contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Die Lorentztransformation ist ja lediglich Mathematik. Mathematisch kannst du sonstwelche Transformationen erfinden.
Physikalisch ist die Grundlage jeder LT, die konstante LG in allen IS, unmöglich.
Die Galileitransformationen sind ja lediglich Mathematik. Mathematisch kannst du sonst welche Transformationen erfinden. Physikalisch ist die Grundlage GT, unterschiedliche physikalische Gesetze in underschiedlichen IS, unmöglich.
Bei unserer Thematik nennt man viel treffender und klarer die sogenannte "
Galilei-Transformation":
Klassische Geschwindigkeitsaddition.
Und es ist in der Tat keine "
Transformation", sondern schlicht und einfach eine Addition, ganz simpel,
eine arithmetische Addition, so wie man in der Grundschule lernt, Werte zu addieren, ganz ganz simpel. Ich habe bis zum Abi Mathe gehabt (und ich war sogar sehr gut in Mathe), aber ich habe nie im Unterricht erlebt, dass man eine Addition mit dem Ausdruck "
Transformation" bezeichnet hat.

Als ich zum ersten Mal den Ausdruck „
Transformation“ im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie in Foren gehört habe, habe ich mich im Stille gefragt, wat is dat denn? Bis ich allmählich verstanden habe, dass man damit eine Geschwindigkeitsaddition meint. Warum einfach reden, wenn man kompliziert reden kann...
Die Bezeichnung "
Transformation" für die klassische Geschwindigkeitsaddition ist in der Tat hier irreführend und ich kann mir schon denken, wie Ernst es sagt, dass diese Bezeichnung "
Transformation", die missverständlich, schwammig und hochtrabend ist, dazu erfunden wurde, um die Akzeptanz der Lorentztransformation durchzusetzen.
In Wirklichkeit haben wir im zusammenhang mit der Speziellen Relativitätstheorie nicht mit zwei „
Tranformationen“ zu tun, sondern mit zwei Additionen von Geschwindigkeiten:
- die klassische Geschwindigkeitsaddition (Galilei/Newton)
- die relativistische Geschwindigkeitsaddition (Einstein)
1) Die klassische Geschwindigkeitsaddition gilt sowohl für ruhende als auch für bewegte Beobachter, sie gründet in der Realität und wird milliardenfach in der Physik bestätigt und im Alltag gemessen und angewendet, sowohl für ruhende als auch für bewegte Beobachter. Sie ist nicht in Frage zu stellen, es sei denn, man will die klassische Physik in die Tonne kloppen und die Realität leugnen. Sie gilt für alle ruhenden oder bewegten Beobachter von Objekten in der Natur, einschließlich für die Beobachter eines Lichtstrahls: c +/- v.
2) Die relativistische Geschwindigkeitsaddition gilt nur für ruhende Beobachter (wenn v=0), für bewegte Beobachter ist sie mathematisch ungültig.
Man kann also ruhig die relativistische Geschwindigkeitsaddition in die Tonne kloppen, zusammen mit der gesamten SRT, die darauf beruht.
Jocelyne Lopez