Highway hat geschrieben:Man kann das ganze Thema deutlich abkürzen.
Betrachtung im Bezugssystem MMI! (weil Ernst es ja so favorisiert)
1.) Wenn es unbestritten ist, dass die Frequenz, trotz angenommenem Ätherwind konstant ist, dann ist auch klar, dass das Verhältniss (c+/-v)/λ konstant sein muss. Denn λ ist ebenfalls eine Funktion von v!
2.) Daraus folgt wiederum, dass φ/t ebenfalls unabhängig von der Geschwindigkeit v ist und somit folgt logisch, dass es keine Möglichkeit zur Phasenverschiebung durch die Geschwindigkeit v gibt, denn im Bezugssystem MMI ist die Messarmlänge während der Messung konstant bzw. sollte konstant gehalten sein!
3.) Die einzige Möglichkeit eine Phasenverschiebung zu erreichen ist die mechanische Veränderung der Messarmlänge, was ja auch zumeist mittels Micrometer bewerkstelligt wird.
Jedem mit einem Funken an Verstand müßte dies eigentlich sofort eingängig sein. Wer etwas anderes behauptet dokumentiert lediglich seine Ahnungslosigkeit in der Sache, und das sind erschrenkend viele, wie man in diesem Thread problemlos nachlesen kann.
Letzter Versuch Dir das klarzumachen:
Wir haben eine Rennstrecke Start - Ziel Abstand 100 Meter.
1) Jede Sekunde fährt bei Start ein Auto weg entspricht der Frequenz von 1 Hz (wir müssen eine unrealistische sofortige Beschleunigung auf die Endgeschwindigkeit voraussetzen).
Die Geschwindigkeit dieser Autos soll 20 m/sek sein ( dies entspricht dem c der Lichtwellen)
Also wird das erste Auto
nach 5 Sekunden am Ziele ankommen- die anderen folgen im Sekundentakt ( am Ziel also noch immer Frequenz von 1 Hz)
Die Autos sind auf der Strecke immer 20 m voneinander entfernt ( entspricht einer "Wellenlänge" von 20 m)
2) Nun wird die erreichbare Geschwindigkeit der Autos auf 18 m/sek verringert ( entspricht bei Licht einem c-v)
Noch immer werden im Sekundentakt bei Start die Autos wegfahren (Frequenz 1 Hz).
Das erste Auto wird nach 5,555 Sek am Ziel ankommen - alle anderen folgen im Sekundentakt ( Frequenz also auch wieder 1 Hz).
Im Vergleich zu vorher kommen aber alle Autos um 0,555 sek später an - das entspricht eben der Phasenverschiebung die es Deiner Meinung nach nicht gibt.
Und - ganz wichtig - die Autos sind auf der Strecke alle nur mehr 18 m voneinander entfernt - entspricht einer "Wellenlänge" von 18 Meter.
Also noch klarer kann man wirklich nicht darstellen wieso eine Phasenverschiebung auftritt wenn c +-v existieren würde.
Start - entspricht Sender
Ziel - entspricht Spiegel
Auto - entspricht Wellenmaximum
Geschwindigkeit des Autos - entspricht Geschwindigkeit des ausbreitenden Lichts
Anzahl der startenden Autos am Start pro Sekunde - entspricht gesendeter Frequenz
Anzahl der eintreffenden Autos am Ziel pro Sekunde - entspricht empfangener Frequenz
Abstand der Autos untereinander auf der Strecke - entspricht Wellenlänge
Und dann das Wichtigste - Unterschied der Eintreffzeit der Autos in den zwei angegebenen Situationen - entspricht der Phasenverschiebung
Situation 1: nach 5, 6, 7, 8, usw. Sekunden
Situation2: nach 5,555 6,555 7,555 8,555 usw. Sekunden
In Situation 2 beträgt die "Phasenverschiebung" 0,555 sek x 18 m/sek =
10 MeterDas kann man nun - wenn man überflüssige Zeit hat - für alle möglichen Geschwindigkeitskombinationen durchrechnen.
Das kann man auch mit allen möglichen Entfernungen von Start und Ziel kombinieren - und
immer wird man feststellen
dass es Phasenverschiebung definitiv gibt.
Und JA - natürlich gibt es Entfernungs- / Geschwindigkeitskombinationen bei denen die Phasenverschiebung Null scheint ( weil sie ein Vielfaches der Wellenlänge ist). Das sind dann die Situationen die Harald immer wieder so gern in Grafiken zeigt.
Aber auch eine Phasenverschiebung von 2 x Lambda [u]ist dennoch definitiv eine Phasenverschiebung !
Ich kann daher nur Dich zitieren:
"Jedem mit einem Funken an Verstand müßte dies eigentlich sofort eingängig sein."