Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » So 11. Mai 2014, 18:53

Ernst hat geschrieben:Sondern es breitet sich eine Welle aus, in welche Amplituden transportiert werden, aber dabei nicht schwingen.

In einer em-Welle wird gar nichts von A nach B transportiert! Sondern die Energie, die vom Sender einem elektr. Feld verliehen wird, kommt am anderen Ende an einem elektr. Feld an. Da werden keine "Amplituden" transportiert und es bewegt sich auch kein gebogener Draht durch den Raum. Jede Amplitude zeigt mit ihrer Elongation den Energiezustand eines elektr. Feldes an. Das ist bloß die Abbildung dieses Zustandes als Kurve.
Wenn man eine bestimmte Strecke hat und einen Lichtstrahl zum Spiegel schickt und erzeugt mit dem rückkehrenden Strahl und einem Referenzstrahl aus derselben Quelle ein hübsches Interferenzmuster, und man verschiebt danach den Spiegel in Richtung dieses Musters, dann schiebt man den Spiegel gegen die ankommenden Wellenlängen und damit verkürzt man diese ankommenden Wellenlängen solange man den Spiegel schiebt. Damit werden auch die Zeitpunkte der Reflexionen vorgeschoben! Klar doch, dass dann eine Phasenverschiebung in der Interferenz sichtbar wird! Verschiebt man aber beides, also die ganze Apparatur, so bleibt alles beim Alten - mit oder ohne Ätherwind!
Ein Interferometer kann Längen nur dann messen, wenn man nur mit dem Spiegel oder dem Messobjekt eine Relativbewegung gegen den Detektor bewerkstelligt! Das findet im MMI nicht statt. Die Relativbewegung verändert temporär die Periode und die Frequenz, im MMI bleibt aber dies alles konstant!
Deinen verbissenen Kampf um die c+/--v Rechnerei in Ehren, aber Deine Vorstellungen von einer em-Wellen sind ziemlich daneben! Du kannst die Vorgänge im MMI, die aufgrund der entgegengesetzten Doppler-Effekte für diese konstanten Perioden sorgen, einfach nicht begreifen und verwechselst das mit Vorgängen, wo Relativbewegungen zwischen Sender und Empfänger vorliegen.
Ernst hat geschrieben:Der Spiegel wartet nicht auf eine Amplitude. Der Spiegel reflektiert das, was augenblicklich ankommt. Die momentane Elongation.

Natürlich. Und wann reflektiert er die Amplitude? Wenn sie noch 1 km weit weg ist oder 10 cm oder was? Oder eben zu dem Zeitpunkt, an welchem sie beim Spiegel ist? Und wann ist eine Amplitude am Spiegel? Was ist denn das für ein Phasenwinkel? Wann wird die Amplitude der Rückwelle generiert? Wenn gar keine Amplitude am Spiegel angekommen ist?
Du blickst aber nicht im Geringsten durch!
Amplituden an einem fest vorgegebenen Spiegelabstand sind zeitabhängig! Ist die Zeit fest vorgegeben, sind sie ortsabhängig! Variiert der Ort (wie bei einer Längenmessung) dann sind sie zeit- und ortsabhängig!
Was sagen Dir diese Sätze?

Ernst hat geschrieben:Nein, die Sehschwäche liegt bei dir. Vor dem Spiegel schwingt gar nichts. Der Spiegel sieht einen sinusförmig gebogene blauen Draht auf sich zu kommen. Den Auftreffpunkt des Drahtes am Spiegel schmiltzt er ab und konstruiert an einem 90° versetzten Punkt einen neuen sinusförmig gebogenen Draht, der sich ohne zu schwingen in die Gegenrichtung davonmacht.

