Chief hat geschrieben:
Wenn man das tut, dann kann man (physikalisch) nicht davon ausgehen, dass in beiden Systemen die LG gleich groß ist, weil die Erhaltung der Schwerpunktsbewegung verletzt wäre.
Siehe dazu z.B. (Rückstoß aufgrund von Bewegung des strahlenden Körpers):
Rückstoßimpuls der Strahlung (Poincaré 1900): p_r=(E/c²)*v,
Rückstoßenergie der Strahlung (Einstein 1905): E_r=(E/c²)*v²/2.
Die relativistische Energie berechnet sich allgemein aus
E=sqrt(m^2*c^4+p^2*c^2) mit p=m*v*γ und γ=1/sqrt(1-v^2/c^2)
Diese Gleichung gilt auch für Photonen. Über
v=dE/dp=p*c^2/sqrt(p^2*c^2+m^2*c^4)=c
kann daraus geschlossen werden, dass diese Gleichung nur dann v=c ergibt, wenn der Term
m^2*c^4
verschwindet, was nur mit der Ruhemasse von m=0 möglich ist.
Zitat:
Sie müssen (dürfen) gar nicht gleich sein, weil x'=x-vt und dx'=dx-v*dt=(c-v)*dt=c*dt' ist.
Aber in beiden Fällen erhält man (aus c²dt²-dς²=0 bzw. c²dt'²-dς'²=0):
dς/dt=c und dς'/dt'=c
weil für eine kürzere Strecke, bei der gleichen LG weniger Zeit benötigt wird.
Das bedeutet, es existiert nur ein Bezugssystem in welchem lokal LG=c gilt.
Dies gilt nur für Ereignisse, die auf dem gleichen Lichtstrahl liegen. Verallgemeinert man auf beliebige Ereignisse, so gilt
c²*dt² -dx² = c²*dt’² - dx’² = c²*tau²
mit der Eigenzeit tau.
Gruss