Kurt hat geschrieben:GPS beweist ganz eindeutig und unwiderlegbar dass die behauptete Blauverschiebung nicht existiert, nicht existieren kann.
Natürlich existiert sie. Der Gang der Uhren ist blauverschoben - nicht aber die Frequenzen. Dem Empfänger kann das ja egal sein. Würde der Gang der Uhren beim GPS nicht korrigiert, würde der Empfänger eine blauverschobene Frequenz erhalten. Das Problem für die ART ist, dass sie wegen ihrer Grundgesetze auch eine Blauverschiebung der Frequenz
auf dem Weg voraussagen muss. Es gibt also 2 Ursachen für den Effekt, wovon nur einer bestätigt ist. Wenn man die Literatur über die ART durchforstet, wird man auf die unterschiedlichsten Interpretationen stoßen. Mehrheitlich, besonders in populärwissenschaftlichen Werken wird man nur die Erklärung mit den Uhren finden. Das überzeugt die Leute, weil's so schön esoterisch klingt. Die Zeit vergeht in Satelliten schneller, die Zeit ist gekrümmt und der Raum ist gekrümmt, aha, deshalb gibt's die Gravitation. Dass man das auch umgekehrt sehen kann, die Gravitation unerklärter Weise einfach da ist und Effekte verursacht,
als ob der Raum und die Zeit gekrümmt seien, ist ein Gedanke, auf den keiner kommt!
Highway hat geschrieben:Wenn eine solche Rotverschiebung wirklich existent ist wie von der ART behauptet, dann würde ich einen deutlich bunteren Nachthimmel erwarten. Zumindest bei den Sternen, die über eine größere Masse verfügen. Da müsste das emittierte Licht ins rötliche verschoben sein. Das scheint mir aber nicht der Fall zu sein. Insofern bin ich, was die Aussagen der ART anbelangt, etwas skeptisch.
Eine solche Rotverschiebung ist vorhanden und wurde schon von L.F.Jewell 1897 und Ch.Fabry und H.Boisson 1909 nachgewiesen, wofür sie andere Erklärungen hatten. Wie man sieht, hat Einstein auch hier nichts vorausgesagt, sondern lediglich einen bereits bekannten Effekt auf seine Weise begründet. Die ART hat bis auf die Gravitationswellen keinen Effekt vorausgesagt, der nicht schon bekannt gewesen wäre! Man kann also den Effekt an und für sich nicht bestreiten, sondern nur an der Theorie zweifeln, die ihn erklärt. Man kann auch den gravitationsabhängigen Gang von Uhren bestimmter Bauart nicht abstreiten, auch das ist experimentell ausreichend abgedeckt. Was ich hier vorbringe, soll nicht ausdrücken, dass es die grav. Rotverschiebung nicht gibt, sondern dass die ART ihn zwar erklärt, aber dabei widersprüchlich argumentiert. Die Äquivalenz von Energie und Masse, wie Einstein das noch 1911 zur Begründung des Effektes einsetzt, ist offenbar bei Licht nicht vorhanden - wie das GPS zeigt. Der Effekt ergibt sich offenbar nur aus dem Gang von Uhren. Nun kann ja der Gang von Uhren aus verschiedensten Gründen abweichen und niemand würde auf die Idee kommen, Falschmessungen aufgrund falsch gehender Uhren auf die Relativität von Raum und Zeit zurück zu führen oder aus den Daten eine "Krümmung" derselben mathematisch zu konstruieren. Temperatur, Magnetfelder, Beschleunigung etc. beeinflussen den Gang von Uhren. Und dagegen gibt es Abhilfen durch dementsprechende Abschirmung und vorbeugende Maßnahmen. Diese Hilfe gibt es bei der Gravitation nicht, und greift auch die Gravitation in den Gang von Uhren ein (wie das eigentlich zu erwarten ist), so hat man einen allgegenwärtigen Effekt vor sich. Meine persönliche Ansicht dazu ist, dass für das Licht das Gravitationsfeld wie ein dichtes Medium wirkt und die Lichtgeschwindigkeit beeinflusst. In technischen Anwendungen, wo die elektrodynamischen Kräfte durch Photonen übertragen werden, ist daher eine dementsprechende Reaktion zu erwarten. Erklärungen dieser Art haben eine weitaus größere Physikalität als die esoterisch anmutende Annahme von Krümmungen von Dingen, die eigentlich keine Eigenschaften haben können. Soweit sich die ART auf das Machsche Prinzip bezieht, ist sie m.E. nach sogar ein Schritt auf dem richtigen Weg!
Die Gravitation verursacht einen Falschgang von gewissen Uhren in Bezug auf unser Zeitnormal. Man korrigiert den Fehler, und eine Falschmessung ist damit behoben. Die mysteriöse Raumzeitkrümmung ist futsch, bloß weil man eine Uhr verstellt. Was soll man davon halten?
Grüße
Harald Maurer