Kurt hat geschrieben:das was Harald da schreibt kann ich auch nicht verstehen oder dem zustimmen.
Logisch, wenn man etwas nicht versteht, kann man dem auch nicht zustimmen!
Kurt hat geschrieben:Es scheint so als wolle er an einer althergebrachten Absolutvorstellung festhalten, diese mit seinen Beschreibungen "rechtfertigen"
Das scheint nicht nur so, sondern ich vertrete tatsächlich eine Absolutvorstellung in Form einer absoluten informationstragenden Struktur, in welcher sich das Universum abspielt. Wer's genau wissen will, wie das funktioniert, kann sich ja mein Buch "Das Prinzip des Seins" zu Gemüte führen.
Kurt hat geschrieben:An der Vorstellung dass es ein Absolutbezugssysten gibt, genannt -statischer Äther-, durch den sich die Erde hindurchzwängt.
Da zwängt sich die Erde nicht hindurch, sondern all das, was wir Materie oder Welle nennen, ist Information in dieser Struktur, besteht aufgrund dieser Struktur und benutzt diese Struktur zur Weitergabe von Information; die Struktur wird also z.B. zur Bewegung benutzt und nichts zwängt sich da hindurch. Nichts bewegt sich tatsächlich, sondern Bewegung entsteht durch Weitergabe von Information, also eine Art von Bewegung, wie wir sie von der elektromagnetischen Welle her kennen. Was sich da wirklich bewegt, ist Energieinformation von A nach B und nichts sonst. Ich gehe einen Schritt weiter und meine, auch ein Atom ist ein Informationskomplex in dieser Struktur, ein Schwingungszustand, der sich nicht durch die Struktur zwängt, sondern sich in dieser fortpflanzt, indem ein Schwingungszustand weiter vermittelt wird. Es gibt also da einen Unterschied zur Äthervorstellung, in welcher Äther und Materie getrennt betrachtet werden. In meiner Vorstellung existiert
nur die Struktur. Das könnte - um einen Gedanken Einsteins zu verfolgen - ein universelles elektromagnetisches Feld sein, in welchem Materie als elektromagnetische Verdichtung bzw. Oszillation auftritt, d.h.alles, was das Universum uns zeigt, ist nur ein elektromagnetischer Prozess ohne irgendeine Ur-Substanz. Man könnte also sagen, das Universum besteht aus Licht! Das klingt nun sicher sehr fantastisch und ich erwarte auch von niemanden, dass er das versteht...
Ebenso wie bei Lorentz bewegt sich meiner Meinung nach eine elektromagnetische Welle nur in Bezug zu dieser Struktur konstant mit c, in diesem Fall entspricht diese Struktur dem Lichtäther alter Ansichten. Die Lichtfortpflanzung in dem von Gert angesprochenen Artikel bezieht sich auf das Fixed-Space-Delay-Modell, und das sagt einfach aus, dass in einer gewissen Weise die Bewegung einer Lichtquelle in die Geschwindigkeit der Energiefortpflanzung eingeht. Sehen können wir das daran, dass eine bewegte Lampe ihre erzeugte Lichtsphäre mitnimmt - einfach dadurch, dass sie diese Sphäre während der Bewegung fortlaufend neu erzeugt. Erzeugt der Scheinwerfer eines PKW vor sich in 100 m Abstand einen Lichtfleck, dann bewegt sich dieser mit derselben Geschwindigkeit wie der PKW, bleibt also in Bezug zu diesem stets 100 m entfernt. Geht man davon aus, dass die Lichtgeschwindigkeit bezogen zur Straße c beträgt, ist es zumindest interessant, dass die Energieübertragung zu diesem Lichtfleck sich auf den PKW bezieht, diese Übertragung in Bezug zur Straße also irgendwie die Geschwindigkeit des Autos dazu bekommt. Das erklärt sich dadurch, dass der Lichtstrahl des Scheinwerfers tatsächlich aus einer Aufeinanderfolge von Lichtstrahlen besteht und sich jeder mit c bewegt. In meiner Ansicht und in der Äthertheorie geht jeder Wellenzug von einem Erzeugungspunkt aus, der vom vorhergehenden aufgrund der Bewegung des Scheinwerfers etwas weiter gerückt ist. Für einen Beobachter auf der Straße hat die Energieübertragung zum Lichtfleck scheinbar c+v_pkw, für das BS PKW beträgt sie aber offenbar c, weil hier der Lichtfleck immer gleich entfernt bleibt. (Da Photonen einander nicht einholen können, stimmt dieses c+v_pkw nicht ganz, denn jede Lichtsphäre bleibt quasi absolut im Äther fixiert, also im Raum - daher "Fixed-Space" - und dadurch verzögert sich die Geschwindigkeit des Lichtflecks in Bezug zum PKW abhängig von der PKW-Geschwindigkeit - daher "Fixed-Space-
Delay".)
Für den Beobachter auf der Straße ergibt sich demnach eine Geschwindigkeit der Energieübertragung mit c'=(c+v)-(v²/c), weil die Lichtquelle in ihrer Sphäre immer weiter vor rückt bzw. die Sphäre immer mehr zurück bleibt, je schneller sich die Quelle bewegt. Aber bei im Verhältnis zur LG geringen Geschwindigkeiten der Lichtquelle wird man glauben, das Licht breite sich in Bezug zur Quelle isotrop aus. Und so würde man es auch messen. Hat die Quelle selbst LG, so strahlt sie in Bewegungsrichtung kein Licht mehr aus, und man wird daher folgern, dass die LG eine Konstante ist. Das ist sie auch, aber nur in Bezug zum Äther bzw. Absolutsystem. Bei Einstein ist sie es in Bezug zum BS Straße, und da ergibt sich ein Widerspruch, denn die LG kann nicht gleichzeitig in Bezug zur Straße und in Bezug zum PKW c sein. Einstein löst diesen Widerspruch mit der SRT, ich löse ihn mit dem Fixed-Space-Delay, demnach beide Beobachter, der im PKW und der auf der Sraße ganz unproblematisch dasselbe sehen: ein Lichtfleck bleibt offenbar stets 100 m vom Scheinwerfer entfernt, obwohl der Scheinwerfer im BS PKW ruht und sich im BS Straße bewegt. Für die SRT gibt es daher gar keinen Grund. Denn die LG bzw. die Geschwindigkeit der Energieübertragung ist eben keinesfalls so unabhängig von der Quelle, wie es Einstein postuliert, sondern die Geschwindigkeit der Quelle geht in die LG ein, weil das Licht aus Einzelphären besteht, deren Erzeugungspunkte bewegt sind. Einstein erzeugte daher mit seinem Postulat einen Widerspruch, der gar nicht existiert, um ihn mit der SRT zu lösen.
Versucht man also experimentell den Äther nachzuweisen z.B. anhand einer bewegten Lichtsphäre, so geht das schief, denn die Lichtsphäre geht praktisch mit der Quelle mit und die Dopplereffekte verhindern die Messung der Phasenlagen - wie an anderer Stelle schon beschrieben.
Diese quasi atomistische Lichterzeugung ist also schuld daran, dass ein vorbeifahrendes Eisenbahnabteil gleichmäßig beleuchtet bleibt, auch wenn es sich vorbei bewegt, obwohl die LG zum Absolutraum c beträgt. Eine Verkürzung des vorbeifahrenden Wagens oder eine Zeitdilatation braucht man nicht, um das zu erklären. Und die Gleichzeitigkeit bleibt eine Gleichzeitigkeit...

- srt_fixed_space.gif (40.22 KiB) 7032-mal betrachtet
Grüße
Harald Maurer