Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Test

Beitragvon rmw » So 16. Sep 2012, 07:06

julian apostata hat geschrieben:k=1. Hast du das getestet, ob das im Einklang mit dem Gang der Satellitenuhren steht?

Nun getestet hast du auch nichts.

Du brauchst dir nur den durchaus einfachen Michelson-Versuch ansehen.
Sicher kannst du den mit der mehr als hypothetischen Annahme der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit erklären. Aber mit einem ganz einfachen und plausiblen ballistischen Modell eben auch. Ich denke dass letzteres Modell das ungleich wahrscheinlichere ist.

Das gleiche gilt natürlich auch für GPS. Nur das es dort eine Reihe von Ungenauigkeiten gibt (Atmosphäre etc.) die man mit verschiedenen Algorithmen ausgleicht, ohne dass man weis welche Ungenauigkeiten im Einzelfall wieviel ausmachen. Eine hypothetische Invarianz geht dabei unter. Dafür rechnen das solche Experten wie du auf dem Papier nach und denken sie hätten dann etwas getestet.
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon DerDicke » So 16. Sep 2012, 12:14

Highway hat geschrieben:Jetzt lehne ich mich zurück, besorge mir ein wenig Popcorn, und schaue mir in aller Ruhe an, wie dir Chief bezüglich H&K millimeterweise die Buxen auszieht.

Da können Sie lang warten. Der überlegt sich wahrscheinlich noch, was nun eigentlich der Unterschied zwischen Julian-Maurer und Haefele-Keating ist.


Highway hat geschrieben:Bildchen

Highway hat geschrieben:Bildchen

Highway hat geschrieben:Bildchen

Highway hat geschrieben:verspieltes Bildchen

B0 und B1 ruhen nicht in B, somit können Sie aus der Tatsache, daß das Licht bei B0 startet und B1 endet nicht folgern, daß eine Strecke der Länge abs(B0-B1) durchlaufen wurde.
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » So 16. Sep 2012, 12:18

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...

In den beiden IS ist die Uhr einmal bewegt und einmal in Ruhe. Am Ort der Uhr ist daher eine unterschiedliche Zeit vorhanden. Es sind also zwei Uhren, ...

Nein, es ist nur eine einzige Uhr die laut SRT zwei unterschiedliche Zeiten GLEICHZEITIG anzeigen muss! Und zwar auf DERSELBEN Skala! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Das ist falsch. Ihre korrekte technische Funktion vorausgesetzt, zeigt jede Uhr genau ihre Eigenzeit an, egal in welchem Bezugssystem die Zeit abgelesen wird. Bleibt eine Uhr so wie hier beim Eintreffen eines Lichtstrahls mit der Anzeige "1 Sekunde" stehen, so wird das in allen Bezugssystemen genau so beobachtet. Die SRT beschreibt dies für Inertialsysteme auch genau so.
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon julian apostata » So 16. Sep 2012, 12:41

Chief hat geschrieben:Dass Deine Mathematik falsch ist!


k=1. Die Galileotransformation ist jetzt also auch falsch für euch?

Oh Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie wollen!

Harald Maurer hat geschrieben:Die Uhr bleibt im IS_B früher stehen, weil sie dem Licht entgegenkommt.


Nein, sie bleibt später stehen. (v=0,8*c). In B bei x’=-9 bleibt sie nach 9 s stehen und in B bei x’=1 bleibt sie schon nach 1 s stehen. In A stehen sie gleichzeitig. (Bild2,4,5)

Wenn ihr meinen Privatdiagrammen nicht glaubt, überprüft es mit dem interaktiven Minkowski-Diagramm

http://cms.uni-konstanz.de/fileadmin/physik/nielaba/lehre/mechanik/relativ/Relativ.html

http://www.windhauchworld.de/index.php?id=59

Bild

Makaber wird die Sache aber erst dann, wenn wir die Lichtlaufzeit mit der Highwaymethode berechnen.

Dazu stellen wir uns in Bild 1 das obere Lineal verlängert vor bis x’=5 und t’=-4s.

Nach der Autobahnlogik müsste man hier also 5 Lichtsekunden durch 4 Sekunden teilen um 1,25*c zu erhalten.

Aber was will man auch Anderes erwarten, von einem der seinen Ferrari durch seine Oma dividieren möchte.
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon Ernst » So 16. Sep 2012, 16:52

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Ihre korrekte technische Funktion vorausgesetzt, zeigt jede Uhr genau ihre Eigenzeit an, egal in welchem Bezugssystem die Zeit abgelesen wird. Bleibt eine Uhr so wie hier beim Eintreffen eines Lichtstrahls mit der Anzeige "1 Sekunde" stehen, so wird das in allen Bezugssystemen genau so beobachtet. Die SRT beschreibt dies für Inertialsysteme auch genau so.

