt und nie behauptet, dass die Laserpistole den einfahen Rechenschritt "Addition" oder "Subtraktion" durchführen. Sind Sie jetzt endgültig beruhigt?

Weiterbringend für die Diskussion wäre dagegen, anstatt sich bei Nachlesen meiner Beiträge ungerechtfertige Gedanken zu machen worüber ich glaube oder nicht glaube, wenn Sie die Rechnung für den 2. Rechenbeispiel vorlegen würden. Ich glaube hier nämlich, dass die Laserpistole in diesem Beispiel 500.000.000 m/s anzeigt. Ist das richtig oder glaube ich etwas Falsches und zeigt sie vielleicht etwas Anderes?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 27. Mai 2011, 15:57

Veritatibus hat geschrieben:
Nein, sie würde nicht 500.000.000 m/s anzeigen, aber warum sie das nicht tut, würden Sie noch weniger verstehen können

Vielleicht doch, ich habe ja schon verstanden, warum die Laserpistole im 1. Rechenbeispiel 200 km/h anzeigt, die Berechnungen entsprechen ja einer additiven Funktion der Geschwindigkeiten. Warum sollte ich das nicht verstehen für das 2. Beispiel, wenn es dasselbe Prinzip ist? Oder hört die additive Funktion irgendwann mal auf?

Außerdem bin ich nicht die einzige, die sich hier für das Thema interessiert, die Diskussion ist sehr rege, viele Teilnehmer haben sich beteiligt und Sie wollten mir doch persönlich so behilflich sein, diese Meßmethode zu verstehen. Ich glaube also schon, dass ich das 2. Rechenbeispiel genauso verstehen würde wie ich das 1. Rechenbeispiel verstanden habe, sie sind beide gleich und beide einfach. Warum denn nicht?

Wie sieht also die Berechnung für das 2. Zahlenbeispiel? Warum zeigt die Laserpistole nicht 500.000.000 m/s und was zeigt sie an? Hört die additive Funktion irgendwann auf? Wann und warum?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon M.S » Fr 27. Mai 2011, 16:06

@veritatibus

Egal was Sie tun, egal wielange Sie es auch versuchen (selbst wenn Sie sich dabei auf den Kopf stellen) -
Sie werden nie und nimmer auch nur eine einzige klare Antwort von jocelyne lopez bekommen.
M.S
 
Beiträge: 918
Registriert: Di 12. Apr 2011, 17:07

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Ernst » Fr 27. Mai 2011, 16:18

Veritatibus hat geschrieben: Sehen Sie denn einen besseren Weg, Frau Lopez nun die Funktionsweise einer Laserpistole richtig zu erklären?

Es gibt dazu keinen Weg. Wo keinerlei physikalische Kenntnisse vorhanden sind, da kann man nichts erklären.
Wieso das dennoch immer wieder breit angelegt versucht wird, bleibt ein Phänomen des Internets.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Fr 27. Mai 2011, 16:20

Jocelyne Lopez hat geschrieben: Dass in der Laserpistole kein einfacher Rechenschritt "Addition" durchgeführt wird, sondern Messungen und Berechnungen von Laufzeiten und Abständen war schon lange klar bevor Sie in diese Diskussion eingestiegen sind. Die Berechnungen mit diesen Meßdaten basieren aber auf einer additiven Funktion der beiden Geschwindigkeiten, das sieht man ja eindeutig am Ergebnis.


Man sieht also am Ergebnis, dass das Ergebnis auf einer Addition der Geschwindigkeiten basiert - aha. Man konnte zwar durch eine Addition gar nicht zum Ergebnis kommen, aber das ist nebensächlich.





Jocelyne Lopez hat geschrieben:Auch sogar bevor Mirko hier die Meßmethode beschrieben hatte wurde schon über die Meßmethode bei Laserpistolen ausführlich bei MAHAG besprochen,


Stimmt, und schon da wurde dir gesagt, dass man mit Laserpistolen die SRT nicht widerlegen kann.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:siehe zum Beispiel ein Blog-Eintrag von mir aus dem Jahre 2010:

und schon damals hast du das nicht eingesehen.
Mirko
 
Beiträge: 387
Registriert: Mi 14. Apr 2010, 07:58

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Fr 27. Mai 2011, 16:23

Ernst hat geschrieben:
Veritatibus hat geschrieben: Sehen Sie denn einen besseren Weg, Frau Lopez nun die Funktionsweise einer Laserpistole richtig zu erklären?

Es gibt dazu keinen Weg. Wo keinerlei physikalische Kenntnisse vorhanden sind, da kann man nichts erklären.
Wieso das dennoch immer wieder breit angelegt versucht wird, bleibt ein Phänomen des Internets.
.
.


Das dürfte die Faszination sein, zu sehen, wie weit sich der menschliche Geist verknoten kann - ich meine, auf einen Begriff wie Maßstabs-Geschwindigekit muss man erst mal kommen:)
Mirko
 
Beiträge: 387
Registriert: Mi 14. Apr 2010, 07:58

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 27. Mai 2011, 16:28

Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Auch sogar bevor Mirko hier die Meßmethode beschrieben hatte wurde schon über die Meßmethode bei Laserpistolen ausführlich bei MAHAG besprochen,


Stimmt, und schon da wurde dir gesagt, dass man mit Laserpistolen die SRT nicht widerlegen kann.

Da Du ein Kenner der Meßmethode bist und da Veritatibus partout nicht die Rechnung für das zweite Rechenbeispiel vorlegen möchte, könntest Du bitte diese Rechnung hier vorlegen, das wäre hilfreich für alle Teilnehmer, und ich möchte sehr gerne wissen, was die Laserpistole anzeigt, wenn ein Asteroid und ein Raumschiff sich mit je 250.000.000 m/s entgegenfliegen.
Veritatibus hat heute morgen die Rechnung so für das 1. Rechenbeispiel vorgelegt:

Zitat Veritatibus: viewtopic.php?f=6&t=296&start=2450#p27098

v_ps = + 100km/h
v_gs = – 100km/h

Wir machen zwei Abstandsmessungen, die Zeitdauer zwischen den Messungen ist 1s:

1. Messung: (c * Zeitdauer) / 2 = (299,79m/μs * 1,1442μs) / 2 = 171,5m
2. Messung: (c * Zeitdauer) / 2 = (299,79m/μs * 0,7735μs) / 2 = 115,94m

In einer Sekunde hat sich der Abstand zwischen beiden Fahrzeugen um 55,56m verringert, also 55,56m/s das sind 200km/h. Die Laserpistole zeigt 200km/h an.

Wie sieht die Rechnung für das 2. Beispiel aus?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon galactic32 » Fr 27. Mai 2011, 18:01

Veritatibus hat geschrieben:Um mal zu zeigen, wie hilfreich es ist, wenn jemand was „glaubt“ aber nicht die Rechnung dazu zeigt, ich glaube die Laserpistole würde im zweiten Fall ca. 294.914.561m/s anzeigen. Ich hoffe das „hilft“. ;)
Das Lasergerät kann auch einfach Werte für v bis etwa 2*c_0 "messen".

Gruß
galactic32
 
Beiträge: 1664
Registriert: Di 13. Okt 2009, 00:42

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 39 Gäste