Zeigt die Uhr Zeit oder Bewegung an?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zeigt die Uhr Zeit oder Bewegung an?

Beitragvon All » Sa 28. Dez 2013, 15:56

McDaniel-77 hat geschrieben: Ein Photon ist lediglich die Fernwirkung einer Elementarladung bis zur nächsten. Eine Elementarladung ist das Teilchen.


Wie will man denn dann einen Quantencomputer bauen? Verschränkte Photonen brauchen doch einen störungsfreien "Raum", sonst werden sie vernichtet.

Gruß

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Messgenauigkeit

Beitragvon rmw » Sa 28. Dez 2013, 17:01

McDaniel-77 hat geschrieben:die QM basiert daraus, dass man von einem Teilchen, nennen wir es Elektron, nicht den Ort und die Geschwindigkeit gleichzeitig bestimmen kann. Will man den Ort ganz genau bestimmen, hat der Geschwindigkeitswert einen Riesenfehler. Bestimmt man die Geschwindigkeit ganz genau, verschwindet die Kenntnis über den Ort.

Es gibt keinen Grund warum man nicht den Ort zu jeden beliebigen Zeitpunkt im Rahmen der Messgenauigkeit messen können sollte und daraus die Geschwindigkeit bestimmen. Hier dürften eher ein paar Physiker einen mentalen Schaden davon getragen haben.

McDaniel-77 hat geschrieben:Geschwindigkeit (Bewegung) ist die Änderung des Ortes mit der Zeit. Nur wenn sich nichts bewegt, bleibt der Ort bestehen.

Es reicht den Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt anzugeben, aus der Änderung des Orts pro Zeit ergibt sich ja die Geschwindigkeit. Dieses Wissen scheint auch zu einigen Physikern noch nicht vorgedrungen zu sein.

McDaniel-77 hat geschrieben:Ich interpretiere diese Beobachtung aus dem Video aber gemäß der Realitätstheorie. Ein Elektron hat keinen Rand

Gibt keinen Grund dafür. Wen man eienen Stein ins Wasser wirft kann man aus der Welle rundherum auch nicht schließen dass der Stein keinen Rand hat.
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Re: Zeigt die Uhr Zeit oder Bewegung an?

Beitragvon McDaniel-77 » Sa 28. Dez 2013, 17:30

Hey All,

ich liebe Wortspiele und du hast mich schon das eine oder andere Mal zum schmunzeln gebracht :-). Pfysiker :D

Ohne Sprache geht es nicht, um aber einigermaßen vernünftig miteinander reden zu können, braucht man anerkannte Definitionen. Das Problem hatten wir ausgiebig beim Objekt, welches von Mathematikern auch als reales Objekt (Sache, Gegenstand) verstanden wird, obwohl es sich um ein mathematisches Objekt handelt. Wenn man diese geistige Trennung im Hirn nicht mehr zustande bringt, dann wird es schwierig. Logik ist etwas, dem kann man nicht widersprechen, in der Natur ist alles logisch aufgebaut. Alle Fragen nach dem "Warum...?" lassen sich solange logisch erklären, bis die letzte Warum-Frage des Nihilisten kommt: "Warum existiert etwas und nicht nichts?"

Warum fließt das Wasser den Berg runter?
Warum können Vögel fliegen?
Warum können wir sehen?
Warum dreht sich die Erde?
Warum dreht sich die Galaxie?
Warum dreht sich das Universum ;) ?

Letztere Frage ist hypothetischer Natur. Wir sehen keine Rotation des sichtbaren Universums, schließlich leben wir ja im Zentrum des Urknall-Universums. Ansonsten lässt sich Rotation ganz leicht auf die EM-WW zurückführen - Rechte-Hand-Regel.

Sollten sog. Wissenschaftler in Zukunft einen Quanten-Computer herstellen, dann wird dieser in seinem Innersten auch nur wieder mit Elektronen funktionieren. Die Strukturen werden soweit reduziert, bis nur noch einzelne Atome als Kondensator und Transistor funktionieren.

Verschränktheit oder Beschränktheit?

Könnte man den Zustand von einem Atom absichtlich ändern, z.B. durch kontrollierte Anregung, dann sollte ein verschränktes Atom, in beliebiger Entfernung synchron dasselbe tun. Wenn das ginge, dann wäre ja alles Quatsch. Das geht aber nicht! Der Krampf mit den verschränkten Photonen ergibt doch keinen Sinn. Wenn man das eine Beobachtet, ist das andere genauso. Wer garantiert, dass diese "verschränkten" Photonen nicht schon von Anfang an gleich waren?

