Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Di 29. Apr 2014, 17:30

Highway hat geschrieben:Blödsinn! Das ist ja gerade der springende Punkt! Wenn du den physikalischen Sachverhalt aus dem Bezugssystem MMI betrachtest, dann entgeht dir das wesentliche. Dir entgeht die Tatsache, dass zwei Wellen sich aufheben, das sich Geschwindigkeiten aufheben, und das der Dopplereffekt mehrfach auftritt und nicht einfach nur ein Nullergebnis gemessen wird. Mit deiner Betrachtung aus dem Bezugssystem MMI bist du mindestens soweit vom physikalischen Vorgang entfernt, wie Voyager von der Erde.

Genau. Wer fährt denn schon direkt von Berlin nach Hamburg auf der A24. Da entgeht ihm ja das wesentlichste, wenn er nicht von Berlin über Paris nach Hamburg fährt. Die Seine, der Eiffelturm. Molin Ruge etc.
Allerdings wenn man die Route nicht kennt, landet man irgendwo auf dem Acker.
So geht es jemandem, der Bezugssysteme nicht kennt, der landet beim MMI im physikalischen Müll.
Dieses wär ihm nicht passiert, wäre er in dem Bezugssystem geblieben, in welchem er ein Meßergebnis sehen will. Da müßte er nur mal was von einer Kontinuitätsbedingung gehört haben.
Hat er nicht mal das, dann soll er lieber spazierengehen.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Sa 3. Mai 2014, 10:14

Chief hat geschrieben:Sind jetzt alle einverstanden, dass mit dem "alten" MMI ein Ätherwind detektiert werden könnte (falls v>=5km/s)?

Nein, bin ich nicht! Meine Antwort lässt auf sich warten, weil einige Animationen anzufertigen sind und ich momentan wenig Zeit habe. Kommt schon noch!

Grüße
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Sa 3. Mai 2014, 11:03

Chief hat geschrieben:Noch einer ist nicht einverstanden!

http://arxiv.org/pdf/quant-ph/0103103.pdf


Also bei Veröffentlichungen bei denen in der Zitateliste ausschließlich der Autor vorkommt bin ich immer etwas skeptisch.

Ich frag mich aber, was zum Teufel er da detektiert haben will:
The horizontal projection  of the Earth's velocity relative to luminiferous aether thus found lies in the range 140 km/s < v < 480 km/s depending on the time of the day and night at the latitude of Obninsk.


Erstens mal - wie schätzt der Autor die Genauigkeit seiner Methode ein (entweder ich habs übersehen oder es stehen keine Fehlergrenzen da) und zweitens, was soll da in diesem Bereich von 140 km/s < v < 480 km/s "schwanken".

Also wenn wir einen Schwankungsbereich von 60 km / sek pro Jahr erkennen würden, hätte ich es noch verstanden, die Erde bewegt sich mit 30 km/sek also sollten auch maximal diese Bewegungen ( bei einem existierendem Äther) auftreten und sichtbar sein.

Eine Angabe wie in the range 250 km/s < v < 310 km/s bei einer Meßdauer von einem Jahr hätte ich als ernsten Hinweis auf einen Äther genommen, mit der Erkenntnis, dass die Sonne wegen der Rotation der Galaxie derzeit mit 280 km/sek relativ zum Äther bewegt.

Also was will der Autor aussagen? Das sich die Äthergeschwindigkeit innerhalb eines Tages so stark ändert?
Warum zeigt die Kurve nur einen Tag und nicht wenigstens einen Wochenverlauf - bei sowas kann man doch nicht nur einen einzige Periode messen?
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 4. Mai 2014, 10:43

Chief hat geschrieben:Sind jetzt alle einverstanden, dass mit dem "alten" MMI ein Ätherwind detektiert werden könnte (falls v>=5km/s)?

Ja, selbstverständlich. Das Prinzip beruht ja ausschließlich auf bekannten praktisch bestätigten Grundlagen der Wellenoptik und Interferometrie. Niemand anders als Michelson kannte sich experimentell mit diesen Dingen beser aus. Inzwischen werden modernere Laservarianten verwendet, welche nach unterschiedlichen Prinzipien arbeiten, die ebenfalls in der Wellenoptik experimentell bekannt sind.

Die Einwände, die hier vorgebracht wurden, sind beruhen auf unverstandener selbst ausgedachter Privatphysik. Da wird mit Dopplereffekten operiert, die im MMI Bezugssystem überhaupt nicht vorkommen, da wird umständlich konstante Frequenz nachgewiesen, die ohnehin außer Zweifel steht, und aus konstanter Fequenz fälschlich auf Phasengleichheit geschlossen wird. Und zuallerletzt noch wird eine Wellenlängenquantenreflexion erfunden, welche die praktisch ausgeführet Funktion des MMI ausschießen würde. Absurder geht's nicht.
Alle Hinweise auf Funktionsgleichheit des SagnacInterferometers und des Jupiterexperimentes werden ignoriert bzw. was wahrlich die Spitze des Unverständnisses darstellt.
Und dann wird nicht nur das Prinzip des originalen MMI verkannt, sondern zugleich die vielen unterschiedlichen anderen physikalischen Grundlagen der modernen MMI Derivate.

Wir hatten hier ja schon Privatphysiker, welche die Corioliskraft demontierten, das Flüssigkeitsbarometer funktionsunfähig machten, die maximale Beschleunigung des einfachen Schwingers verleugneten etc.
Und nun die zwei, welche Laufzeitunterschiede von Phasendifferenzen trennen wollen, wie immer das unmögliche möglich gemacht werden soll. Die Frequenzgleichheit mit Phasengleichheit verheiraten wollen, egal wie das funktionieren soll. Und wo schließlich Wellen diskontinuierlich in Wellenlängeneinheiten reflektiert werden sollen, egal wie das die experimentelle Wellenoptik konterkariert.

