Harald Maurer hat geschrieben:Das Medium hat daher keinen Einfluss auf die Kreisfrequenz. Sie und damit die Phasenlagen bleiben konstant - bei jeder Richtung im Medium und jedem v !
Ob du nun von der Frequenz oder der Kreisfrequenz redest, bleibt ja egal. Richtig ist, die Frequenz bleibt konstant. Und damit ist auch 1/f=T die Periodendauer konstant.
Was du in der Folge damit meinst, die Phasenlagen bleibt konstant, mußt du schon erläutern. Eine Welle als ganzes besitzt ja keine Phasenlage. Jeder Punkt einer Welle entspricht einer Phase. Der ersten Nullstelle entspricht beispielsweise Phase Null, dem Wellenberg die Phase pi/2, der zweiten Nullstelle pi, dem Wellental pi*3/4. Diese Phasenzuordnung zur Welle bleibt natürlich konstant, wenn du das meinst. Das gilt für jede Sinuswelle, gleichgülig von ihrer Frequenz und Wellenlänge.
Was aber hat das mit dem Lauf einer Welle zu tun? Erstmal nichts. Da fehlt nämlich der Einfluß der Wellenlänge auf die Geschwindigkeit, mit welcher die beschriebenen Phasen der Welle laufen.
Daß die Wellenlängen im strömenden Medium gegenüber jener des stehenden Mediums verändert sind, steht doch wohl außer Frage.
Nun ergibt sich die Phasengeschwindigkeit w einer Welle mit T als Periodendauer zu
w = λ / T
Das bedeutet, jede Phase der Welle (beispielsweise ein Wellenberg oder eine Nullstelle) läuft mit der Geschwindigkeit w.
Strömt das Medium schneller, wird die Wellenlänge λ in Strömungsrichtung länger und daher die Phasengeschwindigkeit w größer. Laufen identisch erzeugte Wellen auf zwei gleichlangen Wegen infolge unterschiedlicher Strömungsgeschwindigkeit mit unterschiedliche Wellenlängen und damit unterschiedlicher Phasengeschwindigkeit, so treffen alle Phasen der einen Welle früher am Ziel ein, als die Phasen der anderen Welle. Dieser Zeitdifferenz Δt beider Wellen entspricht eine Phasendifferenz:
Δphi = 2*pi*Δt/T
Welche interferometrisch auswertbar ist.
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