Bei Wiki steht dazu Aufschlussreiches, man muss nur lesen können:

Wiki - Erzeugung verschränkter Systeme hat geschrieben: Verschränkte Photonen können durch die parametrische Fluoreszenz (parametric down-conversion) in nichtlinear optischen Kristallen erzeugt werden. Dabei wird aus einem Photon mit hoher Energie im Kristall ein verschränktes Paar von Photonen mit niedrigerer Energie (der Hälfte der Energie des Ursprungsphotons) erzeugt. Die Richtungen, in die diese beiden Photonen abgestrahlt werden, sind miteinander und mit der Richtung des eingestrahlten Photons korreliert, so dass man derartig erzeugte verschränkte Photonen gut für Experimente (und andere Anwendungen) nutzen kann.

Bestimmte Atomsorten kann man mit Hilfe eines Lasers derart anregen, dass sie bei ihrer Rückkehr in den nichtangeregten Grundzustand ebenfalls ein Paar verschränkter Photonen abstrahlen. Diese werden jedoch mit gleicher Wahrscheinlichkeit in jede beliebige Raumrichtung abgestrahlt, so dass sie nicht sehr effizient genutzt werden können.
Bei Photonen bezieht sich die Verschränkung meist auf die Polarisation der Photonen. Misst man die Polarisation des einen Photons, ist dadurch die Polarisation des anderen Photons festgelegt (z. B. um 90° gedreht).


Bei Atomen bezieht sich die Verschränkung auf deren Spin. Regt man ein zweiatomiges Molekül mit einem Spin von null mit einem Laser derart hoch an, dass es zerfällt (dissoziiert), sind die beiden freiwerdenden Atome bezüglich ihres Spins verschränkt. Bei einer entsprechenden Messung wird eines von ihnen den Spin +1/2 zeigen, das andere −1/2. Es ist aber nicht vorhersagbar, welches der beiden Atome den positiven und welches den negativen haben wird. Misst man aber den Spin eines der beiden Atome, wird dadurch der Spin des anderen festgelegt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenverschr%C3%A4nkung#Erzeugung_verschr.C3.A4nkter_Systeme

Der letzte Absatz ist besonders interessant, denn der Spin tritt immer auf, nur da er vorher null war und hinterher auch null sein muss, bekommt ein Teilchen +1/2 und das andere -1/2. Man weiß nur vorher noch nicht, welches der beiden + oder - wird. Den Trick kennt man doch. Man wirft eine Münze mit Kopf oder Zahl. Vorher weiß man nicht, ob Zahl oder Kopf oben liegt. Liegt Kopf oben, hat man damit die Verschränktheit bewiesen, weil dann Zahl unten liegt! Entschuldigung, sagte ich Beschränktheit?

Grüße!

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Re: Messgenauigkeit

Beitragvon McDaniel-77 » So 29. Dez 2013, 00:22

Hi rmw,

siehst du einen Rand? Eine Wasserwelle ist etwas anderes, als die Ringe beim Elektronenstrahl.
Ansonsten bin ich doch mit dir konform. Oder täusche ich mich da?

Grüße!

McDaniel-77
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Re: Zeigt die Uhr Zeit oder Bewegung an?

Beitragvon All » So 29. Dez 2013, 10:19

Da reitet offensichtlich gar nichts auf einer Lichtwelle.

Die Elektronen finden ihren Weg über eine eingeritzte Glasoberfläche und werden so auf Richtung gebracht. Die Lichtblitze treiben diese Elektronen an.

Das heißt für mich, dass die Elektronen ohne Lichtblitze stehen würden.



http://www.ingenieur.de/Themen/Forschun ... iten-Welle



Gruß

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Re: Zeigt die Uhr Zeit oder Bewegung an?

Beitragvon Kurt » So 29. Dez 2013, 11:59

All hat geschrieben:Da reitet offensichtlich gar nichts auf einer Lichtwelle.

Die Elektronen finden ihren Weg über eine eingeritzte Glasoberfläche und werden so auf Richtung gebracht. Die Lichtblitze treiben diese Elektronen an.
http://www.ingenieur.de/Themen/Forschun ... iten-Welle


Schön langsam aber sicher kommt die Longinulität von Licht zum Vorschein.
Irgendwann werden auch die letzten Büchergeschädigten das wohl einsehen müssen.

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Wasserwelle

Beitragvon rmw » So 29. Dez 2013, 14:15

McDaniel-77 hat geschrieben:Eine Wasserwelle ist etwas anderes, als die Ringe beim Elektronenstrahl.