Das kannst du kleinen Kindern erzählen.
Spiegel schicken Amplituden zurück, wie sie ankommen. Fein säuberlich nach der Kreisfrequenz.
Bild
Da gehört auf x=2 auch so ein Bällchen hin. Das schwingt dann entgegengesetzt zum Bällchen auf 4. Ist 4 die Grenzfläche eines Spiegels, dann symbolisiert das Bällchen auf 6 die entgegen gesetzt schwingenden Elektronen. Auf 8 gehört auch so ein Bällchen hin, das schwingt dann entgegen gesetzt zu den Elektronen. Jedes dieser Bällchen ist ein elektr. Feld. Jede Amplitude kommt beim Spiegel an, wenn das Bällchen gerade auf der waagrechten Linie ist (Feldstärke=0). Da dies ein bestimmter Winkel der Kreisfrequenz ist, bestimmt dieser Winkel die Rückamplitude.
Solange Du diese Zusammenhänge nicht verstehst wirst Du eben nicht begreifen, dass Amplituden stets bei einem bestimmten Phasenwinkel der Kreisfrequenz reflektiert werden. Logischerweise!
Und auf die Amplituden kommt es an. Das sind nämlich jene, die in Michelsons Interferenzmuster sich addieren sollen um die konstruktive Interferenz zu liefern. Daher sind die Zeitpunkte maßgeblich zu welchen diese Amplituden reflektiert und empfangen werden - und nicht jene Zeitpunkte, die sich aus der c+/-v Rechnerei ergeben, wo gar keine Amplitude am Spiegel ist und daher auch keine reflektiert wird.
Da nochmal die Wellengleichung in animierter Form!
Bild
Denke mal darüber nach. Und da ein falscher Zeitpunkt, zu welchem eben keine Amplitude reflektiert werden wird!
Bild
Es sind die Amplituden auf ihrem Weg durch das MMI zu verfolgen. Auf diesem Weg stehen Spiegel. Und die reflektieren Amplituden im Periodentakt. Alles bleibt gleich, wenn der Ätherwind durch den Apparat strömt.
Du verstehst es eben nicht. Ist auch klar, wenn du die Feldstärkendarstellung der e-Felder mit einem gebogenen Draht vergleichst, der dahinzieht und die senkrecht zur Bewegungsrichtung schwingenden e-Felder nicht sehen willst.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » So 11. Mai 2014, 19:06

Ernst hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:
Und die Amplitude wird reflektiert, wenn sie da ist! Wann denn sonst?

Ganz richtig.
Und wenn sie früher ankommt, wird sie früher reflektiert.
Und wenn sie später ankommt, wird sie später reflektiert.
Immer im gleichen Takt, der gleichen Frequenz. Das verstehst du ja.
Aber eine früher kommende Welle wird früher reflektiert, als eine später ankommende Welle. Das vergißt du ständig.
Daß das eine Phasendifferenz ergibt, solltest du erkennen.
.


Na, mit welchem Phasenwinkel kommt die Amplitude denn am Spiegel an???
Und nach welcher Dauer wird sich dieser Phasenwinkel wiederholen?
Begreifst Du nicht, dass es auf diesen Phasenwinkel ankommt, und nicht auf "früher" oder "später"? Es liegt ausschließlich an der Kreisfrequenz, dass Amplituden von Spiegeln exakt in der Periodendauer reflektiert werden. Geht nicht anders!!!
Weil sich dieser Phasenwinkel, nach welchem die Amplitude jene der Rückwelle verursacht, genau in der Periodendauer wiederholt! "Früher" und "später" und "Laufzeit" verlieren jegliche Bedeutung für das MMI!

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Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » So 11. Mai 2014, 19:36

Ernst hat geschrieben:Eine Welle wird durch eine Schwingung erzeugt und kann (am Empfänger) eine Schwingung produzieren. Eine Welle ist eine eingefrorene Schwingung.

Das Bild der Welle mit ihren dahinziehenden Amplituden ist das Bild, das ein Oszilloskop durch Umsetzung der Feldstärken in eine Kurvendarstellung auf seinem Bildschirm generiert. Die "Welle", wie wir sie etwa bei einer Wasserwelle sehen, gibt es bei der em-"Welle" gar nicht. Die Schwingung der elektr. Felder besteht aus einer Ladungsumkehr, und nicht aus irgendeiner Schwingung in einer räumlichen Höhe, wie das bei Teilchen der Wasserwelle der Fall ist. Und das gleicht in keiner Weise einem gebogenen Draht, der als eingefrorene Welle durch den Raum zieht!
Schlage doch mal bei Maxwell nach. Der beschreibt diese e-Felder als Wirbelströme, die abwechselnd die Rotationsrichtung wechseln.
Mit Maxwell, Faraday und Doppler kann man jedes MMI-Ergebnis zerbröseln!
Ernst hat geschrieben:PS: Ich werde demnächst eine ganz andere Messung des Ätherwindes vorschlagen.