Der Zeitpunkt, zu welcher die Uhr in ihrem Eigensystem stehen bleibt, ist nur nicht der Zeitpunkt im (relativ zur Uhr) bewegten IS. Darum geht es hier.
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon Ernst » So 16. Sep 2012, 17:22

Harald Maurer hat geschrieben: Genau darum geht es in meinem Szenario. Die Uhr bleibt im IS_B früher stehen, weil sie dem Licht entgegenkommt. Sie kann die Laufzeit des Lichts daher im IS_A nicht mehr anzeigen!

Da ist nichts schwer zu verstehen, was du da beschreibst.
Du kannst das noch so vielfältig bildhaft beschreiben: deine Folgerung bezüglich des Versagens der SRT ist verfehlt.

Anstelle hundert Beschreibungen reicht eine einfache Rechnung, die jedermann nachvollziehen kann. Die ist hier mehrfach eingestellt.
Richtig ist, daß das Licht im IS_B (0,557s) zu einer früheren Uhrzeit ankommt als im IS_A (1s). Das ergibt sich einfach aus der LT der Zeit und ist daher SRT gerecht.

Deine Aussage, daß die Uhr nicht bis 1s laufen kann, wenn sie bei 0,557s gestoppt wird, offenbart dein Mißverständnis.
Die Uhr läuft im IS_A auf einem Ziffernblatt von 0 auf 1s. Das sieht natürlich im IS_B unverändert aus.
Nur die Zeitpunkte, bei welchen die Uhr bei der Ziffer 0 loslief und bei 1 stoppte, sind im IS_B andere. Als der Zeiger im IS_A auf Null startete, war der Zeitpunkt im IS_B -0,557s. Und als der Zeiger im IS_A bei 1 stoppte, war der Zeitpunkt im IS_B +0,557s.

Das ist doch alles einfache SRT.
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » So 16. Sep 2012, 18:08

Ernst hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Ihre korrekte technische Funktion vorausgesetzt, zeigt jede Uhr genau ihre Eigenzeit an, egal in welchem Bezugssystem die Zeit abgelesen wird. Bleibt eine Uhr so wie hier beim Eintreffen eines Lichtstrahls mit der Anzeige "1 Sekunde" stehen, so wird das in allen Bezugssystemen genau so beobachtet. Die SRT beschreibt dies für Inertialsysteme auch genau so.

Der Zeitpunkt, zu welcher die Uhr in ihrem Eigensystem stehen bleibt, ist nur nicht der Zeitpunkt im (relativ zur Uhr) bewegten IS. Darum geht es hier.
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Tatsächlich?
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon DerDicke » Mo 17. Sep 2012, 01:36

Highway hat geschrieben:Bildchen

Sie hatten das selbst schon mal ansatzweise verstanden:
Highway hat geschrieben:B0=(A0-v*t)*γ; B1=(A1-v*t)*γ; A1-A0=1Ls; B1-B0=1.15Ls=konstant bei v=0.5c

B0 und B1 ruhen nicht in B. Folge: wer in B in B0 startet, später bei B1 ankommt hat nicht abs(B0-B1) durchlaufen.


Chief hat geschrieben:Nix is falsch! Die "Eigenzeiten" sind in beiden Inertialsystemen unterschiedlich - somit beweist die Uhr dass die SRT absolut schwachsinnig ist (und die Befürworter auch! )!

Nochmal zum Mitdenken:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Ihre korrekte technische Funktion vorausgesetzt, zeigt jede Uhr genau ihre Eigenzeit an,

"Ihre Eigenzeit", heißt die Eigenzeit ihres eigenen Ruhesystems. Die ist eindeutig. Die SRT kennt keine magische Maurer Uhr.


Chief hat geschrieben:Und wo ist das Problem?

Julian-Maurer und Haefele-Keating sind 2 unterschiedliche Szenarien. Sie sollten schon klarmachen wann Sie über welches reden.


Chief hat geschrieben:Wo steht das bei Einstein?

Sry, DerDicke vergaß. Chief akzeptiert nur Argumente, die beginnen mit "es steht geschrieben". Den Unterschied zwischen Jesus und Einstein bzw. zwischen Religion und Physik immer noch nicht kapiert?

Ein Zuckerl sollen Sie haben: Seit Zeiten unserer Vorväter steht geschrieben:
na wer wohl hat geschrieben:Corpus omne perseverare in statu suo quiescendi vel movendi uniformiter in directum, nisi quatenus illud a viribus impressis cogitur statum suum mutare

Und darauf basiert die Definition eines Inertialsystems.
Die SRT greift darauf zurück, da dies die Rechtfertigung für die Linearität der LT ist.
Dieser Fakt ist so trivial nachvollziehbar, daß sich die Frage, wo das denn in heiligen Büchern stehe nicht stellt.


Chief hat geschrieben:Wo ist das Problem?

