Ernst hat geschrieben:.
Die hohe Genauigkeit der Uhren beim GPS bestätigt ja, daß es überhaupt keine Frequenzverschiebung der Wellen auf ihrem Weg von oben nach unten gibt, weder eine gravitative noch eine geschwindigkeitsabhängige,
Da weicht mal wieder jemand konsequent aus. Wenn es keine gravitative Rotverschiebunh gibt, warum wurde bei Pound-Rebka |2*d| gemessen?
Ernst hat geschrieben:Der Effekt der Gravitation auf die Taktfrequenz von Uhren muß folglich andere Ursachen haben. Atomuhren ticken eben technisch bedingt gravitationsabhängig,
Wo bleibt dann die Erklärung dafür, dass die Uhren unterhalb von 1,5 Erdradien langsamer und oberhalb davon schneller ticken, als auf der Erde, obwohl in beiden Fällen 0G herrscht?
Und welche Erklärung habt ihr, dass die RT schon 50 Jahre, bevor es überhaupt Satelliten gab, den Gang von Satellitenuhren vorhersagen kann und die SRT-Kritiker das heute noch nicht können?
Nabla hat geschrieben:Dennoch ergeben sich für mich einige Unklarheiten. Harald Maurer hat dies schon anklingen lassen: Wie eigentlich erfährt die Uhr etwas davon wie schnell sie ticken soll.
Die Gravitation wird dazu herangezogen. Dies klingt zunächst plausibel, dennoch ergibt sich die Frage, was passiert, wenn man in das Innere einer gravitiv wirkenden Masse hinabstaigt.
Hier gibt es einen Punkt an dem sich die Gravitation aufhebt. Demzufolge müßten an diesem Ort die Uhren wieder genau den Takt des freien Weltalls angeben.
Das hab ich doch schon hier erklärt.
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=491&start=110#p48398
julian apostata hat geschrieben:
Man könnte sich nämlich folgendes Szenario vorstellen:
Eine Uhr sei der Schwerelosigkeit ausgesetzt. Nun schicke man die Uhr auf eine Reise und zwar von einer schwerelosen Region hin zu einer Region mit Schwerkraft wieder zu einem schwerelosen Ort.
So müsste gemäß “Haralds Ausrede” die Uhr sowohl am Anfang der Reise als auch wieder am Ende gleich schnell ticken.
Nun zeigen allerdings sowohl Theorie als auch praktische Messungen, dass der Gangunterschied im Lauf der Zeit proportional ist zur Hubarbeit, die an der Uhr vollzogen wird.
Jetzt versetzen wir mal die Uhr in den Erdmittelpunkt, klar da herrscht Schwerelosigkeit.
Wir heben die Uhr hinauf zur Erdoberfläche, die Hubarbeit beträgt m*0,5*g*r
Von da aus geht die Reise weiter in die unendlichen schwerelosen Weiten des Weltalls, die nötige Arbeit beträgt m*g*r
Das heißt, die Uhr tickt nun um den Faktor (1+1,5*g*r/c²) schneller…
…und das, obwohl die Uhr nur von einem schwerelosen Ort zu einem anderen schwerelosen Ort gereist ist.
Es kommt eben nicht nur auf die Schwerkraft an, sondern auch auf die Verteilung der Masse, welche die Schwerkraft erzeugt.
Im Erdinneren haben wir eine andere Raumzeitkrümmung, als bei völliger Abwesenheit von Masse.
Und gerade in der Astrophysik kann man genauere Berechnungen anstellen (siehe Doppelsternsysteme), wenn man die Bewegungen über die Raumzeitkrümmung ermittelt.