Da bin ich sehr interessiert!
Aber bist Du mit dem MMI nicht zufrieden? ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 11. Mai 2014, 19:41

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:
Und die Amplitude wird reflektiert, wenn sie da ist! Wann denn sonst?

Ganz richtig.
Und wenn sie früher ankommt, wird sie früher reflektiert.
Und wenn sie später ankommt, wird sie später reflektiert.
Immer im gleichen Takt, der gleichen Frequenz. Das verstehst du ja.
Aber eine früher kommende Welle wird früher reflektiert, als eine später ankommende Welle. Das vergißt du ständig.
Daß das eine Phasendifferenz ergibt, solltest du erkennen.
.


Na, mit welchem Phasenwinkel kommt die Amplitude denn am Spiegel an???
Und nach welcher Dauer wird sich dieser Phasenwinkel wiederholen?
Begreifst Du nicht, dass es auf diesen Phasenwinkel ankommt, und nicht auf "früher" oder "später"? Es liegt ausschließlich an der Kreisfrequenz, dass Amplituden von Spiegeln exakt in der Periodendauer reflektiert werden. Geht nicht anders!!!
Weil sich dieser Phasenwinkel, nach welchem die Amplitude jene der Rückwelle verursacht, genau in der Periodendauer wiederholt! "Früher" und "später" und "Laufzeit" verlieren jegliche Bedeutung für das MMI!

Also Harald, deine Blockade ist unüberwindbar.
Der Spiegel reflektiert jeden Phasenwinkel instantan, Und die Zeitspanne, in welcher er gleiche Phasen der Wellen reflektiert, ist eine Periodendauer.
Und damit ist die Frequenz konstant.
Und wenn du es dir partout nicht anders vorstellen kann, kannst du dir auch denken, daß die Reflexion bei einer Amplitude (meinetwegen der positiven; des Wellenbergs) beginnt.
Aber der Zeitpunkt, zu welchem die Amplitude auf den Spiegel trifft, ist doch dabei noch offen.
Trifft die Amplitude zum Zeitpunkt t1 am Spiegel ein, so wird sie zum Zeitpunkt t1 reflektiert.
Trifft sie zum Zeitpunkt t2 am Spiegel ein, so wird sie zum Zeitpunkt t2 reflektiert.
Daraus folgt doch aber, daß zu einem beliebigen Zeitpunkt t an zwei Spiegeln die Amplituden nicht gleichzeitig reflektiert werden.
Und daraus wieder, daß zu einem Zeitpunkt an beiden Spiegeln ungleiche Wellenphasen einlaufen.

Daß du die konstante Periodendauer irgendwie mit der Eintreffzeit der Wellen am Spiegel verkoppeln willst, ist mir schleierhaft.
Die Periodendauer hat überhaupt keine Beziehung zur Eintreffzeit am Spiegel.
Diese Eintreffzeit ist ausschließlich von der Erzeugerzeit und der danach verstrichenen Laufzeit der Wellen abhängig.
Bei gleicher Periodendauer ergeben sich unterschiedliche Laufzeiten.
Ist die Laufzeit kleiner, so erreicht die Amplitude den Spiegel später und der Reflexionsvorgang erfolgt später.

Bild

Die mikroskopische Natur der Welle interessiert hier überhaupt nicht.
Natürlich wird die Welle aus schwingenden Medienteilchen gebildet. Aber die so gebildete Welle (d.h. die Wellenlinie) besitzt eine starre Form.
Die Welle selbst schwingt nicht.
Und daher ist in dieser Animation der tanzende Punkt bei 0 die Erregerschwingung und der tanzende Punkt bei 4 die Empfängerschwingung.
Und es ist kinderlecht zu erkennen, daß beide Schwingungen mit einer Phasendifferenz erfolgen.
Daß ist schon die ganze Geschichte.

Die dir aber verschlossen bleibt, weil du Schwingung mit Welle gleichsetzt..
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 11. Mai 2014, 20:02

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Eine Welle wird durch eine Schwingung erzeugt und kann (am Empfänger) eine Schwingung produzieren. Eine Welle ist eine eingefrorene Schwingung.

