Ernst hat geschrieben:
Am fliegenden Myon vergehen 2µs bis zum Auftreffen auf die Erde. Da steht die Erduhr schon auf 33µs. Das heißt, das ruhende Erdmyon ist beim Eintreffen des fliegenden Myons bereits seit 31µm tot. Das fliegende Myon kann das bereits verweste ruhende Myon begraben.
Daß die Situation zeitlich verdreht ist, wenn der Ursprung des ruhenden Bezugssystem in den Startpunkt des Atmosphärenmyons gelegt wird, d.h. das Erdmyon nun auf das ruhende Atmosphärenmyon zufliegt, ist ja augenscheinlich. Das Erdmyon kann jetzt das bereits verfaulte Atmospärenmyon begraben.
Das ist offenbar so augenscheinlich, dass man das nicht mehr diskutieren muss. So als reine Fingerübung, kann man das natürlich einmal durchrechnen.
Im Erdsystem zerfällt das fliegende Myon bei Mf = (xf, tf) = (0m, 33us) (ich habe den Zerfallsort mal oBdA auf den Ursprung gelegt),
das Erdmyon zerfällt bei Me = (xe, te) = (0m, 2us).
Das kann man nun in das Ruhesystem des fliegenden Myons transformieren, mit v=0.994c. Dann ergeben sich für die transformierten Koordinaten:
Mf' = (xf', tf') = (-9840m, 302us)
Me' = (xe', te') = (-596m, 18.3us)
Des lässt sich einfach aus der transformierten Zeitkoordinate t' = (t - v/c^2*x)/y = t/y (y -> \gamma, x=0) ablesen, dass die Zerfallszeiten im Ruhesystem des fliegenden Myons nicht vertauscht sind.
Das ist nun eigentlich nicht weiter überraschend, wie ich bereits mehrfach dargelegt habe. Zeitartig verbundene Ereignisse bleiben unter der LT zeitartig verbunden.