Ernst hat geschrieben:
Die Laserpistole mißt erstmal nur Laufzeiten. Die sind immer richtig.
Ausgehend von
- Uhr ist OK
- Signalerfassung ist OK
ergibt sich eine Laufzeit des Signals.
Erst wenn eine Differenz von zwei Laufzeiten vorliegt, die Wartezeit zwischen den Messungen bekannt/OK ist, liegt eine zu verrechnende Zahl vor.
Diese nun mit einer -vermeintlichen- Ausbreitungsgeschwindigkeit, der Signalleitgeschwindigkeit im Medium, verrechnet/ins Verhältnis gesetzt, ergibt den gewünschten/gesuchten Wert des "Geprüften".
Dieser Wert kann nur stimmen wenn neben der fehlerfreien Erfassung der Differenzzeit auch noch sichergestellt ist dass die angenommene Weiterleitgeschwindigkeit im Medium tatsächlich vorhanden war.
Und zwar in Bezug zur Messeinrichtung selber.
Wenn nun die Messeinrichtung bewegt ist, und zwar gegen das Medium, dann entsteht ein Messfehler.
Denn die ermessenen Laufzeiten stimmen nicht mehr mit den angenommenen Umständen überein.
Somit ergibt sich ein falsches Ergebnis.
Da es sich um eine Zweiwegmessung handelt ergibt sich grundsätzlich eine längere Signallaufdauer wenn die Signalquelle/Senke gegen das Medium bewegt war.
Das ergibt einen Fehler in der Differenzerfassung (Delta der beiden Laufzeiten) und somit in der anschliessenden Auswertung und Umrechnung auf die Geschwindikeit des "Probanten".
Der Fehler der längeren Signallaufzeit aufgrund der bewegten Messeinrichtung ist zwar in beiden Messungen vorhanden, kompensiert sich jedoch nicht aus weil die Messungen unterschiedlich lange dauern.
Einzig wenn der "Prüfling" sich mit gleicher Geschwindigkeit in der gleichen Richtung bewegt(e) ergibt sich ein richtiges Ergebnis.
In allen anderen Fällen nicht.
Um das zu berücksichtigen ist die vorhandene Differenzgeschwindigkeit zu kennen und in die Verrechnung einzubeziehen.
Es reicht nicht aus einfach den Differenzwert vom gemessenem Wert abzuziehen/hinzuzurechnen, denn es liegt ein grundsätzlich falsches Ergebnis vor dass damit nicht korrigierbar ist.
Gruss Kurt