Das Bild der Welle mit ihren dahinziehenden Amplituden ist das Bild, das ein Oszilloskop durch Umsetzung der Feldstärken in eine Kurvendarstellung auf seinem Bildschirm generiert. Die "Welle", wie wir sie etwa bei einer Wasserwelle sehen, gibt es bei der em-"Welle" gar nicht. Die Schwingung der elektr. Felder besteht aus einer Ladungsumkehr, und nicht aus irgendeiner Schwingung in einer räumlichen Höhe, wie das bei Teilchen der Wasserwelle der Fall ist. Und das gleicht in keiner Weise einem gebogenen Draht, der als eingefrorene Welle durch den Raum zieht!
Schlage doch mal bei Maxwell nach. Der beschreibt diese e-Felder als Wirbelströme, die abwechselnd die Rotationsrichtung wechseln.
Mit Maxwell, Faraday und Doppler kann man jedes MMI-Ergebnis zerbröseln!

Makroskopisch und praktisch ist die em Welle mit der Wasserwelle natürlich vergleichbar. Da helfen auch deine sophistischen Beitaten nichts. Du hast es ja selbst animiert:

Bild

Da ist nichts anders als bei der wasserwelle.

Das Bild der Welle mit ihren dahinziehenden Amplituden ist das Bild, das ein Oszilloskop durch Umsetzung der Feldstärken in eine Kurvendarstellung auf seinem Bildschirm generiert

Das ist überhaupt keine Welle, sondern eine Darstellung einer Schwingung über der Zeit.

Eine Welle ist ein räumliches Gebilde mit fester Gestalt.
Und eine Welle zieht selbstverständlich mit ihren Amplituden dahin. Gestaltfest wie ein gebogener Draht. Wie das auch in allen Animationen gezeigt ist.

Diese Einsicht bleibt dir verschlossen, weil du ganz offensichtlich meinst, die Welle schwingt. Und der starre Draht müßte gewalkt werden. Dem ist nicht so.

Ernst hat geschrieben:PS: Ich werde demnächst eine ganz andere Messung des Ätherwindes vorschlagen.

Da bin ich sehr interessiert!
Aber bist Du mit dem MMI nicht zufrieden? ;)

Es soll der Effekt in erster Größenordnung gemessen werden und nicht wie im MMI mit zweiter Größenordnung.
Konstruktive Diskussionen dazu werde ich dann erbitten.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Mo 12. Mai 2014, 09:25

Ernst hat geschrieben:Trifft die Amplitude zum Zeitpunkt t1 am Spiegel ein, so wird sie zum Zeitpunkt t1 reflektiert.
Trifft sie zum Zeitpunkt t2 am Spiegel ein, so wird sie zum Zeitpunkt t2 reflektiert.
Daraus folgt doch aber, daß zu einem beliebigen Zeitpunkt t an zwei Spiegeln die Amplituden nicht gleichzeitig reflektiert werden.

Die Zeitpunkte sind aber nicht beliebig, und da trifft nicht "eine Amplitude ein", sondern ein elektr. Feld wird zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort vor einem Spiegel eine gewisse Feldstärke haben, die durch den Phasenwinkel der Kreisfrequenz definiert ist. Dieses elektr.Feld wechselt Feldstärke und Polarität im Rhythmus der Periodendauer. Die "Amplitude" ergibt sich durch die Maximalelongation, und wenn diese vor dem Spiegel auftritt, wird sie als Maximalelongation zurückgeschickt, wie auch jede andere Feldstärke bei gerade entsprechendem Phasenwinkel. Wann diese Maximalelongation eines e-Feldes vor dem Spiegel auftritt, ergibt sich strikt durch die Kreisfrequenz und kann daher an einem festgelegten Ort x nicht jederzeit sein.

Die Elongation, zu welcher eine Amplitude reflektiert wird, ergibt sich aus der Funktion y(x;t) und nicht aus der Laufzeit einer imaginären Amplitude geradewegs zum Ziel. Die Elongation einer Amplitude am Ziel, das ein Spiegel sein könnte, ergibt sich aus der Wellengleichung! Nicht aus einer "Laufzeit", weil diese Maximal-Elongation von der Wellenlänge und der Periode abhängt. D.h. nach der berechneten Zeit wird zwar ein Feld vor dem Spiegel schwingen, welcher Phasenwinkel das aber gerade ist, versteht sich nicht von selbst aufgrund einer "Laufzeit". Die Wellengleichung ergibt die Elongation und damit den Phasenwinkel an einem Ort x zur bestimmten Zeit t. Aus diesem kann man ersehen, ob eine Rück-Amplitude gerade zuvor abgeschickt wurde, oder gerade nach dem berechneten Zeitpunkt abgeschickt wird oder der berechnete Zeitpunkt der Tatsache entspricht. Für die positive Richtung z.B. nach
y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(x/lambda)]
wobei y_o die Maximalauslenkung der Amplitude ist.

