fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Smoot hat keine Geschwindigkeit gemessen.
Nein, hat er nicht. Hat er genau so wenig wie das Radargerät am Straßenrand, das ja auch keine Geschwindigkeiten misst, sondern den Doppler-Effekt auswertet und daraus die Geschwindigkeit berechnet. Genauso ist Smoot vorgegangen.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Er hat die Anisotropie der 3K Hintergrundstrahlung gemessen.
Erstaunlich! Müsste denn nicht lt. Postulat der SRT sich die Hintergrundstrahlung im Bezugssystem des Messgerätes isotrop ausbreiten? Wie kann es denn kommen, dass die Strahlung anisotrop gemessen wird, obwohl sie sich im Ruhesystem des Messgeräts isotrop ausbreiten sollte? Hat hier Smoot gemessen, was Michelson messen wollte: nämlich die Anisotropie einer Lichtausbreitung aufgrund der Bewegung der Erde gegenüber einem Bezugssystem, in welchem die Lichtausbreitung isotrop erfolgt?
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Und der Bezugspunkt ist das Messgerät gewesen. Wie bei jeder Messung das Messgerät den Bezugspunkt bestimmt.
Ja, und gegen den Bezugspunkt Messgerät wird die Relativbewegung des Bezugssystems eines zu messenden Objekts gemessen (wie im Falle der Radarmessung eines Verkehrsteilnehmers das Bezugssystem des PKWs).
Aber was oder welches Bezugssystem hat sich gegen den COBE-Satelliten bewegt? Das Universum selbst? Als das Bezugssystem, in welchem sich der CMB isotrop ausbreitet? Wie man ja messen könnte, wenn sich die Erde mit 370 km/s in die Gegenrichtung bewegen würde!
Die Hintergrundstrahlung breitet sich demnach in einem Ruhesystem aus. Dieses Ruhesystem ist gegenüber
allen wie und wo immer auch definierbaren Koordinatensystemen ruhend! Wie kann man auf die Idee kommen zu behaupten, dieses universelle, absolute Bezugssystem wäre ein Bezugssystem wie jedes andere auch?
Und was wäre, wenn das Messgerät des COBE-Satelliten nicht in 900 km Höhe sondern auf der Erdoberfläche messen würde? Misst es dann auch die anisotrope Ausbreitung der im Weltraum liegenden Strahlung und somit genau das, was dem Michelson-Versuch misslungen ist? Nämlich die Anisotropie einer Lichtausbreitung aufgrund der Erdbewegung gegen ein Bezugssystem, das als absolut angenommen wurde?
Und wie kommt es, dass man mit größter Selbstverständlichkeit die Ausbreitung des CMB gegenüber der Erdbewegung als anisotrop erkennt, obwohl das lt. SRT gar nicht möglich sein dürfte, weil jede Lichtausbreitung in jedem Inertialsystem nur mit isotroper Ausbreitung gemessen werden könnte, weil das Postulat genau dies und nichts anderes aussagt? Demnach müsste auch der CMB von jedem Bezugssystem aus isotrop erscheinen! Das ist aber offenbar nicht der Fall!
Smoot hat zwei Tatsachen mit seiner Messung bewiesen: es gibt ein Bezugssystem, das als absolut ruhend anzunehmen ist, und eine Lichtausbreitung in diesem Bezugssystem wird aus einem bewegten Bezugs-(Mess)system als anisotrop festgestellt. Damit ist Einsteins Postulat hinfällig!
Dass Smoot sich beeilt hat, zu versichern, das spräche nicht gegen die SRT, ist verständlich. Hätte er etwas anderes behauptet (was eigentlich völlig klar auf der Hand liegt), so hätte er den Nobelpreis nie bekommen!
Grüße
Harald Maurer