Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Kann mir jemand erklären, wieso bei einer konkreten Messung ein fiktiver Beobachter herangezogen wird, hier ein Beobachter, der rotierend im Mittelpunkt der Erde sitzen soll, der arme Kerl???
Es gibt kein Beobachter im Mittelpunkt der Erde, der irgendetwas konkret messen könnte.
Der einzige Beobachter beim CERN-Experiment sitz auf der rotierenden Erdoberfläche, das ist der Labor in Italien. Punkt.
Mehr Beobachter gibt es bei dieser Messung nicht, der irgendwas bei dieser Messung misst, schon gar nicht im Mittelpunkt der Erde.
Ich erlaube mir, ganz klein an meine Frage zu erinnern...
Was hat die Anwendung der Lorentztransformation bei der Interpretation des CERN-Neutrinoexperiments zu suchen??
Die Lorentztransformation ist ja nichts Anderes als die Wahrnehmung (Messung) eines Ereignisses jeweils aus der Sicht
von zwei Beobachtern.
Beim CERN-Neutrinoexperiment gibt es aber nur einen einzigen Beobachter, der irgendwas wahrnehmen bzw. messen kann, und zwar sitzt er brav und bequem auf der rotierenden Erdoberfläche: Das ist der Labor in Italien.
Was um alles in der Welt hat die vermeintliche Sicht bzw. die vermeintliche Messung eines fiktiven Beobachters hier zu suchen, der rotierend im Mittelpunkt der Erde sitzt??
Ich meine, dass meine Frage wichtig und berechtigt ist, denn wäre es so, dass die Experimentatoren einen Beobachter irgendwie zum Mittelpunkt der Erde zusammen mit einer Uhr befördert haben, müsste man wegen unvorstellbarer Grausamkeit und schwerer Missachtung der Menschenrechte heftig protestieren - zumindest sollte man verlangen, dass man ihm einen Sessel und eine Kotztüte zur Verfügung gestellt hat, oder?
Viele Grüße
Jocelyne Lopez