fallili hat geschrieben:
Oha, Harald schreibt auch mal wieder. Dann erst mal Hallo an Dich.
Habe viel zu tun und schreibe deshalb seltener. Auch frustiert es mich etwas, wenn sogenannte "Kritiker" der SRT nicht mal mit Bezugssystemen umgehen können. Da macht eine Diskussion wenig Sinn und ich lass' es lieber...
fallili hat geschrieben:
Mich wundert allerdings, dass Du nun "plötzlich" auch an die Invarianz von c ablehnst - ich war der Meinung, dass Du die bisher immer als gültig betrachtet hast.
Da liegt ein Missverständnis vor. Ich glaube nicht an die Invarianz der LG, sondern halte das Postulat für ein Ding der Unmöglichkeit.
fallili hat geschrieben:
Zu Deinem Satz "Das Zitat zeigt die Unglaubwürdigkeit von Wikipedia deutlich auf": Nicht Wiki wäre unglaubwürdig, sondern die zahlreichen Experimente zur Feststellung der Vakuumlichtgeschwindigkeiten wären es, Wiki kann ja auch nur zitieren.
Der Autor des Wikipedia-Artikels "zitiert" ja nichts, sondern behauptet einfach etwas, das schlicht und einfach falsch ist. Und führt dazu den MM-Versuch an, was zeigt, dass er keine Ahnung hat und einfach nachplappert, was aus der Propaganda-Abteilung der Relativisten kommt. Die "zahlreichen Experimente" zur Messung der LG haben die unterschiedlichsten Werte ergeben und man hat daher die LG einfach festgelegt, wobei man sich an den Wert hielt, der von Louis Essen nach Messung von Wellenlängen in einem Hohlraumresonator berechnet worden war. Dessen ungeachtet war Louis Essen ein Gegner der SRT.
fallili hat geschrieben:
Und das es keine Relativbewegung zur Lichtquelle gibt ist richtig - aber ohne Belang. Zu der Zeit war die Frage ja, ob es eine Relativbewegung eines "Äthers" zur Messapparatur gibt - das hätte Auswirkungen haben müssen die erkennbar gewesen wären. Und daher war das Ergebnis von MM keine "quantitative Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit" sondern der Nachweis, dass es keinen ruhenden Äther als "Träger/Vermittler von Lichtwellen" gibt.
Das Ergebnis des MM-Versuchs hat man zwar dahingehend interpretiert; Michelson selbst aber konnte dieser Versuch nicht überzeugen und er blieb ein Äther-Anhänger.
Tatsächlich sind alle Experimente von der Art Michelson-Morley nicht dazu geeignet, einen allenfalls vorhandenen Ätherwind aufzuzeigen, weil die Doppler-Effekte in derartigen Apparaten dies verhindern. Die Frequenz bleibt auch bei vorhandenem Äther konstant und eine Phasenverschiebng kann sich nur dann ergeben, wenn eine zumindest temporäre Frequenzänderung auftritt. Und das ist nicht der Fall.
Mein Versuch, eine diesbezügliche Arbeit von W.Engelhardt zur Diskussion zu stellen (
http://www.worldsci.org/pdf/abstracts/a ... s_6815.pdf ) ist insofern gescheitert, als dass man zwar behauptete, Engelhardt mache einen Fehler, aber niemand offenbar in der Lage war, aufzuzeigen, woraus dieser Fehler bestünde. Auch habe ich schon auf meiner Homepage gezeigt, dass im MM-Apparat die Periodendauer konstant bleibt und eine Phasenverschiebung daher nicht zu erwarten ist.
Teilnehmer, die alle nur ihren Standpunkt verteidigen, interessiert das alles nicht. Die Arbeit von Engelhardt erntete letztlich eisiges Schweigen - man will halt nichts wissen, was den eigenen Glauben gefährdet. Dabei ist das Ergebnis der MM-Versuche mit einer einzigen Formel klassisch erklärbar...
Grüße
Harald Maurer