Positive Amplituden mit maximaler Feldladung existieren innerhalb der Kreisfrequenz also stets nur bei einem bestimmten Phasenwinkel. Wenn sich dieser Winkel der Kreisfrequenz vor dem Spiegel aus der c+/-v Rechnung vor dem Spiegel nicht befinden kann, dann ist dieser mit der "Laufzeit" berechnete Zeitpunkt der Reflexion eben falsch! Und aus dem konstanten Zusammenhang mit der Kreisfrequenz kann der richtige Zeitpunkt nur ein Mehrfaches der Periodendauer sein. Weil die Amplitude nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt an diesem Ort x diesen Phasenwinkel haben kann. Das gilt auch für den Rückweg einer Amplitude. Bei einem festen x wird der ankommende Phasenwinkel mit
y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)+(x/lambda)]
zu berechnen sein. Ist da ein Spiegel, so wird die Reflexion einer Amplitude aber wiederum von der Kreisfrequenz abhängen.

Rechnungen mit Laufzeiten eignen sich in den üblichen Anwendungen mit Lichtsignalen ausreichend, etwa bei Radarmessungen, GPS etc., weil die Genauigkeit der Geräte keinesfalls in den Nanometer-Bereich einer Wellenlänge geht, sondern weit darüber liegt. Da spielt es keine Rolle, ob die berechneten Zeitpunkte genau die Reflexionszeitpunkte treffen, weil es da niemanden interessiert, wann ein Spiegel eine Amplitude reflektiert, sondern eben nur die Laufzeit im Gesamten ausgewertet wird.

Bei interferometrischen Messungen a la MMI aber ist diese Genauigkeit geboten, wenn man bedenkt, dass Michelson eine Phasenverschiebung von nicht einmal einer halben Wellenlänge gelben Lichts erwartet hatte.
Da hat er m.E. vergeblich gewartet. Aber nicht etwa, weil kein Äther existiert. Ob der existiert oder nicht, kann diese Methode nicht ausreichend aufzeigen, weil eben eine konstante Periodendauer eine derartige Erwartung nicht zulässt. Wenn lange Wellenzüge und kurze Wellenzüge dieselbe Periodendauer haben (weil sich die Geschwindigkeit um denselben Faktor verändert), dann sind eben die Reflexionen im MMI in dem SInne gleichzeitig, als sie stets im Rhythmus der Periode zusammen fallen. Dabei macht es keinen Unterschied, nach welcher Richtung und mit welcher Geschwindigkeit sich das MMI durch das Medium bewegt.

Allerdings hat Michelson eine von der Drehrichtung abhängige kleinere Phasenverschiebung gemessen. Das hat auch einen besonderen Grund, den zu erklären es hier aber keinen Sinn macht, solange die Vorgänge im MMI nicht verstanden sind.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Mo 12. Mai 2014, 10:43

@Harald
Du weißt dass ich beim MMI überhaupt nicht Deiner Auffassung bin und herauszufinden versuche warum Du diese Auffassung hast.
Du schreibst:
"Positive Amplituden mit maximaler Feldladung existieren innerhalb der Kreisfrequenz also stets nur bei einem bestimmten Phasenwinkel."

Dabei ist mir nun eingefallen, das ich bei schlechtem WLAN Empfang einfach meinen Router um ein paar cm verschiebe.
Die Vorstellung dahinter ist: "Mein Empfänger befindet sich halt gerade an einem Schwingungsknoten - ich verschieb ein paar cm (die Wellenlänge ist ja nur 12 cm) und schon muss der Empfänger sich dem "Schwingungsbauch" nähern und der Empfang besser werden weil die Feldstärken ja erhöht werden.
Nach meiner Meinung klappt das auch - der Empfang wird besser.

Das passt aber nicht zusammen mit meiner bisherigen Argumentation gegen Dich: "An jedem Punkt der Ausbreitungstrecke passiert genau das selbe, nur phasenverschoben".
Wenn diese meine Argumentation stimmen würde, müsste ich ja meinen Router nicht verschieben - Position ist egal und ob das WLAN Signal ein paar Nanosekunden früher oder später ankommt kann ja an der Empfangsstärke nix ändern.

