Scheinkräfte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mi 1. Feb 2012, 20:49

Hallo Chief !
Die Sache hat sich erledigt, aber nicht in Deinem Sinne. Die Trägheitskraft bei einer Kreisbewegung ist gleich mω²r weil die Beschleunigung a gleich -ω²r ist. Und die verursachende Kraft im Falle von Schwerkraft ist GMm/r². Diese beiden Kräfte sind entgegengesetzt gleich.

Das Gleiche habe ich heute um 15 Uhr Jürgen erklärt :
Fliehkraft und Gravitation sind doch zwei voneinander grundverschiedene Kräfte, wie ja die Formel Chiefs genau darstellt.
Während Fliehkraft zum Großteil von der Umlaufgeschwindigkeit des Objektes abhängt, ist Gravitation nur von der (nlcht veränderbaren) Masse der Erde und vom Radialabstand abhängig.

Entweder Ernst hat es nicht gelesen, oder er will es nicht wahrhaben.

Hannes
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 1. Feb 2012, 21:01

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Zusätzlich zu F also noch einmal eine Gegenkraft draufsatteln, ist also falsch.
Damit hat sich die Sache erledigt.

Die Sache hat sich erledigt, aber nicht in Deinem Sinne. Die Trägheitskraft bei einer Kreisbewegung ist gleich mω²r weil die Beschleunigung a gleich -ω²r ist. Und die verursachende Kraft im Falle von Schwerkraft ist GMm/r². Diese beiden Kräfte sind entgegengesetzt gleich.

Die Beziehung lautet

+ a = + F/m = + GM/r²

Hätte der Satellit keine Umfangsgeschwindigkeit, würde er mit dieser Beschleunigung in Richtung Erde fallen.

Er hat aber eine Umfangsgeschwindigkeit v und da er sich auf einem Kreis bewegt damit die Beschleunigung a = v²/r

v²/r = GM/r²
v² = GM/R
v= sqr (GM/r)

Die altbekannte Beziehung für die bahngeschwindigkeit eines Satelliten.
Alles nach F=m*a berechnet. Die Massenträgheit ist darin berücksichtigt. Von einer zusätzlichen "Trägheitskraft" nicht die Spur.

Bis auf eine falsche Notation Trägheitskraft statt Massenträgheit hast Du es bestätigt:
Chief hat geschrieben:Die Trägheitskraft wirkt nur dann wenn die Masse beschleunigt wird, aber das verhindert die Beschleunigung nicht sondern begrenzt sie nur auf a=F/m.

Die Sache ist beendet. Endgültig.

Ernst
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 1. Feb 2012, 21:03

Highway hat geschrieben:Gib's einfach zu - du hast dich ein wenig verargumentiert. ;)

Daß das schwierig ist, kann nicht sein.
Du hörst eben nicht zu. Macht nichts.

Gruß
Ernst
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mi 1. Feb 2012, 21:12

Hallo Ernst !
Genau. Die Zentrifugalkraft ist für die Bahn zu stark geworden. Damit der Satellit auf der gleichen Bahn bleibt, müsste eine zusätzliche Kraft in Richtung Rotationszentrum wirken.

....die wirkt aber nicht, weil die Gravitation nur vom Radius der Entfernung vom Erdmittelpunkt abhängig ist.Der Satellit wird also bei Erhöhung seiner Umlaufgeschwindigkeit auf eine höhere Bahn steigen.
Mit der Regulierung der Fliehkraft wird die Bahnhöhe fixiert.
Kannitverstand ?
Hannes
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mi 1. Feb 2012, 21:22

Hallo Chief !

Wie kann man das ganze mathematisch schreiben? Durch unterschiedliche Vorzeichen weil die Richtungen der Kraftvektoren entgegengesetzt sind.

Also, wenn das noch nicht klar ist...dann... weiß ich nicht was man sonst machen könnte!
Chief

Eines geht noch : Ernst einladen auf ein großes Helles.
Hannes
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mi 1. Feb 2012, 21:33

Hallo Highway !