Sie fragten:
Chief hat geschrieben:Warum rechnest Du dann nach: tau=int(sqrt(1-v(t)^2/c^2), 0, t) ?

Wenn v=v(t), dann sollte man auch eine Formel verwenden, die v(t) zuläßt. DerDicke hat nie behauptet, daß es irgendwo ein Problem gäbe.
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon julian apostata » Mo 17. Sep 2012, 02:36

rmw hat geschrieben:Das gleiche gilt natürlich auch für GPS. Nur das es dort eine Reihe von Ungenauigkeiten gibt (Atmosphäre etc.) die man mit verschiedenen Algorithmen ausgleicht, ohne dass man weis welche Ungenauigkeiten im Einzelfall wieviel ausmachen.


Das ist mal wieder typisch oberflächlich, nichtssagendes SRT-Kritikergeschwätz. Die Atmosphäre sorgt also dafür, dass auf einer niederen Umlaufbahn die Uhren langsamer ticken und auf einer höheren Umlaufbahn schneller ticken als auf der Erdoberfläche.

Und hier haben wir ein schönes Beispiel für eine SRT-Kritikergrafik.

Bild

Es ging um eine Geschwindigkeit v=0,5*c in positive x-Richtung. Highway macht daraus 0,6*c in negative x-Richtung.

Aber egal, die Grafik ist aufwändig gestaltet, und deswegen denkt der gemeine SRT-Kritiker, irgendein Sinn müsse hinter dem aufwändigem Mülldesign wohl stecken.

Liege ich falsch? Nein ich liege nicht falsch, weil niemand jetzt auch nur ansatzweise den Sinn der Grafik erklären kann, sondern allenfalls nur völlig sinnlos am Thema vorbei labern wird, wie beispielsweise obiges Posting von rmw.
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon DerDicke » Mo 17. Sep 2012, 10:11

Chief hat geschrieben:1. In der Natur keine Inertialsysteme gibt.

Plattitüde. Jeder weiß, daß idealisierte Modelle in der Praxis nur näherungsweise gültig sind.


Chief hat geschrieben:2. Alle in beiden Szenarien betrachteten Bezugssysteme annähernd inertial sind (H&K-Uhr, Boden-Uhr, Erdmittelpunkt, Sonnenmittelpunkt, Galaxiemittelpunkt usw.)!

bei 1. solls die nicht geben, bei 2. sind plötzlich alle welche.
Wiederholung Ihrer falschen Behauptung.
Kern des Zwillingsparadoxons ist:
- 2x Uhrenvergleich
- Asymmetrie des Szenarios, die verschiedene Anzeigen beim 2. Uhrenvergleich begründet
Beides geht nicht ohne Beschleunigung.


Chief hat geschrieben:3. Nach Einstein werden Physikalische Phänomene nur dur Bewegung von ZWEI Objekten relativ zueinander beeinflusst. Das Einführen eines dritten Bezugsobjekts ist in der SRT unzulässig (Beispiel ZD relativ zum Sonnenmittelpunkt)!

Keiner führt "Bezugsobjekte" ein. Koordinatensysteme kann man einführen soviel man will. Gilt ebenfalls überall ohne speziellen Bezug zur SRT. Wenn man dadurch einen Widerspruch erzeugen würde, könnte man eine Theorie tatsächlich kippen, aber hier zeichnet sich nicht ab, daß Sie jemals so weit kommen werden.


Chief hat geschrieben:Bei H&K und J&M ist |v(t)| konstant und es wird ohne "int" gerechnet! :mrgreen

Wie berücksichtigen Sie bei H&K die Start- und Landevorgänge?
Wie bewerkstelligen Sie die Vergleichsrechnung H&K mit Referenzsystem Sonnenmittelpunkt?





Highway hat geschrieben:
DerDicke hat geschrieben:B0 und B1 ruhen nicht in B.
Sagt wer?

Sie sagen das:
Highway hat geschrieben:B0=(A0-v*t)*γ; B1=(A1-v*t)*γ;

Zur Erinnerung: Das Licht läuft laut Julian Maurer ja von t=0 bis t=1.


Highway hat geschrieben:Die LT sagt, der Abstand ist 1.15Ls von B0 bis B1 wenn man startet, und er wird von B1 nach B0 als 1.15LS angegeben wenn man in B1 angekommen ist, und man hat nicht 1.15Ls durchlaufen?

Wenn Sie von B0 starten, Ihnen B1 währenddessen entgegenkommt, erreichen Sie B1 ohne die volle Strecke abs(B0-B1) durchlaufen zu haben.

Highway hat geschrieben:Sagt wer?

DerDicke. Highway war beim Laufband-Beispiel kurz davor, hat den Dreh dann aber doch nicht gekriegt.

p.s.: Ihre Fehler läßt DerDicke jetzt einfach mal so stehen.
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