Meine Auffassung - bei WLAN ist die Position des Empfängers von Einfluss und beim MMI ist die Position des Spiegels nicht von Einfluss - passt irgendwie nicht zusammen.

Ich bin noch dabei herauszufinden was nun nicht passt - hab das Thema auch in einem anderen (hier nicht geliebtem) Forum zur Sprache gebracht.

Mein Verdacht ist allerdings, das ich bei der Beurteilung dessen was beim WLAN passiert, falsch liege. Möglicherweise ist der Empfang schlecht, weil durch diverse Reflexionen des WLAN Signals sich negative Interferenzen der reflektierten Signale an manchen Stellen bilden - und der Empfang dann deswegen besser wird, weil man beim Verschieben von Router oder Empfänger dann an Positionen kommt wo die Interferenz anders ist.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » Mo 12. Mai 2014, 10:59

fallili hat geschrieben:
Mein Verdacht ist allerdings, das ich bei der Beurteilung dessen was beim WLAN passiert, falsch liege. Möglicherweise ist der Empfang schlecht, weil durch diverse Reflexionen des WLAN Signals sich negative Interferenzen der reflektierten Signale an manchen Stellen bilden - und der Empfang dann deswegen besser wird, weil man beim Verschieben von Router oder Empfänger dann an Positionen kommt wo die Interferenz anders ist.


Der Verdacht ist begründet, denn er stimmt.
Durch Laufzeitunterschiede (längerer Weg des gespiegelten Signals) kommt es zu destruktiver und auch konstruktiver Überlagerung der beiden/vielen Signale, das ergibt die Auslöschungen/Verbesserungen.


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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 12. Mai 2014, 15:01

fallili hat geschrieben:Dabei ist mir nun eingefallen, das ich bei schlechtem WLAN Empfang einfach meinen Router um ein paar cm verschiebe.
Die Vorstellung dahinter ist: "Mein Empfänger befindet sich halt gerade an einem Schwingungsknoten - ich verschieb ein paar cm (die Wellenlänge ist ja nur 12 cm) und schon muss der Empfänger sich dem "Schwingungsbauch" nähern und der Empfang besser werden weil die Feldstärken ja erhöht werden.

Die em Welle ist keine stehende Welle, wo es ortsfeste Knoten gibt.
Der Effekt, den du beschreibst, wird verursacht durch mannigfaltige Reflexionen an allemöglichen Gegenständen. Die örtlichen Änderungen beruhen auf dadurch gebilldete interferenzen zwischern der Originalwelle und den reflektierten Wellen.
.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 12. Mai 2014, 15:18

Harald Maurer hat geschrieben: Die Wellengleichung ergibt die Elongation und damit den Phasenwinkel an einem Ort x zur bestimmten Zeit t. Aus diesem kann man ersehen, ob eine Rück-Amplitude gerade zuvor abgeschickt wurde, oder gerade nach dem berechneten Zeitpunkt abgeschickt wird oder der berechnete Zeitpunkt der Tatsache entspricht. Für die positive Richtung z.B. nach
y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(x/lambda)]
wobei y_o die Maximalauslenkung der Amplitude ist.

Das ist ja richtig. Nur du interpretierts es wieder ganz falsch.

y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(x/lambda)]

Der Term , welcher die örtliche Elongation bestimmt ist
x/lambda

Nun ist im MMI x (der Ort des Spiegels) konstant.
Aber die Wellenlänge lambda ändert sich im Falle einer Strömung. Sie wird in Strömungsrichtung größer und entgegen kürzer.
Da muß man ja nicht lange überlegen, um zu erkennen, daß sich dann die momentane Elongation am Spiegel verändert, d.h. die momentane Phase verändert ist.

y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(x/lambda)]

Chief hat natürlich recht:

y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(x/λ)]
λ=(c±v)/f
y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(f*x/(c±v))]
Laufzeit=x/(c±v)

y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(f*Laufzeit))]

Du interpretierst eben die Wellengleichung falsch. Darin steckt wie gezeigt die Laufzeit.
.
.
Zuletzt geändert von Ernst am Mo 12. Mai 2014, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.
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