Ernst hat geschrieben:
Sie ereignen sich ja auch an anderen Orten. In der Ortskoordinate des anderen IS.
Das sind keine anderen Orte, sondern nur andere Koordinaten für dieselben Orte! Die LT kann weder Objekte noch Ereignisse an einen anderen Ort verfrachten!
Ernst hat geschrieben:
Daß du diese Gleichheit in der Behandlung von Ort und Zeit überhaupt nicht nachvollziehen kannst, wundert mich.
Ja, das ist ein reziproker Effekt lt. SRT: Du wunderst dich über mich und ich wundere mich über dich!
Lübecker hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Die LT transformiert die Blitzkkoordinaten des Bahndamms ins Koordinatensystem des Schaffners.
Ach was, echt jetzt? Hat ja lange gedauert, bis das so endlich begriffen wurde, klang auch mal anders:
Hast Du dann auch begriffen, dass diese Koordinaten nicht die Enden des Zugs sind?
Lübecker hat geschrieben:
Und wieder falsch, der Einschlag hinten ist im gleichen Moment an dem sich A und A' treffen, da zeigt die Uhr des Wärters eben t = 0 und die des Schaffners t' = - 0,57735, das ist wie ein Baum! Der Moment vorne, ist ein anderer Baum, da treffen nun B und B' aufeinander, die Uhr des Wärters zeigt t = 0 und die des Schaffners t' = + 0,57735,
Es ist umgekehrt, hinten steht die Uhr de Schaffners auf +0,57735 und vorne auf -0,57735. Und es handelt sich offenbar auch nach Deiner Beschreibung um die gleichen Momente mit unterschiedlichen Zeitanzeigen von Uhren. Da funktioniert die RdG leider nicht!
Lübecker hat geschrieben:
Kappes, es kommt nicht gleichzeitig beim Schaffner an, weil es nicht gleichzeitig im System des Schaffners startet.
Natürlich startet das Licht gleichzeitig im System des Schaffners. Die Zeitpunkte im Bahndamm sind mit den Zeitpunkten im Zug ja identisch, bloß die Uhren zeigen unterschiedliches an. Es vergeht ja zwischen den Zeitanzeigen der Uhren bei jedem Blitzschlag keine Zeit. Wenn vorne und hinten das der Fall ist, dann sind eben nur die Uhren des Schaffners falsch eingestellt und das nützt aber wenig, denn das Licht hat bis zur Mitte des Schaffners die gleichen Laufstrecken und durchläuft sie mit c! Wenn es an den Einschlagsorten keinen Zeitunterschied zwischen den Systemen gibt, gibt es in den Mitten der Systeme auch keinen. Nur mit unterschiedlich eingestellten Uhren kann sich die RdG nicht ergeben! Die Blitzeinschläge müssen im Zugsystem tatsächlich früher und später erfolgen als im Bahndammsystem, nur dann kommt das Licht beim Schaffner ungleichzeitig an! Nur mit unterschiedlichen Uhren, die denselben Moment bezeichnen, klappt das nicht!
Lübecker hat geschrieben:
Gibt es aber eine Geschwindigkeit zwischen den Spiegeln und dem Beobachter, dann ist die Lichtlaufstrecke immer größer als 2A, da gilt eben dann der Satz des Pythagoras:
l' = 2 √ (A² + B²)
Am besten wir spannen ein Maßband zwischen die beiden Spiegel und schauen, ob sich die Laufstrecke verändert, weil sie von einem bewegten Beobachter betrachtet wird. Oder wir bringen an den Spiegeln jeweils Blenden an, die verhindern, dass das Licht jene Winkel einschlägt, die der bewegte Beobachter zu sehen vermeint. Bleibt die Lichtuhr dann stehen, weil das Licht an die Blenden knallt?
Oder wir lassen das Licht überhaupt durch ein undurchsichtiges Rohr zwischen den Spiegeln auf und ab ticken. Das wird aber nicht schräg, wenn man es bewegt betrachtet. Bleibt die
bewegte Lichtuhr dann stehen, weil es dann für den Beobachter eine andere, diagonale Laufstrecke einschlagen soll und das Rohr da nicht mitspielt? Sicher nicht! Das Licht wird stets senkrecht zwischen den Spiegeln auf und ab ticken und das Rohr beweist es. Betrachtet man aber die Diagonale als konkrete Lichtlaufstrecke und das Licht kommt oben später an, dann hatte es senkrecht die Geschwindigkeitt srt(c²-v²). Das behauptet übrigens Einstein selbst auf Seite 899 seiner Arbeit ZEBK. Hat er da auf sein Postulat vergessen?
Grüße
Harald Maurer