Trigemina hat geschrieben:...Wenn also die eine Uhr nach einer Sekunde zum Stillstand kommt und diese Zeit auf dem Display anzeigt, ist in einem dazu bewegten Bezugssystem entsprechend weniger Eigenzeit verstrichen, die von einer 2. Uhr im bewegtem Bezugssystem korrekt angezeigt würde...
Die eine Uhr kann nicht nach einer Sekunde zum Stillstand kommen, weil sie vom Licht des anderen IS nach 0,577 s vom Licht getroffen wird und daher stehenbleibt, wenn sie 0,5 s anzeigt! Die beiden Laufzeiten 1 s und 0,577 s beziehen sich auf t=t'=0 und haben dieselbe zeitliche Ausgangsbasis. Das Licht, das wg. c=const quasi vom anderen System mitgeführt wird, käme daher tatsächlich früher an!
Man kann ja nicht behaupten, dass jedes IS sein eigenes Licht hätte, und das Licht des bewegten Systems keinen Einfluss auf die Uhr hat. Die Uhr reagiert einfach auf das Licht, das früher ankommt. Und das ist das Licht, das im bewegten System konstant bleibt.
Da muss man sich schon entscheiden: entweder kommt das Licht zu unterschiedlichen Zeiten an oder nicht. Kommt es in beiden Systemen gleichzeitig an und die Uhr zeigt 1 s in beiden Systemen, dann entspicht das der GT mit c-v im bewegten System! Wird die Ungleichzeitigkeit nur durch ungeeignet synchronisierte Uhren im bewegten System "erzeugt", dann ist das physikalisch ohne Bedeutung. Man kann ja auch nicht, wenn man den Bus versäumt, seine Uhr zurückdrehen und nochmal auf den Bus warten, weil man jetzt ja früher an der Haltestelle steht! Entweder ereignet sich etwas früher oder nicht. Ist es nicht früher, und nur eine Uhr geht falsch, kann von Relativität der Gleichzeitigkeit keine Rede sein!
Grüße
Harald Maurer

