Bell hat geschrieben:Nun ja, aber Ernsts ganzer Satz (dies ergibt sich zweifelsfrei aus seinem nicht zitierten Nachsatz) lautete implizit natürlich:
Bewegt sich in einem IS ein Beobachter mit v, so ist die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter c+-v, aus Sicht des IS in dem der Beobachter sich bewegt.
Und das ist natürlich vollkommen richtig, ... wie sollte es anders sein, wenn sich Licht im IS mit c bewegt und der Beobachter mit +-v?
Nein, es gibt lt. SRT keine "Sicht" eines Beobachters, die eine andere LG als c ergäbe! Genau aus diesem Grund liegen im gegenüber einem ruhenden Beobachter bewegten IS die Effekte LK und ZD vor! D.h. die Schlussfolgerung eines Beobachters, der in seinem Ruhesystem in ein relativ bewegtes IS "sieht" und meint, dieses IS bewege sich gegen das Licht und müsse daher c+/-v messen, ist nicht gegeben, weil in dem IS, das er beobachtet, die Länge verkürzt und die Zeit dementsprechend kleiner erscheint, und wer es nachrechnet, wird feststellen, dass für den im bewegten IS ruhenden Beobachter die LG auch nicht anders als c sein kann! Das ist ja auch der Sinn der rel. Effekte. Für jeden Beobachter beträgt die LG c, und zwar in beiden IS, im eigenen Ruhesystem und ebenso im relativ dazu bewegten, aber verkürzten und zeitdilatierten IS!
Das ergibt sich jedenfalls aus der SRT und der Lorentztransformation. Und wurzelt in der Synchronisationsmethode von Uhren mittels Licht, das - wenn es tatsächlich die vom Postulat zugeschriebenen Eigenschaften hat - man eben nicht zur Synchronisation verwenden sollte. Denn das führt dann nicht zur "Relativität von Raum und Zeit", sondern schlicht und einfach zu falsch gehenden Uhren...
Grüße
Harald Maurer
