Ohne den SRT-Effekt, der im GPS unter der Nachweisgrenze liegen würde (da die restlichen Fehler diesen überdecken würden), müssten wir die Frequenz der Atomuhr am Boden um 5,283 ×10^−8 % verringern, damit sie vom Satelliten aus der Höhe von 26560 km mit 10,23 MHz gesendet wird. Wir eichen die Uhr demnach auf 10,2299999891893 MHz.
Auf halber Höhe (13280 km - alle Höhen gerechnet vom Erdmittelpunkt!) müsste der ART-Effekt mit 3,614 x 10^-8 % korrigiert werden (=10,2299999908975 MHz). Dann sendet der Satellit schon auf halber Höhe 10,23 MHz. Doppelt so hoch (53120 km) wäre eine verstimmte Frequenz auf 10,2299999883352 MHz notwendig, um aus dieser Höhe die 10,23 zu bekommen.
Wird keine Korrektur durch Eichung der Uhr
auf die vorgesehene Höhe durchgeführt, sendet die am Boden auf 10,23 MHz eingestellte Atomuhr
in 13280 km Hohe : 10,23000000369712260806 MHz
in 26560 km Höhe : 10,23000000540534195181 MHz
in 53120 km Höhe : 10,23000000625945162369 MHz
etc.
und so werden die Frequenzen am Boden auch empfangen!
Highway hat geschrieben:Was mich irritiert, man bewegt einen Sender kontinuierlich von unten nach oben. Auf dem Weg nach oben verändert sich permanent die Sendefrequenz, die dann unten unverändert gemessen wird. Die gesendete Frequenz ändert sich aber nicht auf dem Weg von oben nach unten!
Es wird unten immer das empfangen, was oben gesendet wird. Wenn wir unten die gewünschten 10,23 MHz empfangen wollen, müssen wir die Uhr zuvor genau auf die vorgesehene Höhe eichen. Jede Höhe erfordert einen anderen Korrekturwert, weil in unterschiedlichen Höhen die Sende-Uhr auch unterschiedlich schneller laufen wird. Je höher, umso schneller...Die jeweilige Höhe entscheidet den Gang der Atomuhr und ihre Frequenz. Diese Frequenz ändert sich vom Sender zum Empfänger nie.
Grüße
Harald Maurer