Superluminar hat geschrieben:
Und die Länge des Berges wird im Myonsystem gleich von wem gemessen?
Da ist kein Berg!
Die nach SRT anzunehmende Situation ist jene, dass das Myon in einem mit v=-0,9994 c relativ zum Erdboden bewegten Bezugssystem ruhend entsteht! Alles was in diesem Bezugssystem geschieht, wird im Erdsystem lt. SRT daher längenkontrahiert und zeitdilatiert wahrgenommen!
Wendet man die SRT falsch an, indem man den zum Zeitpunkt t=0 angenommenen Abstand zum Myon von 10 km als Ruhelänge ansieht, kommt mit der LT Unsinn heraus. So ergibt die LT ins Myonensystem folgende Situation: Die Entstehung des Myons bei t'=0,000962483234 s auf der Koordinate x'=288,71844561 km, die Ankunft des Erdbodens beim Myon auf dieser Koordinate zu t'=0,0009636392543225 s. Die Ermittlung der kontrahierten 10 km aus Sicht des Myons ergibt 0,346358196 km. Im Myonensystem wird also die Ankunft des Erdbodens nach 0,000001156 s gemessen. Die Erduhr müsste mit der Zeitanzeige 0,000033376435381 s ankommen. Demnach ist sie 28,871 mal schneller gelaufen als die Uhr des Myons, welches die Erduhr aber langsamer laufen sehen müsste als die eigene! Wenn auf der Myonenuhr 0,000001156 s verstreichen, müssten auf der Erduhr erst 0,00000004 s verstrichen sein! Was also zeigen die Uhren bei ihrer Zusammenkunft? So einen Unsinn kann man nur einem Idioten als Physik verkaufen!
Das Uhren-Tohuwabohu entsteht durch die falsche Grundannahme im Erdsystem, eine Uhr könne mit v=0,9994 c 10 km in 0,000001156 s durchmessen. Und das kann sie eben nicht! Weil eine Uhr mit v=0,9994 c in 0,000001156 s nur eine Strecke von 0,346358196 km zurücklegen wird!
Superluminar hat geschrieben:
Es gibt in der Physik kein ausgezeichnetes System, weder in der RT noch nach Newton!
Sollte so sein! In der SRT wird dieses Prinzip verletzt, weil das Ausgangssystem für eine LT stets ausgezeichnet ist. Z.B. durch Zuteilung der Gleichzeitigkeit an ein bestimmtes System, obwohl der Vorgang im anderen System ebenso gleichzeitig gemessen werden könnte, wäre es als Ausgangssystem für die LT gewählt worden. Ist diese Zuteilung einmal gewählt, muss in S' strikt das gemessen werden, was sich in S errechnet. S wird damit absolut gesetzt, die Wahl von S' als Ausgangssystem für die LT ist nicht mehr möglich! Es ist nur noch eine Rücktransformation aus den dem S' von S zugerechneten Werten erlaubt.
Superluminar hat geschrieben:
Und ich dachte immer, es werden Objekte und nicht Systeme gemessen.
In der SRT ist der RAUM relativ, und nicht nur die Objekte in diesem! Sollte man eigentlich wissen! Die LT transformiert Koordinaten und keine Objekte. Diese Koordinaten beschreiben die Relativität des RAUMS, infolgedessen werden bewegte Koordinatensysteme kontrahiert gemessen. Im Myonensystem wird das bewegte Koordinatensystem der Erde kontrahiert gemessen, daher die verkürzte Strecke, völlig unabhängig davon, ob da ein Berg oder eine Atmosphäre wäre. Die Relativität des RAUMS hängt nicht davon ab, ob da Objekte sind oder nicht.
Superluminar hat geschrieben:
Wenn wie hier aber Ruhelängen des Zollstocks mit der Berghöhe verwechselt werden,
wenn Berg mit Zollstock vertaucht wird, dann erst gibt es Probleme.
Was faseltst Du da von einem Berg? Und von Zollstöcken?
Da wurde nichts damit gemessen. Man findet Myonen am Erdboden und der Rest besteht aus Annahmen und Vermutungen. Was man misst, ist die Energie der Myonen aufgrund ihrer Durchdringtiefe in einem Target und steckt gleich mal die SRT hinein, indem man die rel. Massenzunahme berücksichtigt und damit eine Geschwindigkeit von 0,9994 c errechnet, das sagt aber über die Höhe, aus der das Myon kommt, gar nichts aus. Die wird einfach mit 10 km angenommen. Könnten auch 5 km sein. Oder 346 m. Was man wissen kann, ist einzig und allein, dass nach SRT das Myon eine Geschwindigkeit von 0,9994 c haben müsste. Und das ist schon alles. Alles andere ist eine Konstruktion im Sinne eines ZD-"Beweises". Diesen kann man einem Kenner der SRT aber gar nicht andrehen, weil der weiß, dass die Zeit im Myonensystem nicht für das Myon langsamer verstreicht, sondern dies nur für den im Erdsystem ruhenden Beobachter so erscheint. Das schließt eine konkrete Gangänderung einer bewegten Uhr aber aus. Der Erdbeobachter kann daher nicht annehmen, dass zwei Uhren - eine am Erdboden und eine bewegt aus 10 km Höhe - gleichzeitig starten und bei ihrer Zusammenkunft unterschiedliche Zeitanzeigen haben. Weil jede Uhr gegenüber der anderen gleichsam die bewegte als auch die ruhende ist! Daher ist die gleichzeitige Messung der Endpunkte dieser angenommenen 10 km auch nach SRT nicht möglich. Nimmt man dies als Ausgangssituation für eine LT, kommt eben das Uhrendurcheinander heraus, wie ich es anfangs beschrieben habe. So kann man eben die ZD nicht beweisen!
Das kann man auch prinzipiell nicht, weil jede Uhr, die gegenüber einer Referenzuhr zurück geblieben ist, aufzeigen würde, dass die Referenzuhr ruhend war und somit ein ausgezeichnetes System darstellt. Man kann ohne Verletzung des RP eben nicht davon ausgehen, dass die bewegte Myonenuhr gegenüber der Erduhr nachgehen wird, weil die Erduhr eben nicht absout ruht, sondern gegenüber der Myonenuhr bewegt ist. Damit wird die SRT samt ihren Myonen ohnehin sofort zur Makulatur, nicht wert das Papier, auf das sie jemals geschrieben wurde!
Grüße
Harald Maurer