Ob man über solches lachen oder weinen soll, weiß ich nicht. Ich neige jetzt eher zu letzterem. :)
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 4. Mai 2014, 10:47

fallili hat geschrieben:Also was will der Autor aussagen? Das sich die Äthergeschwindigkeit innerhalb eines Tages so stark ändert?
Warum zeigt die Kurve nur einen Tag und nicht wenigstens einen Wochenverlauf - bei sowas kann man doch nicht nur einen einzige Periode messen?

Er hat vermutlich die durch den Sonnenstand oder die Heizungsreguleirung induzierte Wärmedehnung seiner "Medien" gemessen. ;)
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Zuletzt geändert von Ernst am So 4. Mai 2014, 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 4. Mai 2014, 11:13

Highway hat geschrieben:Was lediglich eine gewisse geistige Unbeweglichkeit deinerseits belegt. ;-)

Klar, geistige Rückwärtsbewegung wäre reichlich unprofessionell. ;)

Bist du davon überzeugt, dass eine stehende Welle vor dem Spiegel existiert, oder nicht?

Natürlich, das wurde ja schon zigmal gezeigt.
Eine stehende Welle ist aber kein Unikat. Sie ist das Erscheinungsbild der Summe aus einer hin- und einer rücklaufenden Welle. Wird eine davon unterbunden, ists vorbei mit der Stehwelle.
Wenn du da dem MMI was anflicken willst, laß es sein. Dieser Mechanismus ist erstens lange bekannt und zweitens, was wichiger ist, funktioniert das MMI trotz dieser Stehwellen ja bei Weglängenänderung, wo die Stehwelle natürlich auch vorhanden und erhalten bleibt.

Sinniere lieber über die gleiche Funktionsweise von MM und Sagnac. Es ist das gleiche Prinzip: Wellen laufen mit größerer Wellenlänge und größerer Geschwindigkeit in Strömungsrichtung und mit kleinerer Wellenlänge und kleinerer Geschwindigkeit entgegen Strömungsrichtung. Reflexionen wie im MMI gibts da auch. Und am Treffpunkt laufen sie nach unterschiedlicher Laufzeit und damit mit einer Phasendifferenz ein.
Warum also soll das identische Prinzip bei MM nicht funktionieren und bei Sagnac bestens arbeiten?

Also bitte, warum?
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » So 4. Mai 2014, 11:39

Ernst hat geschrieben:Natürlich, das wurde ja schon zigmal gezeigt.

Ja, und zigmal falsch! Wie oft wird's noch falsch gezeigt werden?
Ernst irrt sich gewaltig, und Highway sitzt auf dem richtigen Dampfer!
Aber wartet doch auf meinen nächsten Beitrag! Es wird ein größerer Beitrag sein, und es dauert noch etwas. Ist noch nicht fertig. Es hat keinen Sinn, bis dahin hin und her zu streiten! Ernst's Standpunkt ist hinreichend bekannt! Also wartet bitte auf meine Darstellung. Es wird Euch ein gewaltiges Licht aufgehen! 8-)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 4. Mai 2014, 11:59

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Natürlich, das wurde ja schon zigmal gezeigt.

Ja, und zigmal falsch! Wie oft wird's noch falsch gezeigt werden?
Ernst irrt sich gewaltig, und Highway sitzt auf dem richtigen Dampfer!
Aber wartet doch auf meinen nächsten Beitrag! Es wird ein größerer Beitrag sein, und es dauert noch etwas. Ist noch nicht fertig. Es hat keinen Sinn, bis dahin hin und her zu streiten! Ernst's Standpunkt ist hinreichend bekannt! Also wartet bitte auf meine Darstellung. Es wird Euch ein gewaltiges Licht aufgehen! 8-)


Falsch :?: :?: :?: Wenn du nun auch noch den Mechansimus der Entstehung stehender Wellen in Frage stellen willst, dann gute Nacht.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... wave_2.gif
Bild

Selbst mit unendlich langen Begründungen (die gibt es ja auch schon auf deiner Hauptseite und hier zur Genüge) kannst du in der Sache nichts ändern. Denn du würdest zugleich Sagnac widerlegen :!:
Bleibt nur zu hoffen, daß dir bei deiner neuen Ausarbeitung selbst die Erleuchtung kommt. ;)

Ernst's Standpunkt ist hinreichend bekannt!

Das ist nicht "mein" Standpunkt, sondern das ist die Aussage der angewandten experimentell bestätigten etablierten Physik.

Deine Begründung dazu, warum das selbe Prinzip bei Sagnac funktioniert, ist offen.
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Zuletzt geändert von Ernst am So 4. Mai 2014, 12:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » So 4. Mai 2014, 12:07

Ernst hat geschrieben:Selbst mit unendlich langen Begründungen (die gibt es ja auch schon auf deiner Hauptseite und hier zur Genüge) kannst du in der Sache nichts ändern.

Warte es ab!

Grüße
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 4. Mai 2014, 12:11

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Selbst mit unendlich langen Begründungen (die gibt es ja auch schon auf deiner Hauptseite und hier zur Genüge) kannst du in der Sache nichts ändern.

Warte es ab!

Gut.
Die Antwort steht schon vorher fest:
Damit hast du Sagnac widerlegt.
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