Das ist aber genau, nach Ernst, Harald et al., die magische Zentripetalkraft ist, die sich nach allen Bedürfnissen wie von Geisterhand immer korrekt einstellt. Sogar bei dem Looping-Experiment, weiß die Zentripetalkraft zu jedem Zeitpunkt/Winkel wie groß diese zu sein hat.

Echt verblüffend wie auch unglaubwürdig.

.......total unglaubwürdig. Denn wir wissen, wie groß die Zentripetalkraft zu jedem Zeitpunkt ist: Es ist die Gravitation, die Erdanziehung. Das ist keine magische Kraft, sondern eine ganz genau berechenbare Größe.Die veränderliche Kraft ist die Fliehkraft, die sich mit der Umlaufgeschwindigkeit ändert. Und mit dieser veränderlichen Kraft wird die Bahnhöhe der Satelliten reguliert. Da ist nichts verblüffendes dabei und ist die alltägliche Praxis der NASA.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon M.S » Mi 1. Feb 2012, 21:33

Highway hat geschrieben:Das ist aber genau, nach Ernst, Harald et al., die magische Zentripetalkraft ist, die sich nach allen Bedürfnissen wie von Geisterhand immer korrekt einstellt. Sogar bei dem Looping-Experiment, weiß die Zentripetalkraft zu jedem Zeitpunkt/Winkel wie groß diese zu sein hat.

Echt verblüffend wie auch unglaubwürdig.


Vielleicht hilft ja das: http://schulen.eduhi.at/riedgym/physik/ ... hkraft.htm
Speziell das zweite Beispiel mit der Federwaage (Warum gibt es ein Wort für eine Kraft, die gar nicht existiert)..
M.S
 
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 1. Feb 2012, 21:36

Chief hat geschrieben:Wie kann man das ganze mathematisch schreiben? Durch unterschiedliche Vorzeichen weil die Richtungen der Kraftvektoren entgegengesetzt sind.
Also, wenn das noch nicht klar ist...dann... weiß ich nicht was man sonst machen könnte!

Du selbst hast endlich erkannt:
Die Trägheitskraft wirkt nur dann wenn die Masse beschleunigt wird, aber das verhindert die Beschleunigung nicht sondern begrenzt sie nur auf a=F/m.

Mit Trägheitskraft meinst Du Massenträgheit.

Wo ist da ein unterschiedliches Vorzeichen :?: :?: :?:

In Deiner Gleichung steht a=F/m. Da steht: Ist gleich :!: Zwei Vektoren in der gleichen Richtung:

Newton Axiom 2.png
Newton Axiom 2.png (1.68 KiB) 4084-mal betrachtet

Nix mit "Gegenkraft".
Die Sache ist vorbei.

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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 1. Feb 2012, 21:50

Highway hat geschrieben: Echt verblüffend wie auch unglaubwürdig.

Dann geh mal auch in die Reihen, die Physik mit "Glauben" verwechseln.

Die Sache ist kinderleicht.
Wenn sich eine Masse auf einem Kreis bewegt, dann ist die Beschleunigung m*ω²*r.

Und alle Systeme, die wir hier behandelt haben, waren solche.

Du glaubst doch nicht, daß diejenigen, die nicht mal das verstehen, Vertsändnis aufbringen dafür, wie sich diese Kreisbewegung an den Systemen aus einem instationären Zustand einpegelt. Einmal habe ich das für's Karussell versucht; mit einer jämmerlichen Reaktion.

Also bitte, bevor der stationäre Fall nicht verstanden ist, verschone uns mit Fragen nach solchen Dingen, die etwas zusätzlichen Grips verlangen.

Wenn's zu barsch war, Entschuldigung. Aber die Ablenkung durch Verschleppung der einfachen Sache in solche Richtungen nervt gewaltig.


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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mi 1. Feb 2012, 21:55

Chief hat geschrieben:Federkraft F=Kx,
Schwerkraft F=GMm/r²,
Lorentzkraft F=q(E+vXB),
Auftriebskraft F=rhoVg
usw.

Richtig. Das wird für F eingesetzt in

a = F/m

Bild

Und überall wirkt die Trägheitskraft Ft=ma entgegen!

Wo denn? Weit und breit keine zu sehen.

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