DerDicke hat geschrieben:Die LT sagt aus, daß Ihre Uhr, ausgedrückt in Zeitskala von B von t_B=-0.577 bis t_B=0.577, mithin also 1.15s lang läuft.
Die Zeitangabe t_B= -0,577 s bedeutet, dass die Uhr zu einem früheren Zeitpunkt zu laufen beginnt als sie dies im IS_B tut. Ein früherer Zeitpunkt von -0,577 s heißt, dass die Uhr im IS_B beim Start -0,577 anzeigt, während sie im IS_A 0 s anzeigt - das nennt man die Relativität der Gleichzeitigkeit. Läuft die Uhr von -0,577 bis 0,577 s, dann läuft sie zwar 1,115 s lang - aber sie bleibt demnach mit der Anzeige 0,577 s stehen! So wie sich das aus der LT ergibt und sich wegen des Postulats auch ergeben muss, weil das Licht im IS_B eine Strecke von 0,577 LS mit c durchläuft, was nun mal 0,577 s dauert.
Sie meinen offenbar, die Uhr müsse im IS_B mit der Anzeige 1,15 s stehenbleiben. Wenn sie das nach einer Licht-Laufstrecke von 0,577 LS macht, dann hat sie die LG mit 134436 km/s gemessen!
Sie wissen nicht, was das Minus vor den 0,577 s im IS_B bedeutet! Es bedeutet, dass die LT die Relativgeschwindigkeit 0,5 c eliminiert, damit die Zeitanzeige der Uhr der Laufzeit von 0,577 s über die Strecke von 0,577 LS entspricht - und damit sich auch im IS_B die LG mit c ergibt! Die Strecke ist ja im IS_B kürzer als im IS_A, weil in diesem IS_B kommt die Uhr ja dem Licht entgegen, und sie treffen sich auf der Koordinate x'=0,577 LS. Also bleibt die Uhr mit der Anzeige 0,577 s stehen!
Wenn Sie so eine einfache Sache nicht durchschauen, eignen Sie sich als Verteidiger der SRT nicht besonders!
DerDicke hat geschrieben:Sie haben in Ihre Betrachtung also bereits unterschiedliche Uhrenstände beim Start reingesteckt. Wenn man in eine Betrachtung vorn Unsinn reinsteckt muß hinten Unsinn rauskommen. Im übrigen haben Sie vergessen, die in A ruhende Uhr gemessen an der Zeitkoordinate B zeitdilatiert verlangsamt läuft.
Ich habe keine unterschiedlichen Uhrenstände beim Start hineingesteckt, sondern das macht die LT - denn Relativität der Gleichzeitigkeit bedeutet nun mal, dass die Uhr beim Start unterschiedlich steht. Und ich habe auch nicht vergessen, dass die Uhr im IS_A dilatiert läuft, und die LT hat's auch nicht vergessen, deshalb bleibt die Uhr im IS_B ja auch mit 0,577 s stehen, und die Strecke beträgt 0,577 LS, was aussagt, dass das IS_B gegenüber dem zeitdilatierten und lorentzkontrahierten IS_A länger erscheint.
Das MINUS vor den -0,577 s auf der Koordinate x'=1,115 bedeutet z.B., dass der Start des Lichts im IS_B schon um 10:59:59,423 stattfindet, wenn dies im IS_A um 11:00:00 Uhr der Fall ist. Dann unterscheiden sich die Zeitanzeigen beim Eintreffen des Lichts an der Uhr mit 11:00:00,577 und 11:00:01 Uhr, das entspricht den Lichtlaufzeiten in den jeweiligen Systemen mit c wunderbar exakt, nur leider zeigt es eben auch auf, dass das Ergebnis absurd ist, weil die Uhr sich wohl oder übel für eine der Zeiten entscheiden müsste, woraus sich im jeweils anderen IS eine Verletzung des Postulats ergibt.
Denken Sie lieber erstmal darüber nach, was die Zeit -0,577 beim Lichtstart und die Zeit 0,577 s bei der Ankunft des Lichts im IS_B bedeutet. Die LT sagt alles genau und dem Postulat dienlich aus - aber es führt zu einem Widerspruch, was von vornherein zu erwarten ist, weil das Licht nicht in jedem IS c haben kann. Das Postulat ist eine Erfindung, für die es nicht die geringste Ursache geben kann.
Grüße
Harald Maurer