Eine Wasserwelle ist schon etwas anderes, aber die Ringe um das Elektron können auch die Wirkung des Elektrons sein und nicht das Elektron selbst. Das scheint mir jedenfalls ungleich wahrscheinlicher.
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Re: Zeigt die Uhr Zeit oder Bewegung an?

Beitragvon McDaniel-77 » So 29. Dez 2013, 15:30

Hi rmw,

das sehe ich auch so. Es wäre jetzt noch interessant zu testen, was passiert, wenn der Schirm weiter von der Elektronenkanone entfernt wird. Spreizt sich das Ringmuster dann auf. Als die Beschleunigungsspannung erhöht wurde, änderte sich an dem Ringmuster nichts. Die Größe der Ringe bliebt unverändert, man konnte sie nur deutlicher sehen.

Gruß!

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Re: Zeigt die Uhr Zeit oder Bewegung an?

Beitragvon McDaniel-77 » So 5. Jan 2014, 17:22

Gesundes Neues!

Hi Chief,

man sieht das ziemlich schlecht, dass die Ringe sich im Durchmesser verändern. Wenn man sich den Elektronenstrahl als Sprühstrahl vorstellt, dann sollte ein höherer Druck (Beschleunigungsspannung), den Strahl stärker bündeln.
Ob die Ringe durch Elektronen entstehen oder "nur" die EM-WW sind, könnte man durch eine Strommessung ermitteln.

Gruß

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Re: Zeigt die Uhr Zeit oder Bewegung an?

Beitragvon All » Sa 18. Jan 2014, 11:54

McDaniel-77 hat geschrieben:Verschränktheit oder Beschränktheit?

Könnte man den Zustand von einem Atom absichtlich ändern, z.B. durch kontrollierte Anregung, dann sollte ein verschränktes Atom, in beliebiger Entfernung synchron dasselbe tun. Wenn das ginge, dann wäre ja alles Quatsch. Das geht aber nicht! Der Krampf mit den verschränkten Photonen ergibt doch keinen Sinn. Wenn man das eine Beobachtet, ist das andere genauso. Wer garantiert, dass diese "verschränkten" Photonen nicht schon von Anfang an gleich waren?


Hi Daniel,

hinsichtlich der Quantenverschränkung scheint es ja dann, wie so oft in der Physik, einfach nur sprachliche Formulierungsmängel zu geben, die aus mathematischen Ergebnissen abgeleitet worden sind.

Ich verstehe dich wie folgt:

Beachtet man, dass man bei der Verschränkung aus einem starken Photon zwei schwache Photonen macht, so ist die Aussage, dass ein Zwillingspaar existiert schon mal falsch.

Man teilt ein starkes Photon und macht daraus zwei schwächere Photonen, mehr nicht. Beispiel: trennt man einen Menschen hälftig, was man tunlichst vermeiden sollte, so wird aus diesen beiden Teilen ja nicht auch ein Zwillingspaar, sondern es bleibt 1 Mensch aus dem jeweils 2x 0,5 Mensch gemacht wird. Er wird nur geteilt in eine rechte und linke Hälfte oder in eine obere und untere Hälfte. Durch Teilung ist der berechenbare Zustand rechts und links bereits bei der Teilung festgelegt.

Die Teilung des Starken Photons zieht doch schon automatisch eine Veränderung der Drehung in rechts und links nach sich. Das heißt, die Teilung produziert schon von vornherein eine unterschiedliche Bewegungsrichtung, die erst durch Messung klar bestätigt werden kann. Vor der Messung ist die Bewegungsrichtung der geteilten Photonen noch nicht bekannt. Letztlich bedeutet das doch nur, dass verschränkte Photonen von vornherein eine gegenläufige Richtung haben. Das eine dreht sich nach der Teilung rechts rum, das andere links rum. Wenn man also glaubt, dass man das daheimgebliebene Photon mit einer Linksdrehung misst und automatisch meint, dass sich diese Messung einen Einfluss auf das andere Photon hat, die gegenläufig ist, so war doch genau dieser Zustand von vornherein vorhanden.


Beachtet man, dass durch die Vernichtung des gemessenen Photons, sich automatisch also instantan die Menge des ursprünglichen starken Photons verringert, so hat das auf das sich entfernende Photon lediglich einen mengenmäßig bezifferten mathematischen instantanen Einfluss.

Scheinbar geht es nur darum, ob man mit der Vernichtung des zuerst gemessenen Photons eine Nachricht auf das „überlebende“ Photon produzieren kann.

Wie man das aber ohne künstliche Kanäle machen will, ist mir schleierhaft. In der Natur werden diese Photonen unverzüglich vernichtet.

Gruß

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