Solkar hat geschrieben:Die 4-er Nullvektoren, die Sie beschreiben, entsprechen einem akkumulierten Eigenzeitintervall von 0, also sind Vergleiche von Alterungsprozessen auf der Basis nicht möglich.
Das ist natürlich richtig, es sei denn, die Zeit wäre verkehrt gelaufen
Aber man kann diese Begegnung ganz einfach als symmetrisches ZP darstellen (wie schon einmal in dieses Forum eingebracht, und dessen Lösung immer noch aussteht).
Man postiert zwei Raumschiffe an den beiden Enden einer langen Messstrecke, mit dem Ziel, sie nach gleichzeitigem Start mit derselben Geschwindigkeit zueinander fliegen zu lassen, wobei die Synchronisation durch zwei von der Mitte der Strecke ausgehenden Lichtsignale erfolgt. Da beide dieselben Beschleunigungsmanöver hinter sich bringen, kann man vereinfacht annehmen, dass sie ihre inertiale Bewegung sofort haben. Die Strecke sei 10000000 km lang, die Geschwindigkeit v jedes Raumschiffes bezogen zur Messstrecke sei 145000km/s, ihre Relativgeschwindigkeit beträgt daher 2v; beim Start, an dessen Gleichzeitigkeit aufgrund Einsteinscher Synchronisation kein Zweifel besteht, werden die Uhren in den Raumschiffen auf t=0 gestellt. Jeder Beobachter in den Raumschiffen muss laut SRT annehmen, dass die Uhr im zu seinem Ruheystem mit v=290000 km/s bewegten anderen Raumschiff verlangsamt läuft. In den Eigensystemen der Raumschiffe vergehen bis zum Eintreffen in der Mitte der Messstrecke 34,48... s. Die Raumschiffe stoßen hier zusammen, damit besteht auch an der Gleichzeitigkeit dieses Ereignisses kein Zweifel. Die Uhren bleiben infolge des Zusammenpralls stehen. Die Uhren müssten nun in den Eigensystemen der Raumschiffe diese 34,48... s anzeigen. Sie müssten aber auch zeigen, dass die Uhr im jeweils anderen Raumschiff verlangsamt gelaufen ist, also müssten sie gemäß Zeitdilatation anzeigen: 8,74... s. Da keine Uhr zwei Zeiten gleichzeitig anzeigen kann, erhebt sich die Frage: Was zeigen die Uhren an? Welcher Beobachter ist älter, welcher jünger?
Zeigen sie die Eigenzeiten 34,48... s an, so hat keine ZD stattgefunden - und die SRT ist falsch.
Zeigen sie die dilatierten Zeiten 8,74... s an, so sind sie konkret in den Eigensystemen verlangsamt gelaufen, also auch die ruhende Uhr gegenüber der bewegten langsamer geworden - und die SRT ist falsch.
Zu einem in der Mitte der Messstrecke verbliebenen Beobachter beträgt die Relativgeschwindigkeit jedes Raumschiffes 145000 km/s. Aus seiner Sicht müssten die Uhren also mit der Anzeige 30,181 s stehenbleiben. Tun sie das nicht - ist die SRT falsch.
Also, mit welcher Zeitanzeige bleiben die Uhren beim Zusammenstoß der Raumschiffe stehen?
Grüße
Harald Maurer